The Devil wears Prada (2006)
Der Teufel trägt Prada
Die Schweizer Premiere in Zürich
Sie täpplen durchs Parkhaus. Sie nennen ein auf ihr Kostüm abgestimmtes Handtäschchen ihr Eigen. Sie sind morgens bereits perfekt geschminkt und besprüht. Sie kommen, um uns Männern zu verwirren. Sie sind Models. Und wenn The Devils wears Prada zur Vorpremiere lädt, dann reichen auch ein paar wenige Stündchen Schönheitsschlaf, um sogar an einem Sonntagmorgen gut auszusehen.
Ja, genau. Dietlikon hatte an diesem Sonntag nicht nur ein geöffnetes Möbelhaus zu bieten, sondern die erste Sichtung eines Filmes, der die Modewelt auf die Schippe nehmen und der Annabelle-Leser(-innen) aufzeigen soll, was für ein brutales, oberflächliches und trotzdem witziges Metier die Modewelt präsentiert. Doch bevor schliesslich all die Damen und ihre (mitgeschleiften) Herren den Kinosaal betreten konnten, gabs noch was für den Magen. Denn wenn ein Frühstück (auf dem Flyer) und ein Apéro (auf dem Ticket) kombiniert werden, dann bedeutet das Thon-Mousse in Knusperschälchen, Poulet-Sticks und Melonen. Dazwischen Trauben, Orangensaft und sonstige Knabbereien - s'war fein. Damit auch diejenigen, die noch vor dem Mittagstisch etwas Stärkeres brauchen, nicht schlapp machen, wurde ausserdem eine Bar aufgestellt, an der so manches Mixgetränk seinen Abnehmer fand.
Lecker waren die Schlemmereien, interessant die Plaudereien und ein bisschen enttäuschend dann die Nachricht, dass die angekündigte Modeschau doch nicht stattfinden würde. Jänu, dafür war Mona Vetsch hautnah dabei, Philipp Roussell (bekannt aus Mannezimmer) hatte seine Freude am Buffet, welches Friedo nur noch spärlich bedeckt vorfand und dies mit "Ou, jetzt händs scho alles plündered" kommentierte.
Danach strömte die Meute von modeverrückten Premierenbesuchern in den Kinosaal, wo ein rosa (!) Kartontäschchen voller Popcorn auf die Verputzer wartete und es dann auch bald mal abdunkelte: The Devil wears Prada feierte seine Vorpremiere. Etwa 110 Minuten später war der Tenor im Publikum durchwachsen. Während einige vom "besten Film den ich seit langem gesehen habe" sprachen, konnten andere das soeben Gesehene mit "war ganz okay" abtun.



