Halo 3: ODST (2009)

Halo 3: ODST (2009)

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Xbox 360-Review: Aufregender als Bungee Jumping

Das ist meine Zigarre!
Das ist meine Zigarre! © Entwickler / Publisher

Wer kennt sie nicht? Die Halo-Spielreihe gehört mit mehr als 27 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten auf der Welt und kann auf eine riesig grosse Fangemeinschaft blicken. Bis anhin stand in den Spielen stets der Master Chief im Mittelpunkt. Zwei Jahre nach Halo 3 erscheint nun eine Standalone-Erweiterung für die Xbox 360. Doch im neusten Game aus dem Hause Bungie übernimmt der Spieler nicht die Kontrolle des bekannten Helden, sondern schlüpft stattdessen in die Rolle eines ODST (Orbital Drop Shock Trooper). Was diese Kerle so drauf haben und ob ein Halo ohne Master Chief wirklich was taugt, erfahrt ihr bei uns.

Wir schreiben das Jahr 2552. Die Menschheit führt gegen ein Bündnis von Aliens einen Krieg. Und verliert. Schon Milliarden wurden getötet, und es werden immer mehr. Die Erde, das letzte Bollwerk der Menschheit, wurde nun von der Allianz entdeckt, und die Aliens beginnen unseren Heimatplaneten anzugreifen. Mit einer Invasion in Neu Mombasa sind die Menschen stark geschwächt worden, und es wurde bereits erheblicher Schaden gemeldet. Es liegt nun an der UNSC (United Nations Space Command), die Erde von der Allianz zu befreien. Dazu kommen nur die Orbital Absprung Schock Troopers in Frage. Die Spezialeinheit hat schon so manche Mission erfolgreich abgeschlossen. Diese könnte nun für die Menschen die letzte entscheidende sein...

Nachdem schon Halo 3 eine Menge Spass machte, trumpfen die Macher mit der Standalone-Erweiterung nochmals auf. Das überarbeitete Gameplay überzeugt auf der ganzen Linie und kann mit seinen neuen Funktionen sehr gefallen. Von der Story her kommt es zwar nicht ganz an die ersten Halo-Spiele ran, wird jedoch die Fans trotzdem voll und ganz zufriedenstellen. Auch im technischen Bereich wurde an einigen Ecken aufgefrischt, und so kann das Spiel mit aktuellen Top-Games mithalten. Wer also bis anhin schon mit der Halo-Saga mächtig Spass hatte, darf sich Halo 3: ODST auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Gameplay

Der Laser voll in die Augen
Der Laser voll in die Augen © Entwickler / Publisher

Eine Erweiterung von Halo 3? Also einfach das gleiche Spiel mit einer anderen Story und einem anderen Charakter? Ganz so ist es dann doch nicht. Halo 3: ODST zeigt nämlich gleich von Beginn weg, dass es definitiv mehr ist als nur eine mässige Erweiterung um Geld zu machen. In einem kurzen Intro erfahren wir, dass Truppen nach New Mombasa entsandt werden, um die Invasion der Allianz zu stoppen.

Bei diesen Soldaten handelt es sich um Orbital Drop Shock Troopers (kurz: ODST). Diese werden in Ein-Mann-Kapseln auf einen Planeten geschickt und gehören in vielen Bereichen zu den Besten der Besten. Im Game selber merkt man zwar nicht, dass sie irgendwie anders reagieren als der Master Chief dazumal in den ersten drei Halo-Spielen. Dafür haben die Macher aber das Gameplay allgemein aufgefrischt und ein paar Neuerungen eingebaut.

Strategie verstanden?
Strategie verstanden? © Entwickler / Publisher

Dazu gehört sicher die neu eingeführte Umgebungskarte. Mit dieser ist es klar einfacher, an Ziele zu gelangen, und sie ermöglicht einen besseren Überblick in den sehr detailreichen Ortschaften des Spiels. Auch wurde die Darstellung der verschiedenen Missionsziele etwas aufgefrischt. Diese beiden Funktionen sind im neuen Submenü VISR-Datenbank zu finden, welches mit der Back-Taste am Controller aufgerufen wird. Zusätzlich sind dort noch Kommunikationen zu finden, welche von Datenterminals in der Umgebung heruntergeladen werden.

