Wii Music (2008)

Wii Music (2008)

Wii-Review: Nintendo sucht den Superstar!

Einmal in einem Orchester vor grossem Publikum spielen? Das neue Game der Wii-Serie machts möglich. Von [publisher]Nintendo[/publisher] selber entwickelt reiht sich Wii Music in die Reihe der erfolgreichen Wii-Spiele ein und versucht nun auch Europa zu erobern. Frei nach dem Motto: Ein Jeder ist musikalisch.

Freakiges Orchester!
Freakiges Orchester! © Entwickler / Publisher

Dem Spieler werden verschiedene Möglichkeiten geboten, sein musikalisches Talent zu beweisen. Sei es in einem Glockenspiel, als Dirigent eines Orchesters oder aber in einer Jamsession mit weiteren Bandmitgliedern. Mit der Zeit werden neue Lieder freigeschaltet und der grossen Karriere als Musiker steht schon bald nichts mehr im Wege.

Tralalalaaa... Wii Music bringt genau das, was man von diesem Spiel auch erwarten konnte: einfache Handhabung gepaart mit einem hohen Spassfaktor. Das Game überzeugt in allen Belangen und wird wohl jeden Musik-Fan begeistern. Und sobald man nicht mehr alleine spielt, kann der Spielspass nicht mehr gebremst werden. Darum sollte dieses Spiel in keiner Wii-Kollektion fehlen, es sei dann man ist gänzlich unmusikalisch oder kann mit der ganzen Instrumentensimulation nichts anfangen.

Gameplay

Der Dirigent!
Der Dirigent! © Entwickler / Publisher

Bevor man so richtig mit Musikmachen loslegen kann, muss der Spieler einige Grundlagen lernen. Dafür ist der persönliche Musiklehrer Sebastian Tutori verantwortlich. Er begleitet euch durch das ganze Spiel hindurch, gibt seine Meinung ab und erklärt wie die einzelnen Instrumente gespielt werden müssen. So auch im allerersten Abschnitt wo die vier Spielweisen ausprobiert werden können. Die Einführung startet auf dem Piano (Tasteninstrumente). Hier kann man sich austoben und mit den Controllern so richtig in die Tasten hauen. Nicht unwichtig ist natürlich auch die Gitarre (Saiteninstrumente). Vor allem die Rockfans werden bei diesen Instrumenten ihren Spass haben. Abgerundet wird das Ganze durch die Trompete (Blasinstrumente) und Violine (Streichinstrumente) welche wahrscheinlich am meisten Übung beanspruchen.

Nach dieser Einführung gelangt man ins einfach gestaltete Menü. Dem Spieler steht hier die Möglichkeit die Grundlagen nochmals durchzugehen oder aber er beginnt gleich mit der Band zu üben. Einfach ein Lied und eine Bühne aussuchen, danach den Part und das Instrument wählen und schon kann der Spass beginnen. Man merkt gleich, dass die ganze Aufgabe viel einfacher ist als man es sich denken könnte. Wobei nicht jeder Band-Part dieselbe Schwierigkeit aufweist. So ist die Perkussion wesentlich schwieriger als die Akkorde oder der Bass.

Gründe deine Mii Big Band!
Gründe deine Mii Big Band! © Entwickler / Publisher

Die wohl witzigste Funktion ist die Möglichkeit nach jedem gespielten Song, das dargestellte Lied als Clip zu speichern. Für den Clip kann danach eine Hülle erstellt werden. Sehr schön wie man hier seiner Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen kann. Die Clips können anschliessend über die Internetverbindung an Freunde gesendet und die Meisterwerke so geteilt werden.

Neben dem Musizieren haben die Macher noch so genannte "Spiele" eingebaut. Hier hat man die Möglichkeit, sich als Dirigent zu beweisen. Man wählt seinen Mii und ein Lied aus und schon kann es losgehen. Wirklich erstaunlich wie hier im Test das Orchester auf die Bewegungen der Wii-Fernbedienung reagiert hat. Es werden vor allem klassische und kultige Lieder angeboten die super in dieses Mini-Game passen. Des Weiteren gehört das Glockenspiel ebenfalls zu dieser Art Spiel wobei es sich hier kaum vom restlichen Musizieren unterscheidet. Einfach im richtigen Moment die richtige Glocke spielen und so viele Punkte wie möglich sammeln.

