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Basic Instinct 2 oder: No Sex, please. We're british!


Vierzehn Jahre ist es nun auch schon wieder her, seit dem blutigsten Coitus Interruptus aller Zeiten. Paul Verhoevens Erotik-Thriller Basic Instinct machte Sharon Stone zum Star und sie avancierte trotz Pickel zur erotischsten Massenvernichtungswaffe der 90er Jahre. Gerade als Teenager im zarten Alter von vierzehn Jahren konnte man sich der Faszination des Films nicht entziehen. Freie Sicht auf die Genitalien und Bart Simpson als Schlüsselanhänger waren in jener Zeit in etwa gleich interessant. Damals, während der Epoche der VHS-Kassette, wussten auf dem Pausenplatz fast alle Jungs, bis zu welcher Anzeige des Zählwerks man spulen musste, um die fidelsten Szenen zu erhaschen. Mit der Erweiterung des filmischen Horizonts erkannte man später auch die schicke Hommage an die Werke Hitchcocks, allen voran Vertigo. Mit gefestigten Englischkenntnissen lernte man, noch ein bisschen später, auch die gewieften Dialoge von Joe Eszterhas zu schätzen. Die Mutter aller Erotikthriller war vielleicht kein Meisterwerk, bot aber trotzdem schlauere Unterhaltung als der grosse Rest des Genres.

Vom Sequel, welches nun nach langem Schmoren in der Development Hell trotzdem noch in die Kinos kommt, kann man das leider nicht mehr behaupten. In erster Linie ist der Film unnötig, sieht man vielleicht mal davon ab, dass man wissen möchte, wie gut die nackte Frau Stone mit ihren gegen fünfzig Lenzen noch aussieht. Die Antwort: Gar nicht mal so schlecht - für eine so alte Frau. Der Blick auf ihre Schambehaarung ist uns dieses Mal zwar vergönnt, aber was sie zeigt, ist bestens konserviert. Wie sehr da nachgeholfen werden musste, wissen nur die plastischen Chirurgen und die Mitarbeiter der Digitaleffekt-Abteilung. Alles sitzt perfekt, bis auf ihre Frisuren, die wirken, als hätte Sharon Stone Geld gespart, in dem sie Modell sass für einen Coiffeur-Lehrling vor der LAP.

Sharon hat trotzdem einen Stone im Brett. Sie bekam einen "Play or Pay"-Vertrag, wäre also auch entlöhnt worden, wenn der Film nie das Lichts des Projektors gesehen hätte. Nun dreht sich alles um sie. Der Film wirkt manchmal wie eine Modenschau für die Hauptdarstellerin, mit seltsamer Wirkung bei einem Film, den man sich vor allem der nackten Haut wegen anschaut. Bei der Auswahl ihres männlichten Gegenübers hatte sie auch Mitspracherecht, was rege für missliebige Absagen genutzt wurde. Unter anderem war ihr Benjamin Bratt nicht genehm. Es wurde schlussendlich ein gewisser David Morrissey, der als Detlev Bucks Bruder durchgehen könnte, und ziemlich blass bleibt. Auch bessere Mimen wie Charlotte Rampling oder David Thewlis müssen in der konfusen Story nie ihr Potential gänzlich abrufen.

Das Original war gewagt. Ein gestandener Star wie Michael Douglas praktizierte darin Cunnilingus. Der Vorgänger war auch spannend und bis in die weiblichen Nebenrollen noch sexy besetzt. In Basic Instinct 2 wird zwar ständig Bezug aufs Original genommen, ohne aber dessen Klasse zu erreichen. Zigirauch hier, Beine gespreizt da sorgt nicht automatisch für erotisches Knistern. Zumal der flotte Dreier, von dem im Internet schon Bilder kursieren, fehlt und die Orgie im Soho-Puff gekürzt wurde. Was übrig blieb, ist ein Psychothriller wie viele andere, der auch noch ein völlig absurdes Ende nimmt. Die männliche Hauptfigur als Hommage an den Vorgängerfilm Michael Glass zu nennen, war leider nicht der einzige phantasielose Einfall der Drehbuchautoren.

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rm's Wertung: 2 Sterne

http://www.basicinstinct2.net/

Die Site liefert alles, was da so fehlt im fertigen Film.

Die Edf-Fassung, die letzte Woche der Presse gezeigt wurde, hatte z.B. keinen Dreier und die Orgie war weniger ausschweifend. Die Gürtelwürg-Szene dauert dafür länger. Mit Szene mit der Brokeback Mountain Melodie kommt mir auch nicht sehr bekannt vor. Da verwirrt mich aber vielleicht ebendiese Melodie.

rm's Wertung: 2.0 Sterne

überraschung an den US-Kinokassen...


