Batman: Arkham Asylum (2009)

Batman: Arkham Asylum (2009)

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Xbox 360-Review: Die Fledermaus im Irrenhaus

Ich bin Chaschte!
Ich bin Chaschte! © Entwickler / Publisher

Nach dem mehrfach gelobten Hollywood-Streifen The Dark Knight freuten sich die Fans auf das dazugehörige Videospiel, welches erst spät angekündigt wurde. Nach dem Tod von Schauspieler Heath Ledger wurde das Projekt allerdings auf Eis gelegt, da der Joker auch eine zentrale Rolle im Game übernehmen sollte. Schlussendlich wurde die Umsetzung ganz gestrichen, und die Macher versprachen uns ein Actionspiel, welches in absehbarer Zeit erscheinen und die Fans nicht enttäuschen sollte. Gut ein Jahr hatten die Entwickler für die Umsetzung Zeit. Nun ist es endlich da, und das Spiel konnte schon im Vorfeld viele Lorbeeren ernten. Ob es sich tatsächlich um das beste Batman-Spiel aller Zeiten handelt?

Nach einem scheinbar zufälligen Angriff des Jokers auf das Büro des Bürgermeisters bringt Batman seinen Erzfeind zurück in die Anstalt von Arkham, Gothams Psychiatrie für geisteskranke Kriminielle. Doch irgend etwas scheint nicht zu stimmen. Batman traut dem irren Joker nicht, da sich dieser viel zu einfach gefangen nehmen liess. Während der Begleitung zu seiner Zelle ergreift der Joker plötzlich die Flucht und beginnt seinen Plan umzusetzen. Noch bevor der Tag anbricht, soll er Arkham Island kontrollieren und den Willen des Dunklen Ritters brechen. Eine lange Nacht wartet auf Batman...

Zwar kommen dieses Jahr noch ein paar grosse Titel in die Spielregale, doch Batman: Arkham Asylum befindet sich jetzt schon ohne Zweifel in der Liste der besten Spiele des Jahres. Das genial gemachte Gameplay und die extrem saubere technische Darbietung sind eigentlich schon das Geld wert. Dazu kommen noch eine passende Story und coole Charaktere aus der Batman-Welt. Mit dem Joker haben die Produzenten einen absolut ebenbürtigen Gegner für Batman geschaffen, der auch mit seinen Sprüchen hie und da für ein bisschen Humor und Unterhaltung sorgt. Das Spiel ist rundum gelungen und wird den hohen Erwartungen vollends gerecht. Ein klarer Must-Have-Titel für alle Fans der Fledermaus.

Wie schon bei einigen DVDs liegt bei der getesteten Version der Xbox 360 noch ein Wendecover bei, welche die hässlichen PEGI und USK Empfehlungen verschwinden lässt. Ganz stark.

Gameplay

Sag Adieu!
Sag Adieu! © Entwickler / Publisher

Lange, sehr lange mussten wir auf ein neues Batman-Spiel warten. Schon seit einiger Zeit wurden wir aber mit Bildern und Videos vom neuen Game hingehalten und die Vorfreude stieg jede Woche mehr. Endlich ist es da und Arkham Asylum muss sich nun den hohen Erwartungen stellen. Doch schon gleich zu Beginn wird man in diese düstere und actionreiche Story miteingezogen und nach dem Prolog kann man es kaum erwarten den bösen Joker zu jagen und endgültig aus dem Verkehr ziehen.

Dieser hat es nämlich geschafft in der Psychiatrie auszubrechen und besitzt nun die Kontrolle über die ganze Anstalt. Natürlich ist für ihn alles ein Spiel, doch Batman muss diesen Schurken so schnell wie möglich fangen bevor noch mehr Menschen ihr Leben verlieren. Der Spieler schlüpft also in die Rolle des Fledermaus-Helden und kann, gleich nach einer kurzen Einführung in die Geschichte, mit dem Prügeln anfangen. Eines nach dem anderen wird schön erklärt, wie beim Spielen mit den einzelnen Buttons am Pad vorzugehen ist.

