Virtua Fighter 5 (2006)

Virtua Fighter 5 (2006)

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PS3-Review: Lasst die Fäuste sprechen

Hits don't lie!
Hits don't lie!

Sega prügelt sich wieder! Pünktlich zum europäischen Launch der PS3, erscheint auch der Beat'em Up Klassiker Virtua Fighter in einer neuen Auflage. Mit sattem Full HD Support und einem optimierten Kampfsystem geht es in die fünfte Runde, und nach dem enormen Erfolg der PS3 Version, war eine Umsetzung zugunsten XBOX 360 Spieler nur eine Frage der Zeit.

Vitua Fighter 5 bietet dem Spieler auf den ersten Blick die gewohnten Spielmodi. Darunter befindet sich unter anderem ein Arcade-, Versus- und Trainingsmodus. Das Herzstück des Spiels stellt allerdings der Quest Mode dar, in welchem ihr durch die ganze Welt reist und an Kampfturnieren zahlreiche Gegner verkloppt. Auf eurer Weltkarte sind verschiedene Spielhallen aufgeführt, die ihr nach und nach bereisen könnt, um dort gegen andere Spieler antreten zu können. Dabei unterscheiden sich eure Gegner zwischen miesen Schwächlingen, die mit einfachen Kombos ins Jenseits befördert werden können und knallharten Profis, die richtig einstecken können und kaum zu besiegen sind. Habt ihr jeweils einen Kampf erfolgreich gemeistert, erhaltet ihr Geld, womit ihr eurem Charakter neue Items besorgen könnt. Leider dauert es Ewigkeiten, bis man die ersten ordentlichen Gimmicks erhält und genug Kohle auf dem Konto liegt, um einen umfangreichen Shopping-Ausflug zu machen. Darin besteht auf der anderen Seite jedoch eine gewisse Langzeitmotivation für Profispieler. Diese müssen so oder so ziemlich lange vor ihrer Konsole sitzen um richtig gut zu werden, und somit verdienen sie auch richtigen Batzen Geld.

Virtua Fighter 5 reiht sich nahtlos in die erfolgreiche VF Serie ein. Ein Vergleich zu Genre Konkurrenten wie Tekken ist schwierig, da Segas Titel in Sachen Gameplay schon fast in einer eigenen Liga spielt. Für wahre Hardcore-Fans dürfte die Entscheidung aber ohnehin wie gewohnt schon im Vorfeld auf Virtua Fighter oder Tekken fallen. An diesem Titel stimmt einfach alles, und ist eines der attraktivsten Launch Spiele für die Playstation 3.

Gameplay

Schöner Schauplatz
Schöner Schauplatz

Wie gewohnt gehört VF5 zu der Sorte Prügelspiele, die nicht in ein, zwei Stunden beherrscht werden können. Während in Titeln wie DOA einfaches Button Mashing genügt um eure Gegner auf die Matte zu schicken, gestaltet sich ein Sieg in VF5 wesentlich schwieriger. Jeder Kämpfer verfügt über unzählige Moves, die über eine bestimmte Tasten Kombination aktiviert werden und je nach Lust und Laune zu verheerenden Kombos zusammengelegt werden können. Doch gerade diese Disziplin erfordert sehr viel Geschick und Geduld, da die Kombos oft einer ziemlich komplexen Tastenkombination unterstehen, die erst nach mehrmaligem Üben souverän ausgeführt werden kann.

Allerdings ist im Vergleich mit vorherigen VF Titeln zu sagen, das Virtua Fighter 5 wesentlich fairer geworden ist. Das Spielprinzip ist zwar nicht allzu schwer zu erlernen, dafür umso schwerer zu meistern. Verabschieden sich blutige Anfänger von sinnlosen Button Mashing, werden sie schnell erste Erfolge verbuchen können, auch gegen erfahrene Spieler. Allgemein präsentiert sich Virtua Fighter eher als eine Simulation als ein Arcade Beat'em Up, dies erfahrt der Spieler auch am Kampftempo, hier legen Konkurrenztitel wie DOA oder Tekken deutlich einen Zacken zu.

Die KI eurer Gegner ist ziemlich gut ausgefallen, es ist beispielsweise nicht mehr möglich die immer gleiche Kombination an euren Gegnern auszuführen, ohne mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen zu müssen. Gewinnt ihr im Quest Modus immer mehr Kämpfe, werdet ihr vom Computer automatisch höher eingestuft, und seht euch schon bald, viel fähigeren Gegnern gegenüber, die oftmals unbezwingbar scheinen. Der hohe Schwierigkeitsgrad, stellt vor allem für erfahrene Spieler einen guten Grund zum mehrfach Durchspielen dar.

Eine weitere Neuerung im fünften Teil der Kampfsport Saga sind 2 brandneue Charaktere, Eileen und El Blaze. Während der Mexikaner El Blaze mit flotten Libre-Wrestling-Moves überrascht, kämpft sich Eileen ihren Weg mit Monkey-Kung-Fu durchs Spiel. Beide Charaktere sind den Entwicklern gut gelungen, und fügen sich nahtlos ins bereits bekannte und bunt gemischte Kämpfer Ensemble ein.

Multiplayer

High-Tech Angriff
High-Tech Angriff

Leider bietet VF5 den Online Freunden keine Möglichkeit sich mit anderen Spielern aus aller Welt via Internet zu messen. Da bleibt ehrgeizigen Spielern nur das Verprügeln der eigenen Freunde und Familie. Im Versus Modus können maximal zwei Spieler gegeneinander antreten, und sich gegenseitig den Hintern versohlen. Dieser Modus ist wie bei jedem Prügelspiel sicherlich der spassigste, denn zu zweit macht einfach alles mehr Spass. Doch Achtung auch die besten Freundschaften können an zu viel Ehrgeiz im Kampf scheitern!

Technik

And that a hero can safe us...
And that a hero can safe us...

Virtua Fighter 5 sieht wirklich verdammt gut aus. In voller HD Auflösung lässt sich jedes noch so kleine Detail der Kämpfer und der Arenen erkennen. Ein grosses Lob geht auch an die überaus flüssigen, und real wirkenden Bewegungen der Kämpfer. Stundenlang könnte man von der hervorragenden Grafik schwärmen, allerdings sollte man auch bei diesem Next-Gen Spiel, das an gewissen Stellen übertriebene Bump Mapping erwähnen. Dies lässt die Charaktere zum Teil wie Plastik Figuren aussehen, und wirkt nicht wirklich realistisch. Aber nichts desto Trotz ist VF5 das grafisch beste Launchspiel für die PS 3, und zeigt das Potential, dass in dieser schwarzen Kiste steckt.

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