Command & Conquer: Red Alert 3 (2008)

Command & Conquer: Red Alert 3 (2008)

Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
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PC-Review: Zurück in die Zukinft!

Strategiespielfreunde aufgepasst! Nach sieben langen Jahren ist ein neuer Titel der Alarmstufe Rot Reihe im Handel erhältlich. Damals kämpften wir an der Seite der Alliierten mit ihren technisch überlegenen Waffen, oder führten als Kriegsstratege die riesige Sowjetmacht gegen ihre Feinde in die (vom Waffenarsenal her gesehen) realitätsnahen Fehden. Aber die Zeiten haben sich geändert: im neuen Titel warten völlig abgefahrene und skurrile Einheiten darauf, für Euch die Schlacht zu gewinnen. Und eines sei bereits vorweggenommen: Endlich wieder ein Command & Conquer Teil, in welchem die so lang vermisste Tanja ("Komm Blechbubi, tanz mal...!") ihren Revolver wieder schwingen darf.

Angriff der Zeppeline!
Angriff der Zeppeline! © Entwickler / Publisher

Neben den altbekannten Kriegsparteien aus den Vorgängern, also den Alliierten und den Sowjets, mischt nun im dritten Teil eine neue Supermacht mit. Das aufstrebende Land der aufgehenden Sonne : Japan. Zuerst aber zur Story: Da die Sowjetunion im Krieg gegen die übermächtigen Alliierten zu zerfallen droht, reisen die Kommunisten mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1927 zurück, um Albert Einstein zu töten. Zweck: Die Amerikaner dürfen nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Dies beruht übrigens auf (teils) wahren Gegebenheiten, denn Albert Einstein hatte 1942 in einem Brief an den damaligen amerikanischen Präsidenten Roosevelt gefordert, dass die USA unbedingt vor den Nazis mit dem Bau von Atomwaffen fertig sein müssten. Nun, zurück in der (getürkten) Zukunft, befinden sich die Russen dank dem Attentat auf Einstein wieder auf demselben Niveau wie die Amerikaner und zusätzlich will nun auch das erstarkte Japan in der Weltpolitik einen festen Platz ergattern.

Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 ist zweifelsohne ein Muss für jeden Strategiespielfan, und insbesondere für Freunde der C&C-Reihe. Trotz einzelner kleiner Schwächen konnte das Spiel im Grossen und Ganzen überzeugen. Es ist ein wirklich gelungenes Echtzeit-Strategiespiel mit guter Grafik, ausgezeichnetem Soundtrack, hohem Spielspass und ist auch für Einsteiger sehr gut geeignet. Unser Fazit: Kaufempfehlung!

Gameplay

Kampf der Weltmächte!
Kampf der Weltmächte! © Entwickler / Publisher

Das Gameplay von Command & Conquer: Alarmstufe Rot ist dem des Vorgängers sehr ähnlich und zugleich einfach und ausgefeilt in der Bedienung. Die Benutzeroberfläche erinnert stark an Command & Conquer: Kanes Rache. Alte C&C-Veteranen finden sich also ohnehin rasch zurecht, aber auch für Einsteiger stellt die Befehlsführung keine Schwierigkeiten dar. Und wie von C&C gewohnt, müssen wir zuallererst einen Bauhof errichten, dafür sorgen, dass unsere Basis genügend Ressourcen bereithält, in neue Technologien investieren und, selbstverständlich: eine schlagkräftige Armee aufbauen, die unseren Gegnern das Fürchten lehren soll.

Für jede Weltmacht hält das Spiel eine ausführliche Kampagne bereit, welche je etwa ein Dutzend Missionen umfasst. Zum Einstieg führen wir die rote Armee der Sowjetunion ins Geplänkel. Die Kommunisten gelten als einsteigerfreundlich und ihre grosse Stärke liegt in der Schnelligkeit beim Aufbau der Basis, sowie der Produktion ihrer Einheiten. Mit ihnen hat man in kürzester Zeit ein riesiges Heer an Einheiten errichtet: die Materialschlacht kann also beginnen. Die Qualitäten auf Seiten der Alliierten, welche die zweite Kampagne bestreiten, liegen in ihrem kriegsstrategischen Wissen und der Entwicklung hochmoderner, technologisch überlegener Kriegsmaterialien. Japan punktet in der dritten Kampagne dagegen mit mobilen Baueinheiten und ist auf nautische Kampfeinheiten spezialisiert. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

Auch auf dem Wasser geht's zur Sache!
Auch auf dem Wasser geht's zur Sache! © Entwickler / Publisher

Nebst viel Altbewährtem, bietet C&C: Alarmstufe Rot 3 auch einige Neuerungen: Beförderungen und Auszeichnungen helfen nicht nur dem einzelnen Kämpfer, sondern die gesamte Truppe profitiert vom Erfahrungswert und sammelt dadurch Protokollpunkte. Pro Protokollpunkt darf man seine Armee dann mit einer von 15 Superwaffen aufrüsten, die dem Gegner Feuer unter dem Allerwertesten machen. Ausserdem stehen uns Co-Commander zur Seite, die wir im Kriegsgeschehen als Unterstützung anfordern können, was sich in der Praxis als eine sehr hilfreiche Option bewährt hat.

Überzeugt hat des Weiteren der Multiplayer-Modus. Was gibt es Schöneres, als sich gegen ein paar gute Kumpels über LAN als General zu versuchen. Und auch ein Miteinander im Kampagnen-Modus ist drin: die gesamte Singleplayer-Kampagne lässt sich im Mehrspielermodus durchzocken: grandios!

Technik

Das Herzstück einer jeden Basis!
Das Herzstück einer jeden Basis! © Entwickler / Publisher

Graphisch kommt C&C: Alarmstufe Rot 3 recht witzig daher: die Maps wirken zwar wenig realistisch, sie sind aber sehr bunt und schön anzusehen. Auch die Zwischensequenzen im Game finden sich an den passenden Stellen und leiten den Spieler angemessen durch die packende Story. Der Sound wird den C&C-Veteranen bekannt vorkommen: richtig, es sind teilweise die gleichen Tracks zu hören wie im Vorgänger. Auch diesbezüglich kann man den Machern von C&C: Alarmstufe Rot 3 nur ein Lob ausstellen. Die Musik zum Spiel ist sehr gut gelungen und die Soundeffekte wurden vortrefflich vertont.

Ein kleiner Wehmutstropfen bei der Technik darf aber nicht verschwiegen werden: leider lässt sich im Zoom-Modus das Kampfgeschehen nicht weiter wegzoomen. Somit geht der Überblick in hektischen Situationen schnell verloren. Und das unkoordinierte Umherirren einiger Soldaten, die in einen Engpass geschickt wurden, nervt wie schon anno dazumal. Hier wäre eine Verbesserung der automatischen Wegführung wirklich angebracht.

/ bok

Kommentare Total: 7

db

Zitat daw (2008-12-01 09:23:08)

Warum wird eigentlich bei einem so coolen Game kein DirectX 10 unterstützt?

lohnt sich wohl kaum bei dieser Comic Grafik....

daw

Warum wird eigentlich bei einem so coolen Game kein DirectX 10 unterstützt?

am

hab ich mir auch gedacht. die online registrierung merkt man kaum, und sonst negative auswüchse gibt's ja nicht wirklich....

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