Anno: Create a New World (2009)

Anno: Create a New World (2009)

Anno: Erschaffe eine neue Welt
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NDS-Review: Siedeln auf dem DS!

Bereits vor zwei Jahren lieferten die Sunflower Studios mit dem ersten Anno-Auftritt auf dem DS einen wahren Strategie-Hit für den handlichen Japaner ab. Nun, im Zuge der baldigen Veröffentlichung von Anno 1404 für den PC, erscheint eine weitere Portierung des Aufbauspiels für den Handheld von Nintendo.

Das Reich von König George leidet aufgrund einer andauernden Dürre unter Armut und bitterer Hungersnot. Um seinem Volk die Perspektive auf ein gutes Leben zurückzugeben, schickt er seine beiden Söhne, William und Edward, in den Süden, um dort nahegelegene Inseln zu besiedeln. Ausgerüstet mit händlerischem Geschick und dem nötigen Gespür für diplomatische Streitereien, erschaffen sie eine neue Welt.

Anno: Erschaffe eine neue Welt punktet auf ganzer Linie. Der Titel übernimmt dabei fast alle bekannten Stärken des Vorgängers und kann so erneut mit einer genialen Steuerung und einem süchtigmachenden Gameplay überzeugen. Schade ist nur, dass der Mulitplayer-Part dem Rotstift zum Opfer gefallen ist. Wer also ein gelungenes Aufbaustrategiespiel für unterwegs sucht, ist mit Anno bestens bedient.

Gameplay

Das Ziel in Anno ist, eine florierende und expandierende Siedlung zu errichten und die Bedürfnisse der Bewohner zu befriedigen. Dabei dient der Kontor als Dreh- und Angelpunkt in Anno. Waren werden dort gelagert und an Händler verkauft. Mit dem Handel von Waren verdient man Geld, um seine Siedlung ausbauen zu können und neues Land zu erschliessen.

An oberster Stelle eines jeden Siedlers steht jedoch das Wohl seines Volkes. Um dem nachzukommen, gilt es in erster Linie die Bedürfnisse der Bewohner zu befriedigen und sie vor feindseligen Einflüssen zu schützen. So muss man beispielsweise eine Feuerwache erbauen, Gesetzeshüter ausbilden und Schulen aufstellen. Je besser sich die Bürger fühlen, desto weiter entwickelt sind sie und entwickeln sich von gewöhnlichen Bürgern zu Patriziern und später zu Aristokraten. Einen Unterschied bemerkt der Spieler vor allem im Aussehen der Infrastruktur der Siedlung, die Häuser sehen prunkvoller aus, und die obere Gesellschaftsschicht spült höhere Beträge in Form von Steuern in die Staatskasse.

Das angesprochene Kampfsystem in Anno ist ziemlich einfach gehalten. Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf dem Aufbau einer florierenden Wirtschaft. Im Prinzip genügt es, eine kleine Armee aufzustellen, um so die Verteidigung des eigenen Volkes sicherzustellen. In verschiedenen Gebäuden lassen sich Soldaten aufstellen, so dass man in der Lage ist, einen ausgeklügelten Verteidigungsgürtel aufzustellen. Doch leider bringt meist auch die beste Taktik nicht wirklich viel, da es schlussendlich lediglich darauf ankommt, wer mehr Einheiten auf dem Schlachtfeld hat.

Eins zu eins übernommen wurde die Steuerung des Vorgängers, welche ungemein innovativ daherkommt. Während auf dem oberen Bildschirm alle nötigen Informationen aufgelistet sind, werden auf dem unteren Schirm die Aktionen ausgeführt. Das Handling ist dabei selbsterklärend, und wenn dies einmal doch nicht der Fall sein sollte, so helfen immer noch die Tool Tips weiter.

Technik

Auch technisch gibt sich der Titel keine Blösse. Gespielt wird aus einer isometrischen 2D-Optik, welche dem Spielkomfort sehr entgegenkommt. Der Detailgrad des Dorflebens ist dabei für DS-Verhältnisse ziemlich gut ausgefallen.

/ Andreas Mutzner [am]