Wer hängt denn da?
Wer hängt denn da? © Entwickler / Publisher

Die Steuerung erweist sich als ganz simpel und logisch aufgebaut. Schnell hat man die Bedienung inne und zu keiner Zeit verliert man den Überblick. Wie es sich für Batman gehört, kämpft dieser ohne Schusswaffen. Dafür aber kann man sich aus der Luft herab gleiten lassen und so die Gegner mit einem darauffolgenden Tritt ausschalten oder schleichend von Hinten attackieren.

Das Spielen geht also recht flott von der Hand, doch alleine mit Schlagen und Kontern hat es sich in diesem Spiel nicht getan. Denn neben den vielen Kampfhandlungen muss Batman auch verschiedene Wege finden um die Fallen des Jokers zu umgehen. Dies ist sicher ein grosser Pluspunkt des Spiels, denn das Game wirkt so zu keiner Zeit irgendwie eintönig oder repetitiv. Dabei helfen auch verschiedene Gegenstände. Unter anderem kann sich Batman mit dem Grapple-Gadget in die Höhe versetzen lassen und der berühmte Batarang fehlt natürlich auch nicht um aus der Distanz anzugreifen.

Aber Herr Doctor, ich bin doch gesund...
Aber Herr Doctor, ich bin doch gesund... © Entwickler / Publisher

Auf der Suche nach dem Joker trifft Batman auch immer wieder auf verschiedene Rätsel des Riddlers. Er denkt, er ist Batman überlegen, doch es liegt am Spieler ihm das Gegenteil zu beweisen. Einige davon sind recht simpel, andere brauchen auch eine gewisse Zeit um gelöst zu werden. Wer also für einen Moment vom actionreichen Abenteuer wegkommen will, kann sich ja auch diesen Rätseln widmen. Hilfreich dabei kann auch der Detektiv-Modus sein. Ist dieser aktiviert, kann Batman verschiedene Gegenstände und Personen genauer analysieren und identifizieren.

Immer wieder merkt man, dass grosse Batman-Fans am Werk dieses Spiels waren. Denn man hat verschiedene bekannte Personen aus der Batman-Welt ins Spiel integriert. So stehen zum Beispiel dem Joker seine verrückte Freundin Harley Quinn, Victor Zsasz und Dr. Crane aka Scarecrow zur Seite, während der Commissioner Gordon und seine Tochter Oracle der starken Fledermaus helfen die Bösewichte einzufangen. Ein grosses Lob auch an die Story, die zwar einfach gehalten, aber absolut passend zum Spiel ist.

Geh zurück in den Zirkus
Geh zurück in den Zirkus © Entwickler / Publisher

Es gäbe noch eine Menge über Batman: Arkham Asylum zu berichten, doch kurz gesagt, ist dieses Spiel schon fast perfekt. Es ist ziemlich umfangreich und vielfältig gestaltet worden und es macht grossen Spass der Fledermaus bei der Suche nach dem Joker zu helfen. Auch die Slowmotion-Szenen bei den Kämpfen sind toll gemacht und man prügelt immer wieder gerne auf die Gegner los oder versucht geschickt einen Weg zum Ziel zu finden.

Technik

Schon in den Trailers staunte man über die tollen Bilder welche uns gezeigt wurden. Und das Game hält die Versprechungen. Beim Spielen bietet das Game eine wirklich einzigartige Grafik mit ganz sauberen Übergängen. Irgendwelche bemerkbare Ruckler sind zu keiner Zeit erkennbar und man kann viele Details beobachten. Auch sind ein paar physikalische Effekte sichtbar, diese werden jedoch in der etwas später erscheinenden PC-Version noch etwas mehr zum Zuge kommen. Auf jeden Fall schöpft Batman: Arkham Asylum aus dem Vollen und nutzt wohl die vollen Ressourcen der Konsole.

Geh weg, du stinkst!
Geh weg, du stinkst! © Entwickler / Publisher

Soundtechnisch wird uns ebenfalls Grandioses geboten. Zwar werden die Fans der Filme einen Score von Hans Zimmer vermissen, doch die Entwickler enttäuschen uns auch hier nicht und haben dem zum Teil düsteren Spiel eine passende Hintergrundmusik eingefügt. Die Effekte sind ebenfalls sauber integriert worden und auch die Stimmen sind bei den Dialogen sehr klar und verständlich zu hören. In der deutschen Version hat man sogar einige bekannte Synchronsprecher für das Game verpflichten können.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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