Left 4 Dead 2 (2009)

Left 4 Dead 2 (2009)

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Xbox 360-Review: Night Of The Running Dead 2: Electric Boogaloo

Paralympics 2012
Paralympics 2012 © Entwickler / Publisher

Endlich: Die Zombie-Apokalypse ist gekommen. Ein Virus hat die gesamte Menscheit in wahnsinnige Zombies verwandelt, die alles fressen, was bei Drei noch einen Puls hat. Erneut machen sich vier Überlebende auf den Weg, um einen sicheren Ort zu finden. Dabei müssen sie allerdings durch eine Armee von infizierten Kannibalen marschieren...

Im zweiten Teil des letztjährigen Multiplayerhits haben die Entwickler von Valve ihren Zombies eine Frischzellenkur verpasst und gleich eine ganze Reihe Neuerungen vorgenommen. Wieder kämpft ihr euch durch ein Meer von lebenden Leichen, um sicher in den nächsten Schutzraum zu gelangen. Diesmal gibt es mehr Waffen, mehr Mutationen, neue Multiplayer-Modi und die längst überfällige Kettensäge. Also: Schrotflinte geladen und aufgehört zu heulen, denn jetzt gibt's Butter bei die Zombies!

Left 4 Dead 2 macht gekonnt da weiter, wo Vorgänger die Luft ausgegangen ist. Die neuen Charaktere und Kampagnen, das grössere Arsenal und die neuen Gegner, der abwechslungsreichere Multiplayer - all das macht Left 4 Dead 2 zu einem runden Paket, gefüllt mit duftenden Leichenteilen. Die Entwickler haben nicht geschlafen und nachgeholt, was sie zuerst verpasst haben, um nun ein wirklich ausgewogenes Spiel zu präsentieren. Manchen ist das Spielprinzip vielleicht zu langweilig, andere finden es klasse. Das muss wie immer jeder für sich selbst entscheiden. Wer sich aber für gradliniges Zombiejagen begeistern kann, darf auf Left 4 Dead 2 schlicht und ergreifend nicht verzichten.

Auf KEINEN FALL gehe ich so vor die Tür!
Auf KEINEN FALL gehe ich so vor die Tür! © Entwickler / Publisher

Seien wir doch mal ehrlich: Jeder wünscht sich ab und an mal die Zombie-Apokalypse herbei. Letztes Jahr ging der Traum mit Left 4 Dead in Erfüllung, und Entwickler Valve bescherte uns einen der besten Multiplayer-Titel der vergangenen Zeit. Jetzt haben sich die Masterminds hinter Half-Life nicht lumpen lassen und die Toten zum zweiten Mal auferstehen lassen. Mehr Zombies, mehr Splatter mehr Multiplayer-Action - besseres Game? Wir werden sehen...

Story

Um die Story braucht man sich auch beim zweiten Teil von Left 4 Dead keine Sorgen zu machen: Ein Virus hat die Menschen in blutrünstige Kannibalen verwandelt, und ihr seid einer der wenigen Überlebenden der Apokalypse auf dem Weg nach New Orleans. Jetzt nehmt das Schrotgewehr, hört auf zu heulen und ab zum nächsten Schutzraum!

Run, Zombie, Run!
Run, Zombie, Run! © Entwickler / Publisher

Gameplay

Das Spielprinzip hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert. In fünf Kampagnen führt euch euer Weg durch das längst überfällige Einkaufszentrum, durch einen Vergnügungspark mit untoten Clowns bis in die Sümpfe von Louisiana. Während ihr zum nächsten Schutzraum flüchtet, will euch natürlich die Meute untoter Kurzstreckensprinter ans Leder. Zwischendrin gibt's kleinere Aufgaben, die für Abwechslung im Spielverlauf sorgen. Es gilt zum Beispiel einen Kasten Cola durch die Meute zu tragen oder ein Auto aufzutanken. Das Geniale daran ist, dass sich völlig neue Situationen ergeben, bei denen die Spieler enger zusammenarbeiten müssen. Mehr davon!

Neben den üblichen Verdächten wie Boomern, Smokern und Kevin Spacey stösst eine eine ganze Reihe neuer Mutationen zum Kader der lebenden Toten. Die Jockeys zum Beispiel missbrauchen euch als Rennpferd, Spitter kotzen euch die Bude voll und der Charger demonstriert euch die Power seines Tennisarms. Die Neulinge fügen sich nahtlos ins Spielgeschehen ein und lockern das Gemetzel mit Frischfleisch auf.

