Lips (2008)

Lips (2008)

Xbox 360-Review: Konkurrenz für SingStar!

No Mercy for SingStar!
No Mercy for SingStar! © Entwickler / Publisher

Endlich hat [publisher]Microsoft[/publisher] den Wunsch seiner Kunden erhört und ein XBOX360-Pendant zu SingStar auf den Markt geworfen. Zum Inhalt gibt es bei diesem Spiel nicht wirklich viel zu sagen. 40 Songs, von Interpreten wie Modern Talking, über Rihanna bis hin zu OOMPH!, warten darauf, von Euch in der richtigen Tonlage nachgesungen zu werden. Weitere Titel kann man über den Xbox Live Marktplatz herunterladen oder via MP3-Player (aber auch mithilfe einer CD) in Lips importieren. Dem Spiel liegen zwei hochwertige Mikrophone bei, eines in weiss, eines in schwarz. Die formschönen Dinger sind rasch und einfach angeschlossen und der Spieler kann nach wenigen Minuten seine Gesangskünste zum Besten geben. Also, singt Euch in den Pop-Star-Himmel

Lips kann mit dem Playstation-Konkurrenten SingsStar in Sachen Spielspass problemlos mithalten! Lips gefällt qualitativ durch seine tolle Optik und quantitativ punktet es dank der grossen Auswahl an Spielmodi, Liedern, Interpreten und Original-Videos. Da die Playlist der Songs zudem recht einfach erweiterbar ist und der Spieler bei Lips nicht nur singt, sondern zugleich auch noch performt , könnte SingStar vor Neid erblassen. Doch dem Einen oder Anderen könnte dieses kleine Feature auch als zu aufgesetzt rüberkommen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die, trotz Ankündigung, nicht vorhandene Spracherkennung. Dies sollte aber dem Spielspass an einem heiteren Karaoke-Abend mit Freunden keinen Abbruch tun. Die Sternenvergabe für ein Spiel dieser Art ist nicht ganz einfach: entweder man mag Karaoke, oder man hasst es. Für die, die es mögen: Lips ist seine 100 Franken absolut wert!

Gameplay

Es darf auch gerappt werden!
Es darf auch gerappt werden! © Entwickler / Publisher

Bei Lips wird nicht einfach "nur gesungen". Um wirklich grosse Highscores zu erzielen, muss der Spieler das Mikro während des Songs leicht neigen, um zusätzliche Stilpunkte zu erhalten. Die eingebauten Bewegungssensoren erhöhen den Spielspass enorm, da es nicht nur wichtig ist, die richtige Tonlage zu treffen, sondern den Titel wie ein echter Star zu performen. In den Partyspielmodi Zeitbombe oder Kuss ist eine schnelle Reaktion das A und O. Während des Singens wird zu einem gewissen Zeitpunkt auf dem Bildschirm die Richtung angezeigt, in welche das Mikrophon zu neigen ist.

Die Partyspiele sind ohnehin eine willkommene Abwechslung zum "Normal-Modus". Drei verschiedene Modi, namentlich Vocalmatadoren, Kiss und Zeitbombe stehen zur Verfügung. Vocalmatadoren ist ein, dem VS-Modus ähnlicher, Wettstreit mit einer etwas anderen Optik. Bei Kiss spielt man im Kooperationsmodus zusammen mit einem Freund. Ziel ist es, die beiden Figuren auf dem Screen einander "zu zu singen", um am Ende mit einer Kippbewegung des Mikrophons den zwei Turteltäubchen einen Kuss zu gönnen. Im Modus Zeitbombe füllt der Spieler mit gutem Gesang ein Glas Wasser auf, in welchem sich die Zündschnur einer Zeitbombe befindet. Treffen wir die falschen Töne, explodiert die Bombe und das Spiel ist zu Ende.

Sogar gepfiffen wird!
Sogar gepfiffen wird! © Entwickler / Publisher

Im Hauptmodus lassen sich ebenfalls drei Varianten spielen: Der Einzelspielermodus, der VS-Modus sowie der Co-op-Modus stehen zur Verfügung. Ausserdem kann man bei einer Stimmbänderentzündung, oder wenn einem einfach mal nicht nach Singen zumute ist, mittels eines normalen Xbox 360-Controllers den Gesang anderer mit Instrumenten, Geräuschen oder Publikumsbeiträgen begleiten und unterstützen.

Technik

Und immer wieder Duffy!
Und immer wieder Duffy! © Entwickler / Publisher

Lips überzeugt vorallem durch das tolle Design und die vielen originalen Musikvideos. Allen Modi gleich ist die Anzeige der Texte in ihrer schönen Aufmachung. Eine farbige Welle auf den Lyric-Blasen hilft dem Amateur-Sänger das richtige Tempo zu halten und die Höhe, auf der sich die Blasen befinden, geben einen Anhaltspunkt dafür, wie hoch gesungen werden sollte. Die Lyrics selbst präsentieren sich in grosser Schrift, sodass auch Textmuffel ohne weiteres ihr Karaoke zum Besten geben können.

Leider wurde, entgegen der im Vorfeld der Lancierung geäusserten Statements, nun doch keine funktionierende Spracherkennung ins Spiel integriert. Wahrscheinlich war dieser Aufwand den Producern dann doch zu gross. Daher spielt es also keine Rolle, ob man sich nun die Mühe macht, nebst den richtigen Tönen auch den korrekten Text wiederzugeben oder einfach nur die Melodie vor sich hin summt.

/ bok