SSX Blur (2007)

SSX Blur (2007)

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Wii-Review: Die spinnen ja diese Snowboarder

Für alle Skifahrer und Snowboarder, welche diese Saison wegen mangelndem Schnee zu kurz kamen, gibt es jetzt die Möglichkeit einiges nachzuholen. [publisher]Electronic Arts[/publisher] präsentiert jetzt das neue Sequel zur wohl abgefahrensten Snowboard-Simulation SSX! Zum ersten Mal besteht jetzt auch die Möglichkeit nicht nur mit Snowboards, sondern auch mit Skiern sein Unwesen auf der Piste zu treiben. Welche sonstige Neuerungen SSX Blur mit sich bringt, erfahrt ihr im Test.

Trickstyle
Trickstyle © Entwickler / Publisher

SSX Blur bietet einen ziemlich grossen Umfang. Um die Abfahrten zu geniessen stehen dem Spieler drei Hänge und insgesamt zwölf Strecken zur Verfügung. Diese können sowohl mit dem Snowboard als auch mit den Carving-Skis befahren werden. Zudem könnt ihr acht neue Charaktere freischalten und massig viele Klamotten und sonstige Ausrüstungsgegenstände.

SSX Blur ist ein sehr einsteigerfreundlicher Fun-Sport-Titel, welcher durch eine coole Optik und seine sehr einfache Steuerung Anfänger überzeugen mag. Für Profis kann der Titel sehr schnell deprimierend werden, da das Tricksystem nicht immer nachvollziehbar ist. Im Vergleich zu den älteren SSX-Titeln muss sich SSX-Blur nicht verstecken, denn es kann in allen Bewertungspunkten locker mithalten. Durch die intuitive Steuerung mittels Nunchuck und Wiimote gewinnt SSX-Blur an Sympathie. Für alle, welche diesen Winter nicht auf der Piste waren, und das Wintersport-Genre mögen, ist SSX-Blur nur zu empfehlen.

Gameplay

Zu Beginn müsst ihr euch für einen der vier Charaktere entscheiden. Diese bestehen aus altbekannten und neuen Gesichtern. Zur Auswahl stehen euch Moby und Mac, sowie die Schneehäschen Kaori und Elise. Während dem Spielen könnt ihr noch acht weitere durchgeknallte Charaktere freischalten. Wenn ihr euch für einen Polygon-Sportler entschieden habt, müsst ihr euch nur noch fürs passende Snowboard oder die passenden Skier entscheiden. Habt ihr dies getan, steht euch nichts mehr im Wege die Hänge runter zu brettern. Wie gesagt stehen dem Spieler dabei drei Hänge und insgesamt zwölf Strecken zur Verfügung. Diese sind mit Pipes, Rampen und Rails vollgestopft.

Schön durch den Powder!
Schön durch den Powder! © Entwickler / Publisher

Die Pisten sind sehr schön modelliert und bieten sehr viel Abwechslung. Dadurch, dass man auf jeder Piste verschiedene Wege fahren kann, bietet dies auch etwas Langzeitmotivation. Beim Slopestyle zum Beispiel, müsst ihr jede erdenkliche Rampe erwischen um so viele Punkte wie möglich zu machen. Dazu dienen auch die Multiplikatoren, welche euren Highscore in den Himmel schiessen lassen. Bei Rennen hingegen müsst ihr den einfachsten Weg einschlagen, denn Buckel und Rampen nehmen euch die Geschwindigkeit. Nebst Slopestyle und den Rennen gibt es noch Half-Pipe - Big Air - und Slalom-Events. Bestreitet ihr diese, könnt ihr stets weitere Turniere freischalten, und steigt auf der Weltrangliste immer weiter auf.

Um die Turniere und die Events zu gewinnen, ist es ratsam, das Tutorial durchzuspielen. Dabei erlernt ihr die Steuerung mit der Wii-Mote und dem Nunchuck. Zum beschleunigen drückt ihr den Analog-Stick nach vorne. Um zu Carven müsst ihr den Nunchuck jeweils nach links oder rechts kippen. Wenn ihr springen wollt, wird die A-Taste gedrückt gehalten bis zum gewünschten Absprungmoment, und dann losgelassen. Je länger dabei die A-Taste gedrückt wird, desto höher springt euer Charakter. Die Grundsteuerung ist sehr simpel und intuitiv ausgefallen. Bei der Tricksteuerung geht es hingegen ziemlich unkontrolliert und hektisch zu und her. Wenn der Nunchuck-Controller nach vorne und hinten geneigt wird, macht euer Boarder Grabs. Schüttelt ihr den Controller werden Flips vollführt, und wenn ihr ihn nach links und rechts kippt ergeben sich Spins.

Hoch hinaus!
Hoch hinaus! © Entwickler / Publisher

Für Neulinge ist der Einstieg ins Trickreich sehr einfach, denn schon mit wenigen Bewegungen werden beeindruckende Sprünge vollführt. Für Profis ist das vereinfachte Tricksystem eher frustrierend. Es ist fast unmöglich die verschiedenen Tricks durch die Bewegungen auseinanderzuhalten. Wie bei den älteren SSX-Titeln, gibt es auch hier eine Belohnung für gestandene Tricks. Ihr besitzt eine Energieleiste welche sich durch gestandene Tricks auffüllt. Mit der Z-Taste könnt ihr diesen Boost aktivieren, oder ihr versucht einen Übertrick. Dies sind Mega-Stunts, welche durch das Drücken der A-Taste und das Zeichnen eines Buchstabens mittels Nunchuck vollführt. Die Sprungkraft, der Boost und der Highspeed eures Charakters kann während dem Spielverlauf verbessert werden. Durch das Gewinnen von Events und Turnieren bekommt ihr Fertigkeitspunkte, welche ihr euerem Charakter zuweisen könnt. Zudem erhaltet ihr neue Skier, Boards, Anzüge, Bindungen, Schuhe usw. Natürlich bietet SSX Blur auch einen Multiplayer-Modus. Dieser besticht durch coole Splitscreen-Rennen mit einem weiteren Mitspieler.

Technik

Grafisch macht SSX Blur einen sehr soliden Eindruck. Schöne Schneeeffekte, Lichtbrechungen und detailreiche Strecken lassen die kleinen Ruckler nicht negativ auffallen. Die Steuerung ist wie gesagt, sehr einsteigerfreundlich. Die Tricks werden schnell erlernt und nach ca. 15 Minuten, steuert man seinen Charakter schon sicher die Hänge hinunter. Soundtechnisch bietet SSX Blur jedoch wenig. Ein nerviger Kommentator unterbricht oftmals die unbekannten Songs. Zudem gibt es für den Wintersport-Titel keine deutsche Ausgabe. Die abwechslungsreichen Events und die durchgeknallten Charaktermodelle lassen den Fun-Sportler flippig und cool wirken. Durch den grossen Umfang von zwölf Strecken, verschiedensten Boards, Skis und vielen Events wird SSX Blur für Fans zum Dauerbrenner.

/ rf