The Boat That Rocked (2009)
Radio Rock Revolution
Interview mit Richard Curtis und Tom Sturridge
Am 16. April läuft Richard Curtis neustes Filmwerk The boat that rocked in den Schweizer Kinos an. OutNow.CH hat Richard Curtis und den jüngsten Schauspieler im Film Tom Sturridge (23-jährig) im 5-Sterne Hotel „Baur Au Lac“ in Zürich getroffen, um mit ihnen über ihren aktuellen Film zu sprechen. Tom kam im bequemen Look mit Käppchen, Karo-Hemd und lockeren Jeans, Herr Curtis kam im englischen Stil mit Manchester Hosen und unauffälligem Pullover. Die Atmosphäre war sehr entspannt und locker, die beiden Interviewten waren bester Laune und ihre Antworten waren so voller englischem Humor, dass sehr viel gelacht werden konnte.
OutNow.CH (ON): Was können die Leute von deinem neuen Film The Boat that rocked erwarten?
Richard Curtis (RC): Ich hoffe, die Leute verlassen das Kino nach dem Film in einem glücklichen Zustand, nachdem sie fantastische Pop-Musik gehört haben und von den Szenen, die aufzeigen sollen, wie wichtig Freundschaft ist, beflügelt sind.
ON: War es nicht schwierig, die Songs für den Film auszuwählen?
RC: Es war ein langer Prozess. Insgesamt haben es zehn Songs in den Film geschafft. Für mich war sofort klar, dass der Film mit "All Day and All of the Night" von den Kinks anfangen soll, aber die anderen Songs wurden vorzu mit Hilfe des Musikverantwortlichen den verschiedenen Szenen angepasst.
ON: Hörst du privat nach wie vor Rock 'n' Roll?
RC: Ich höre die Musik nach wie vor wie ein Besessener (Gelächter).
ON: Würdest du gerne in der Zeit zurückgehen und nochmals die 60er erleben?
RC: Nein, ich bin froh, in der jetzigen Zeit leben zu dürfen. Ich liebe die heutige Musik. Ich finde es gibt zurzeit viel interessante und wunderbare Musik zu hören. Das letzte Album, dass mir komplett gefallen hat, war dasjenige der Band "Glasvegas" oder wegen meiner Tochter höre ich Lieder von Taylor Swift. Bruce Springsteen darf ich natürlich nicht vergessen.
ON: Was für Musik hörst du zur Zeit Tom?
Tom Sturridge (TS): Bob Morrison ist mein absoluter Favorit. Ich höre seine Lieder jeden Tag. Zudem bin ich ein grosser "Bloc Party"-Fan. Ich kenne den Sänger persönlich und verpasse kein Konzert von ihnen in meiner Stadt.
ON: Gaben die anderen Schauspieler auf dem Boot dir irgendwelche Ratschläge mit auf den Weg für deine weitere Filmkarriere?
TS: Mit Rauchen anfangen (Gelächter). Es wurde viel geraucht auf dem Set. Ich habe insofern nichts fürs Schauspielern gelernt, sondern viel mehr, wie man sich als Mensch aufführen sollte. Ich habe gelernt wie man Menschen behandeln sollte, und wie man gut ist zu jemandem.
ON: Habt ihr ein Rezept um nicht seekrank zu werden?
Beide: Wir wurden einfach nicht krank. Aber einige Mädchen wurden krank (Gelächter). Ihr dürft uns aber nicht falsch verstehen, die Mädchen waren die Einzigen, die von einem kleineren Boot aus aufs grössere Boot reisten und davon wurde ihnen ganz schwindlig.
ON: Hat sich für dich ein Bubentraum erfüllt mit dem Untergehen lassen des Boots?
RC: Es war sehr schwer, die Szene des untergehenden Bootes zu drehen. Einmal drehten wir die Szene im Studio, zweimal draussen auf hoher See in sehr kalten Nächten und danach verbrachten wir viele Stunden am Computer.
ON: Woher konntest du alle diese Frauen organisieren, die sich im grossen Raum nackt um Schauspieler Tom Wisdom räkeln?
RC: Ich weiss auch nicht, woher die Frauen herkamen, aber ich wünschte ich wüsste es. (Gelächter) Es war ein sehr lustiger Drehtag damals und wir Männer hatten alle respektvoll zu sein gegenüber den Frauen, deshalb übten wir die Szene so, dass sie alle BH und Slips noch an behielten. Jimmy Hendrix' Album Cover war die Inspiration zur Filmszene.
ON: Viele Leute reden davon, dass du Tom, neben Robert Pattinson, zur nächsten "Teen Idol"-Generation gehören wirst. Was hältst du davon?
TS: Gar nichts (Gelächter). Robert Pattinson ist mein bester Freund, ich sehe ihn fast jeden Tag. Er ist jetzt sehr bekannt geworden, aber es hat sich nichts verändert in seinem Leben. Leute reden über ihn in Magazinen und im Fernsehen oder stellen ihm Fragen, aber auf der Strasse wird er nicht erkannt oder von kreischenden Fans verfolgt.




