You're in the Movies (2008)

You're in the Movies (2008) Xbox 360-Review

Mach mal den Hoola!

Mach mal den Hoola!

Dass Bewegungen von Konsolen wahrgenommen und ins Spiel einfliessen können ist nichts Neues. Besitzer einer [publisher]Nintendo[/publisher] Wii tun dies sowieso fast immer und PlayStation-Zocker können mithilfe von EyeToy ebenfalls direkt ins Spielgeschehen eingreifen. Endlich werden auch die Xbox-Besitzer mit einer Kamera belohnt und können gleich im nachfolgenden Spiel ihr ganzes Schauspieltalent beweisen.

Viel zur Handlung gibt es eigentlich nicht zu sagen. Denn wer wollte nicht schon mal gross vor der Kamera stehen und in einem Film mittun? Ab sofort hat man mit dem Spiel You're in the Movies die Möglichkeit dazu. Setzt euch ganz einfach vor die Kamera und gebt eure Schauspielkünste zum Besten. So dreht ihr einen Film nach dem anderen und führt später sogar selbst mal Regie. Und wer weiss, vielleicht kriegt ihr ja sogar für eure tolle Performance auch einen Preis.


Rating: Microsoft Xbox 360

Gameplay

Wer sind denn die?

Wer sind denn die?

Gross war die Vorfreude als endlich ein Xbox-Spiel mit Kamera für einen Test bereitlag. Von der Konkurrenz ist vor allem ein hoher Spielspass gepaart mit lustigen Momenten bekannt. Bei You're in the Movies ist dies nicht viel anders. Nach der witzig gemachten Einführung, in der sehr gut erklärt wird wie man sich für dieses Spiel vorbereiten muss, kann man sich auch schon im Fernseher betrachten.

In diesem Spiel geht es allerdings darum geforderte Bewegungen möglichst genau auf den Schirm zu bringen. Der Spieler wählt zuerst aus verschiedenen Genres einen Film aus, sucht sich eine geeignete Rolle und wird gleich danach von einem unsichtbaren Regisseur aufs Set gerufen. In den darauffolgenden Augenblicken ist es wichtig die Befehle so gut es geht umzusetzen. Diese werden zuerst auch visuell gezeigt bevor die Aufnahme beginnt. Vielfach sind Aufgaben auch mit einem Mini-Game verbunden. So muss man die Anweisungen genau beachten und darauf vorbereitet sein, etwas zu greifen, zu schlagen, auszuweichen, zu rennen oder sogar zu tanzen.

Im Chemie Unterricht!

Im Chemie Unterricht!

Manchmal wird der Spieler für gewisse Szenen auch ins Schweinwerferlicht gerufen. Hier soll man seine Schauspielkünste unter Beweis stellen. Häufig wird man dazu aufgeordert eine bestimmte Bewegung oder ein Gefühl (Angst, Verwirrung, Freude) darzustellen. In diesem Part kann gut und gerne auch übertrieben werden, denn es zählt ja schliesslich die optische Aussage. Vor allem zu Beginn fragt man sich oft was diese Bewegungen oder Spiele eigentlich sollen, doch spätestens bei der Premiere des Films werden alle Fragen beantwortet. Das Game setzt nämlich die dargestellten Bewegungen in den Film ein und mit den vorhin gezeigten Umständen in den Mini-Games oder im Scheinwerferlicht hat es nichts mehr zu tun.

Damit ihr auch erkannt werdet, macht die Kamera im Cutout Studio ein Foto eurer Umgebung, wobei ihr in diesem Moment nicht auf dem Bild sein dürft. Danach schneidet das Spiel den Hintergrund aus und ihr seid auf dem Fernseher im Vordergrund zu sehen, ganz nach der "Greenscreen"-Methode in der Filmszene. Zum Teil ist aber der Spieler nicht ganz sondern nur teilweise sichtbar und das Spiel reagiert nicht immer auf die Bewegungen. Mit einem möglichst "neutralen" Hintergrund ohne viel Möbel und auffallenden Kleidern kann dem Problem aber bis zu einem gewissen Grad entgegen gewirkt werden.