Ansonsten ist von der Steuerung her eigentlich alles beim alten geblieben. Neu dazu kommt aber der VISR-Modus, welcher mit der Taste X eingesetzt wird. Mit diesem Modus ist es einfacher, Gegner (aus der Ferne) zu identifizieren. Beim Test stellte sich diese neue Eigenschaft auch als nützliches Feature heraus, um in dunklen oder nächtlichen Gegenden besser zu sehen. Ist es allerdings hell, wirkt diese Funktion eher blendend, und man spart sich diese nette Möglichkeit.

Mach mal vorwärts!
Mach mal vorwärts! © Entwickler / Publisher

Eine weitere Neuheit ist die Hud-Anzeige. Nebst einem Kompass ist oben am Bildschirm auch auch die Gesundheit nun etwas besser optisch zu erkennen. Nebst dieser muss allerdings auch auf die Ausdauer geschaut werden. Diese erholt sich automatisch, wenn man sich grad nicht unter Beschuss befindet. Die Gesundheit wird allerdings nicht mehr selber wieder aufgefrischt, sondern muss durch medizinische Massnahmen wie Verbandskästen oder Medikits verbessert werden. So ist das Spielen an sich noch etwas anspruchsvoller geworden.

Storytechnisch wird man natürlich auch nicht enttäuscht, und Altbewährtes soll man ja auch nicht wirklich gross verändern. Das haben die Entwickler sauber hingekriegt, und jeder Fan wird sich schnell in das Game einfinden und die bösen Aliens nacheinander ausschalten. Die gut gemachten Zwischensequenzen können im Hauptmenü wieder angeschaut werden und ermöglichen so, jederzeit wieder in diese spannende Geschichte einzuspringen.

Multiplayer

Willst Du mit dem Stöckchen spielen?
Willst Du mit dem Stöckchen spielen? © Entwickler / Publisher

Auch im Mehrspieler-Modus wurde vieles aufgefrischt. Absolut erwähnenswert ist dabei der Firefight-Modus. In diesem können bis zu vier Spieler kooperativ auf zehn Schlachtfeldern gegen immer stärker werdende Gegnerwellen der Allianz antreten. Das ist auf jeden Fall mal etwas Neues und macht auch gleich von Beginn weg Spass. Sonst sind natürlich die üblichen Mutliplayer-Features von Halo wieder mit dabei. Und nebst dem Halo 3: ODST-Kampagnen-Spiel befinden sich in der Box auch drei neue Halo 3-Multiplayer-Karten. Was will man mehr?

Technik

Seit dem letzten Halo-Spiel sind auch schon einige Tage vergangen. Klar dass die Technik da nicht schläft, und wir haben in der letzten Zeit ja auch einige schöne Spiele zu Gesicht bekommen. Auch beim neusten Halo-Streich wurde sowohl optisch wie auch soundtechnisch aufgefrischt. Viele Texturen wirken im Spiel abgerundeter und detailreicher. Das Spiel wirkt fürs Auge zu jeder Zeit flüssig und macht visuell wirklich einen sehr guten Eindruck.

Und sein Haus brennt lichterloh
Und sein Haus brennt lichterloh © Entwickler / Publisher

Etwas geändert hat sich hingegen der Soundtrack. Dieser wirkt etwas langsamer und trauriger, passt aber hervorragend in dieses Game. Trotzdem wäre an einigen Stellen der altbekannte Sound sicher auch genial gewesen. Das ist aber schon Meckern auf hohem Niveau, denn technisch macht Halo 3: ODST auch eine super Falle.

Auf der Rückseite des Covers ist noch die Funktion "optimiert für Festplatte" aufgedruckt. Tatsächlich waren die ohnehin schon akzeptablen Ladezeiten nach der Installation auf der Festplatte noch etwas kürzer. Ein Wendecover liegt dem Spiel allerdings nicht bei. Verdient hätte es das auf jeden Fall.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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