Tales of Symphonia: Dawn of the New World (2008)

Tales of Symphonia: Dawn of the New World (2008)

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Wii-Review: Weltenchaos

Lach du nur...
Lach du nur... © Entwickler / Publisher

Ein Jahr später als in Japan und Nordamerika kommt nun die europäische PAL-Version der Fortsetzung des erfolgreichen Tales of Symphonia. Das Spiel ist etwas zwischen einem Spin-off und einer Fortführung der Story. Die in zwei geteilte Welt wurde im ersten Teil wieder zusammengefügt. Doch das Ganze scheint nicht ganz ohne Nebenwirkungen zu sein. Das nun vereinte Land durchging gewaltige Klimawandel, Seen trockneten aus, Grasland wurde zu Wüste, ganze Gebiete vereisten, und als ob das nicht genug wäre, tauchen auch noch haufenweise Monster auf. Zwischen der Bevölkerung der zwei Welten ist ebenfalls nicht alles im grünen Bereich, beide Parteien kämpfen um die Vorreiterrolle in der neuen Welt.

Das Mannbärschwein
Das Mannbärschwein © Entwickler / Publisher

Der Spieler übernimmt die Rolle des überaus schüchternen Jungen Emil Castagnier. Dieser ist ein seinem Dorf Luin ein Ausgestossener und wird sogar von seinem Onkel und seiner Tante so richtig mies behandelt. Eines Tages trifft Emil auf den geheimnisvollen Richter. Dieser weckt den schlummernden Helden in Emil, und so findet dieser sich schon bald inmitten eines grossen Abenteuers wieder. Emil und seine Verbündeten müssen nun nicht nur die sogenannten Centurios befreien, um die Balance in der Welt wiederherzustellen, sondern ebenfalls den Mörder von Emils Eltern zur Strecke bringen.

Fans der Tales-Serie werden sicherlich Gefallen an dem Spiel finden. Alle anderen Spieler kriegen mit Tales of Symphonia: Dawn of the New World eher ein mittelmässiges Japano-RPG. Die durch kleine Cutscenes ständig unterbrochene Story lässt den Spieler schon bald vollkommen kalt. Das Spiel macht aber trotzdem ziemlich Spass, besonders wenn ihr euch nicht alleine durch die Kämpfe schlagen müsst. Nichtsdestotrotz vermag das Spiel nicht wirklich zu fesseln und auch die Neuerungen zu den Vorgängern sind eher verhalten und vermögen den Spielspass nicht unbedingt zu verlängern.

Story

Die Geschichte von Tales of Symphonia: Dawn of the New World kommt nur stockend voran, und auch im späteren Verlauf des Spiels scheint dies nicht unbedingt besser zu werden. Sie ist nicht schlecht gemacht, aber auch nicht überragend. Die Charaktere sind abwechslungsreich, und bis auf den überaus nervigen Emil kommen alle Figuren recht sympathisch und witzig rüber. Speziell an der Geschichte ist, dass der Held des Vorgängers, Lloyd, hier als Bösewicht dasteht.

Gameplay

Kein guter Zeitpunkt für Arachnophobia
Kein guter Zeitpunkt für Arachnophobia © Entwickler / Publisher

Die Aufmachung des Spiels ist in den Grundsätzen gleich wie diejenige der Vorgänger. In den einzelnen Dörfern, Wäldern und den zahlreichen anderen Gebieten könnt ihr euch frei umher bewegen. Die allgegenwärtigen Monster gehen aber auf etwas gar linearen Wegen durchs Level. Kommt ihr in Berührung mit dem Gegner, werdet ihr in einen Kampf verwickelt. Hier könnt ihr euch schon den ersten Vorteil holen, indem ihr von hinten an den Gegner rangeht und damit einen Überraschungsangriff startet. Der Kampfmodus von Dawn of the New World ist ebenfalls der alte geblieben. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt und werden mit vier vor dem Kampf ausgewählten Helden ausgetragen. In der Kampfarena bewegt ihr euch auf einer festen Linie zum und vom Gegner weg. Ihr könnt euch per Knopfdruck frei im Raum bewegen und euch so hinter den Gegner manövrieren. Neben der normalen Attacke stehen euch auch noch die altbekannten Artes zur Verfügung. Diese kraftvollen Spezialangriffe sind jeweils an ein bestimmtes Element gebunden. Dies nimmt eine besondere Stellung im neuen Tales-Abenteuer ein. Diesmal habt ihr nämlich zum ersten Mal die Fähigkeit, die besiegten Monster zu fangen und im Kampf einzusetzen. Die Monster werden gefangen, indem ihr sie mit drei unterschiedlichen Artes angreift, welche dasselbe Element haben. In der Katz-Gilde könnt ihr dann eure gefangenen Monster füttern und so immer stärker machen. Leider ist das neue Feature trotz 200 Monsterarten bald einmal überflüssig, da euch schon bald genügend bessere menschliche Verbündete zur Verfügung stehen.

Wow, eine englischsprechende Raubkatze
Wow, eine englischsprechende Raubkatze © Entwickler / Publisher

Was sich im neuen Teil geändert hat, ist die Art, wie man sich in der Welt bewegt. In früheren Teilen konntet ihr auch hier frei herumlaufen, nun könnt ihr nur noch den Ort anwählen und zuschauen wie euer Charakter sich auf den Weg macht. Das ist zwar schön bequem, macht das Spiel aber etwas langweiliger. Da machen die ewigen Unterbrechungen durch Dialoge und die sogenannten Sketche das Spielklima nicht gerade rasanter. Wie es sich für jedes Rollenspiel geziemt, gibt es natürlich jede Menge Nebenquests zu erledigen, Objekte zu sammeln und Charaktere aufzuleveln. Die Gesamtspielzeit kann somit gut und gerne über 30 Stunden betragen.

Multiplayer

Die Story um Emil und seine Kumpanen kann mit bis zu vier Spielern an einer Wii-Konsole glelchzeitig gespielt werden. Dies beschränkt sich aber nur auf die Kämpfe, für den Rest des Spiels müssen die Mitspieler zuschauen. Trotzdem macht die Prügelei mit ein paar Freunden gleich viel mehr Spass und wird zusätzlich um einiges leichter.

Technik

Dresche in Symphonia
Dresche in Symphonia © Entwickler / Publisher

Die Grafik von Tales of Symphonia: Dawn of the New World ist ganz in Ordnung, aber auch nicht wirklich mehr. Besonders auffallend ist wie Charaktere mit ihren per Motion Capturing generierten Bewegungen irgendwie so gar nicht mit dem bunten Mangastil zusammenpassen. Die zu Anfang des Spiels schicke Mangaszene sieht grafisch topschick aus, ist aber leider die einzige im ganzen Spiel.

Bei der englischen Sprachausgabe merkt man schnell, dass die Amerikaner nicht so geübt sind im Synchronisieren. Die Gespräche wirken derart hölzern und sind oftmals dazu noch so trivial, dass man sich bald wünscht, die Geschichte gleich komplett zu überspringen. Die Stimmen der Chraktere sind ebenfalls irritierend. Allen voran sicher diejenige von Emil. Dieser macht mit seiner dümmlich schüchternen Stimmgebung schon fast Adam Sandlers Waterboy Konkurrenz. Das für das Genre typische Rockgedudel wird schnell monoton und untermalt die Geschichte gar nicht richtig.

/ seb

Kommentare Total: 2

th

ich fand das spiel überraschend kurzweilig, wenn auch nicht besonders anspruchsvoll.

seb

Wii-Review: Weltenchaos

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