Der Vorteil von Wii Music im Vergleich mit Genre Konkurrenten wie Rock Band liegt ganz klar in der simplen Spielweise und der Gelegenheit mit den Standard Controllern zu spielen. Es ist kein weiteres Zubehör nötig und man hat erst noch die Möglichkeit mehrere Instrumente zu simulieren.

Auf den Brettern die, die Welt bedeuten!
Auf den Brettern die, die Welt bedeuten! © Entwickler / Publisher

Die Liste der Songs kann als sehr umfang- und abwechslungsreich zusammengefasst werden. Neben klassischer Musik sind auch einigen Volksliedern aus verschiedenen Ländern und zeitgemässe Pop-Lieder zu finden. Songs wie Material Girl, Daydream Believer oder Wake Me Up Before You Go-Go sind nur wenige der fröhlichen und aufmunternden Melodien. Aber auch anspruchsvollere Musikanten kommen mit Musikstücken von Vivaldi (Frühling), Mozart (kleine Nachtmusik) oder Tschaikowski (Schwanensee) voll und ganz auf ihre Kosten. Zu erwähnen ist aber noch, dass die Lieder nicht im Real-Tone Format abgespielt werden, sondern in einem Ringtone ähnlichen Stil, der an ein Midi File erinnert.

Multiplayer

Es macht deutlich mehr Spass zu zweit, zu dritt oder sogar zu viert gemeinsam in einer Band zu spielen. Und auch im Multiplayer-Modus stehen die Spiele des Mii-Dirigenten, des Glockenspiels oder der menschlichen Stimmgabel zur Verfügung. Wobei es beim Dirigenten nicht auf die Punktezahl der einzelnen Spieler ankommt, sondern die Chemie der einzelnen Spieler als Ganzes stimmen muss. Und dies ist bei weitem nicht so einfach wie man auf Anhieb denken könnte. So ist gutes Gehör und feines Musik-Feeling unerlässlich für einen tollen Spielabend mit Freunden und Familie.

Technik

Die Qual der Wahl!
Die Qual der Wahl! © Entwickler / Publisher

Es ist nicht zu erwarten dass ein solches Spiel mit überragender Grafik glänzen will. Darum sind die graphischen Details wohl auch einfach gestaltet worden. Man macht sich aber kaum Gedanken darüber und akzeptiert die visuelle Leistung von Wii Music so wie sie ist. Eher wären etwas empfindlichere Sensoren wünschenswert gewesen. Bei einer PEGI 3+ Bewertung mussten die Macher aber wohl auf ein sehr einfaches Gameplay achten. Für das Spielen sind leider sowohl die Wiimote als auch das Nunchuk zwingend nötig. Besitzer eines Wii Balance Board können aber bei einem Schlagzeugspiel ihre Füsse mitbenützen und sich so noch mehr in das Spiel einbringen. Tontechnisch macht dieses Game einen sauberen Eindruck. Richtige Melodien hätten es aber noch etwas mehr aufgewertet.

Daniel Wick [daw]

Dani liebt Action- und Thriller-Filme. Aber hauptsächlich zockt er auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Obwohl schon seit 2007 für OutNow tätig, beschreibt er sich immer noch als schlechten Gamer.

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Kommentare Total: 5

sj

Die Gamepro hat bei diesem Spiel auf eine Wertung verzichtet - das "Spiel" sei schlicht eine absolute Frechheit.

xelage

wir waren zu viert und das erste lied hat wirklich spass gemacht, aber danach wollte niemand mehr.

wir können gerne mal wieder zusammen einen spielabend machen ;) hast du shaun white und rrrtvp? skate it habe ich auch schon! es machen alle drei super spass! momentan muss ich mich auf die schule konzentrieren, darum konnte ich auch kein "fan"-review über rrrtvp und shaun white schreiben...

wir driften ab! ;) ich finde wii music nur für den ersten moment toll. die einzige motivation das spiel weiter zu spielen sind die mit der zeit freigeschalteten lieder.

daw

Hast Du es alleine gespielt oder mit Kollegen? Wenn Du magst können wir es ja mal zu zweit ausprobieren...

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Trailer: Footage Englisch, 02:07