Twister!

Twister!

Nach einigen gedrehten Filmen wird der Regiemodus frei geschaltet. Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und seinen eigenen Film drehen. Sei es durch abändern eines vorhandenen Skripts oder indem ein eigenes kleines Drehbuch geschrieben wird. Leider kommt die Menüführung im Gegensatz zum restlichen Spiel etwas überladen daher. So benötigt man eine gewisse Zeit bis man endlich ein sauberes Skript erstellt hat.

Am Ende eines jeden Films hat man die Möglichkeit diesen abzuspeichern. Dies dauert allerdings eine ganze Weile und benötigt genügend freien Platz. Während den Ladezeiten erscheinen aber gewisse (zum Teil auch sehr schwierige) Fragen rund um das Film-Business. Wenige Momente später wird die Antwort dann eingeblendet. Eine gelungene Abwechslung und lustiges Feature welches die Macher eingebaut haben, doch schlussendlich verdeckt es doch nur die langen Ladezeiten. Viel Geduld ist auch gefragt wenn jemand seine gerade fertig gestellten Filme seinen Freunden zeigen will. Diese können nämlich ins Internet hochgeladen werden. Über die registrierte E-Mail Adresse des Xbox-Live Accounts bekommt man einen Link zugeschickt um sich den Film dann am Computer anzuschauen.

Trotz allem bleibt dieses Game auch mit seinen kleinen Schwächen ein guter Zeitvertreib und beweist, dass es noch Spiele gibt bei der der Spielspass ganz weit oben steht und die Steuerung dabei möglichst einfach gestaltet ist.

Multiplayer

Im Zirkus!

Im Zirkus!

Ganz klar, wer die Möglichkeit hat mit anderen Teilnehmer einen Film zu drehen wird noch mehr Spass an der Sache haben. Nachdem jeder sich eine Rolle ausgesucht hat, ruft der Chef einen Spieler nach dem anderen ins Studio um die nächsten Szenen zu drehen. In dieser Zeit sollten die Mitspieler aber für die Kamera nicht sichtbar sein. In den Mini-Games kommt es auch vor, dass die Spieler gleichzeitig auftreten und dabei Punkte sammeln. Der Spieler welcher den höchsten Score am Ende eines Filmes aufweisen kann, wird durch eine Auszeichnung belohnt und sollte (wie es auch im Einzelspielermodus der Fall ist) noch kurz eine Rede vor dem Publikum halten.

Technik

Scary Movie!

Scary Movie!

Grafisch gesehen muss sich dieses Spiel nicht verstecken. Die Bilder aus dem Spiel sind gut gelungen und übersichtlich. Es können maximal vier Spieler am Spass teilhaben und dafür ist lediglich ein Controller zur Steuerung des Menüs nötig. Die Integration der Bewegungen in den Filmen ist ganz OK auch wenn nicht immer ganz sauber. Die in unserem Test beigelegte Kamera hinterlässt einen anständigen Eindruck. Die Installation erfolgt ohne Probleme über einen freien USB-Anschluss an der Xbox. Etwas mehr Schärfe und eine etwas bessere Auflösung hätten aber sicher nicht geschadet.

Laut Bedienungsanleitung soll der Gebrauch der Kamera auch für den PC möglich sein. Die Installation an ein Windows XP funktionierte allerdings nicht optimal, denn es ist schlichtweg noch kein Treiber für diese Kamera verfügbar. Die Verwendung ist zwar möglich, doch es hinterlässt einen etwas billigen Eindruck.


Fazit

Kameras verknüpft mit Konsolen ziehen immer viele Spieler an. Dies wird wohl auch You're in the Movies gelingen, welches über ein solides Gameplay verfügt. Über die technischen Mängel sieht man schnell weg, denn der Spielspass steht ganz klar an vorderster Front. Xbox-Besitzer die sich schon lange mal wie Tom Cruise oder Halle Berry fühlen wollten können hier ohne Weiteres zugreifen. Also los; Szene 3, die vierte, ...und Action!


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

21.12.2008 / daw

Community:

Bewertung: 3.0 (3 Bewertungen)

 

 

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