Der Film ist gefloppt und ist am Startweekend nur auf dem peinlichen 9. Rang der Box-Office-Charts eingestiegen. Ausserdem hagelts böse und schlechte Kritiken. Ob der Stone dafür ein paar mehr Chopard-Klunker versprochen wurden, ist nicht bekannt.

Auf Platz 1 kam übrigens, ebenso "überraschend", Ice Age 2.

muri's Wertung: 1.0 Sterne

könnte ja sein dass die "swiss-re gurke" einen erotisierenden touch davon behält ;) http://www.skyscraperphotos.com/gif/ssc_contest/january_04_01.jpg

papp's Wertung: 1.0 Sterne

Zitat papp (2006-04-02 18:12:13)

könnte ja sein dass die "swiss-re gurke" einen erotisierenden touch davon behält ;) http://www.skyscraperphotos.com/gif/ssc_contest/january_04_01.jpg

vibriert die auch? Oder nur bei Erdbeben....;)

muri's Wertung: 1.0 Sterne

Zitat papp (2006-04-02 18:12:13)

könnte ja sein dass die "swiss-re gurke" einen erotisierenden touch davon behält ;) http://www.skyscraperphotos.com/gif/ssc_contest/january_04_01.jpg


Eine wirklich sexy Film über Menschen, die in der Swiss Re Gurke arbeiten, hatten wir dieses Jahr schon.

http://outnow.ch/Movies/2005/MatchPoint/

rm's Wertung: 2.0 Sterne

Kompliment rm!! Hast ne tolle Schreibe in dein review gepackt. Die Reminiszenz an den Pausenhof ist herrlich witzig und gleichzeitig erschreckend, wenn man bedenkt, wie schnell die Zeit vergeht :o.

BI 1 ist ja echt gut (v.a. das gesamte Cast vermag zu überzeugen). Teil 2 scheint wohl nur auf der Oberfläche erotisch zu sein und muss wohl für eine Extrarunde für Frau Stone herhalten (die ihr ja durchaus gegönnt sei). Sind zwar alles bloss Vermutungen, aber BI 2 vermag im Vorfeld nicht zu begeistern oder sonstwie Emotionen zu wecken.

schmoov's Wertung: Noch nicht bewertet

selten so eine einhellige kritik im forum gelesen. der film ist alles andere als ein erotik-thriller. selbst mit dem vergrösserungsglas findet sich keine spur von spannung oder erotik. mag die gute sharon ihre rolle noch so gut gespielt haben, für einen 2. teil reicht die faszination nicht aus. sehr bald fing ich an, mich ab dieser catherine tramell zu nerven und die story entglitt mir noch früher aus der hand. mag sie ihre filmpartner reihenweise manipuliert haben, meine blieben ausserhalb ihrer reichweite. basic instinct 2 ist eine sinnlose sache.

lafrecciablu's Wertung: 2.0 Sterne

Kein Sex, keine Spannung, nur wenig nackte Frau Stone und ein Hauptdarsteller, der dem Wort "Steiff" eine neue Bedeutung gibt.

Nö, das war nix. Der Film ist grottenlangweilig und die schlussendliche Auflösung ist sowas von banal, dass es eigentlich genügen würde, wenn man 15 Minuten vor Schluss in den Saal schleicht, die Auflösung sieht und dann wieder abzottelt.

Die Stone sieht zwar immer noch ansprechend aus, muss hier aber von der ersten Sekunde an das dauergeile Biest mimen, das in jedem zweiten Satz zweideutige Bemerkungen macht und somit bereits am Start des Filmes jedem Zuschauer eintrichtert "Hei ich bin dauergeil und treibs mit jedem Typen von Soho bis London Bridge".

Ausserdem ist bereits nach dem ersten Zusammentreffen der beiden Protagonisten klar, wer schlussendlich wem unterlegen ist. Kein Vergleich zum Original.

Schön gestylt ist die Stone, trägt teure Kleider, reisst aber niemanden vom Sitz. Der Eindösfaktor wird eigentlich nur durch die Neugier auf Sharons nächste Brust-Szene vertrieben. Doch die Szenen sind, wie erwähnt, leider nur sehr sehr selten und von Erotik ist da wenig zu spüren.

muri's Wertung: 1.0 Sterne


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