Das Zurich Film Festival expandiert
Mehr Kinosäle. Längere Dauer. Stutz von der Stadt. Dem Zurich Film Festival geht's gut.

Die erste Ausgabe des Zurich Film Festivals fand Arthouse-König This Brunner noch nicht ganz "durchdacht". Bei der zweiten sass der Kulturmanager bereits in der Jury. Und während der kommenden dritten Auflage stellt er nun seine Säle für Vorführungen zur Verfügung. Nur ein Zeichen, dass es aufwärts geht mit dem Zurich Film Festival. Denn dies bedeutet nichts geringeres, als dass es die Organisatoren um Karl Spoerri geschafft haben, zwei Kinobetreiber, die sich das ganze Jahr über nicht viel zu sagen haben, an ein und demselben Strick reissen zu lassen.
Statt nur Kinos der Kitag zu bespielen, kommen in diesem Herbst auch die Säle Alba und Le Paris zum Zug. Dazu gesellen sich das bereits ZFF-erprobte Frosch und das Capitol. So entsteht für das Festival eine Kinomeile, die sich vom Central bis zum Stadelhoferplatz der ganzen Limmat entlang zieht. Mit einem grosse Zelt als Festivalzentrum beim Rathausplatz.
Aber es bleibt nicht nur bei mehr Platz. Auch mehr Zeit für die Projektionen möchte man sich geben. So dauert das Filmfestival ab diesem Herbst endlich auch gleich lang wie ein richtiges Festival in Cannes und so: nämlich volle zehn Tage.
Nicht ganz so an die grosse Glocke gehängt wird hingegen, dass die Stadt Zürich nun auch ihre Schatullen öffnet, um das Zürcher Festival zu unterstützen. Vorerst erst mit 10'000 Fr., was in Anbetracht des Millionenbudgets des Anlasses nur ein Klacks ist. Aber wie man bei This Brunner sieht, kann eine Meinung über die Jahre auch revidiert werden.
Quelle: Zurich Film Festival
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