Company of Heroes (2006)

Company of Heroes (2006)

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PC-Review: Danke Amerika

Krauts!!
Krauts!! © Entwickler / Publisher

D-Day. Normandieküste. Die Alliierten versuchen Europas Festland zurück zu erobern. Eigentlich könnte man das Ganze in einem Geschichtsbuch nachlesen. Aber bei Company of Heroes macht's einfach mehr Spass. Die einzelnen Schritte der Invasion werden nachgespielt. Ob es nun darum geht die Küste zu stürmen, die eigentliche Invasion vorzubereiten oder die Versorgungswege aufrecht zu erhalten. Company of Heroes lädt zur Zeitreise ein und dieser Einladung sollte man Folge leisten.

Ich frage mich manchmal wie viele Games noch vom Zweiten Weltkrieg handeln werden. Es gibt schon Unzählige davon. Da stört eines mehr oder weniger auch nicht. Für Company of Heroes kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass sich der Kauf durchaus lohnen kann. Denn auch wenn der Inhalt nichts Neues ist, finde ich die Umsetzung durchaus gelungen.

Gameplay

Da der Inhalt der Missionen nicht allzu grosse Freiräume lässt, versucht Company of Heroes mit vielen Zwischensequenzen den Spieler bei Laune zu halten. So können die Missionen auch packender gestaltet und Einblicke in die Situation der Soldaten gewährt werden.

Die Missionen sind abwechslungsreich und stellen auch eine gewisse Herausforderung an den Gamer der ziemlich schnell mit den vielen Features der Truppen vertraut werden muss, um die gegeben Ziele zu erreichen. Mit dem Tutorial werden die gröbsten Befehle erklärt und man lernt die Standart-Keys von Strategiegames kennen. Dazu kann noch im Modus "Skirmish" eine individualisierte Schlacht eingestellt und gespielt werden. Nützlich ist die zu 360° schwenkbare Kamera um so das Schlachtfeld besser überblicken zu können.

Feuer frei!
Feuer frei! © Entwickler / Publisher

Die eigentlichen Helden gibt's mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Die Ingenieure sorgen für die Gebäude, Stützpunkte, Reparaturen und was sonst noch gebaut werden kann. Will man sie an der Front einsetzten sollte das Upgrade für die Flammenwerfer besser angeklickt werden. Sieht nicht nur heiss aus, ist auch ziemlich nützlich. Ingenieure bilden jeweils eine Truppe à drei Soldaten. Fallschirmspringer oder Infanteristen gehen nur zu sechst in den Tod und sie sorgen mit Handgranaten und Sattelsprengladungen für den nötigen "Esprit" auf dem Schlachtfeld. Schweres Geschütz wird ihnen mit dem Upgrade verschaffen oder mit herumliegenden Waffen, die aufgenommen werden können.

Weitere Bodentruppen sind mit Maschinengewehre und Anti-Panzerkanonen ausgerüstet. Im Alleingang kommt der Scharfschütze daher, mit seinem Tarnungs-Upgrade. Jeeps, Panzer, Zweiräder... die motorisierten Einheiten können verschieden ausgerüstet und mit Upgrades noch fataler gestaltet werden. Dazu kommen noch verschieden Fähigkeiten die während des Spiels mittels Erfahrungspunkte freigeschaltet werden können, wie z.B. den "Artillerie Strike".

Leider gibt's im Leben nichts umsonst. Um den Deutschen richtig einheizen zu können, ist es eine Notwendigkeit Gebiete auf der Karte zu erobern, um mit Ressourcen versorgt zu werden. Die "Manpower" wächst mit der eroberten Fläche. Munition und Benzin liefern die eroberten Gebiete, die diese Ressourcen enthalten. Die Minimap enthält die nötigen Informationen. Die oben erwähnte Kamera erleichtert das Spiel in den brenzligen Situationen, vor allem weil die Mission pausiert werden kann und somit die Möglichkeit besteht, seine Truppen zu kontrollieren. Grosse Neuerungen enthält Company of Heroes in dieser Hinsicht nicht.

Multiplayer

Nach dem Download des Online-Patch kann auch im Internet gezockt werden. Natürlich nur wenn man den entsprechenden Account schon hat. Wie auch in anderen Strategiespielen wird hier gegen 1, 3, 5 oder sogar 7 Spieler um den Sieg gerungen. Je nach Einstellungen muss man den gegnerischen Stützpunkt einnehmen oder gewisse Ziele erreichen.

Technik

Grabenkampf
Grabenkampf © Entwickler / Publisher

Die Grafik fordert einiges an Rechenpower aber die Belohnung sind haarscharfe Texturen und hervorragende Bilder mit Schatten, Reflexionen und was man sonst noch so begehren mag. Das Einstellungsmenü bietet auch viele Möglichkeiten das Aussehen gezielt zu beeinflussen oder man überlässt die Einstellung ganz einfach dem Spiel. Der Sound ist zufriedenstellend, die Truppen antworten mit kurzweiligen Sprüchen, manchmal wünscht man sich mehr Hintergrundmusik, aber im Grunde werden die wichtigsten Bedürfnisse befriedigt.

/ gek