Etwa so sieht man aus, wenn man zu lange Left 4 Dead 2 spielt...
Etwa so sieht man aus, wenn man zu lange Left 4 Dead 2 spielt... © Entwickler / Publisher

Auch das Arsenal hat Zuwachs bekommen. Zu den Highlights gehören die neuen Nahkampfwaffen: Von der Feueraxt bis zur Bruce-Campbell-Gedächtnis-Kettensäge steht einiges an Spielzeug für den engen Körperkontakt zur Verfügung. Der vergrösserte Waffenschrank macht neue taktische Vorgehensweisen beim Abschlachten der Horden möglich und wirkt dadurch wie eine Frischzellenkur für das Gameplay.

Das Leveldesign ist deutlich besser als beim Vorgänger. Während in Teil Eins schnell Monotonie aufkommen konnte, warten die Schauplätze in Left 4 Dead 2 mit einer Menge netter Details auf, die gerne auch mal eine kleine Geschichte erzählen und für Atmosphäre sorgen. Gleiches gilt auch für die vier spielbaren Charaktere, die im Vergleich zu den Helden des Vorgängers spürbar mehr Charakter zeigen.

Multiplayer

Jeder, der Teil 1 gespielt hat, weiss, dass der Single-Player-Modus von Left 4 Dead eigentlich nur ein Gimmick nebendran ist. Der Fokus liegt auf dem Multiplayer, ohne den der ganze Apparat nur halb soviel Spass machen würde. Auch hier hat Valve für mehr Varianten der altbekannten Spielmodi gesorgt und ein paar interessante Neuerungen eingeführt.

Neben der üblichen Coop-Kampagne gibt es nun auch den Realismus-Modus, der höhere Ansprüche an die spielerischen Fähigkeiten stellt: Die Zombies sind nur am Kopf wirklich verwundbar, also Partytime für Headshot-Fetischisten! Im bekannten Versus-Modus könnt ihr euch unter anderem wieder als einer der speziellen Infizierten austoben. Im (nicht mehr ganz so) neuen Survival-Mode gilt es sich zu verbarrikadieren und so lange wie irgend möglich gegen die unaufhörlichen Wellen von Zombies zu überstehen. Im Scavanger-Modus teilt sich das Spielfeld wieder in Überlebende und Infizierte. Die Überlebenden müssen Benzinkanister aus dem Umgebung sammeln und damit einen Motor füllen, während sie gegen die Zeit und die Infizierten ankämpfen müssen.

Forrest Whitaker und Ethan Hawke, Ladies and Gentlemen.
Forrest Whitaker und Ethan Hawke, Ladies and Gentlemen. © Entwickler / Publisher

Technik

Technisch kann man an Left 4 Dead 2 nicht viel aussetzen. Die Grafik sieht fein aus, obwohl man hier keine Offenbarungen erwarten sollte. Das Spiel läuft grösstenteils flüssig, auch wenn es ab und an mal ruckelt, was natürlich stört, bei der Menge von Untoten auf dem Bildschirm aber nicht verwundert. Der Sound tritt eher in den Hintergrund, ist aber gut. Die Geräuschkulisse mit den gruseligen Einlagen (Achtung, Witch!) wurde um ein paar rockigere Passagen ergänzt, die sich gut in das Getummel auf dem Bildschirm integrieren, im ersten Moment aber etwas deplatziert wirken können.

/ grf

Kommentare Total: 2

db

Einfache Idee... verbrauchtes Szenario und haufenweise Zombies die einem das Leben schwer machen. Was am Anfang noch durchaus Spass macht - besonders wenn man mit der Motorsäge durch die Gegend eiert - zeigt bald auf, dass man hier eher mit dem Brecheisen als mit dem Skalpell an der Skulptur gearbeitet hat. Die Mutationen mögen zum Teil noch unterhaltsam sein und auch die Karten sind durchaus abwechslungsreich, doch das grobe Gameplay, die mehrheitlich schlechten Waffen und viele Bugs sorgen für einen hohen Frustfaktor, der vor allem in den Versus-Spielen seine hässliche Fratze zeigt. Dies in Kombination mit fehlenden Verbesserungsmöglichkeiten an Waffen und Charakter macht Left 4 Dead zu einem netten Shooter zwischendurch, mit dem man auch mit Freunden einige unterhaltsame Stunden verbingen kann, aber Langzeitmotivation habe ich jetzt bei dem Spiel keine gefunden.

grf

Xbox 360-Review: Night Of The Running Dead 2: Electric Boogaloo

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