Fast & Furious (2009)

Interview mit Jordana Brewster

Jordana Brewster

Jordana Brewster

Das nun folgende Interview-Teil ist eine Premiere für OutNow.CH. Wir hatten zwar auch schon die Videokamera mitgenommen, wenn's ums Promi-Interviewen ging. Aber das war jeweils die eigene und das Gegenüber eher überrascht, dass es auch noch gefilmt werden sollte. Visuelle Bruchstücke dieser Schandtaten der Vergangenheit sind im OutNow.CH-Archiv noch zu finden: Mit Bully zum Beispiel oder mit Alfred Molina.

Für ein Mega-Babe wie Jordana Brewster, die für den vierten Teil der Fast and Furious-Reihe die Rolle der Mia Toretto nochmals übernimmt, musste es schon etwas gediegener zu und her gehen. Deshalb wurde ein hochprofessionelles 1-zu-1-Interview hochgezogen - mit Profis an der Kamera, gut ausgeleuchteten Polsterstühlen und kurzer Visite der interviewten Dame beim persönlichen Stylisten zwischen den sechsminütigen Gesprächen. Also ziemlich genau das, was man als Mini-Clip so kennt aus Web und Fernsehen. Diesmal einfach mit Fragen courtesy of rm.

Im Folgenden das Interview auf Deutsch, für alle, die Jordanas Englisch aus dem Video nicht ganz so gut verstehen. Alle anderen klicken auf den Play-Knopf.

© OutNow.CH


OutNow.CH (ON): Acht Jahre sind ins Land gezogen seit The Fast and the Furious. Was hat Dich erneut zur dieser Geschichte hingezogen?

Die F&F Originalteile

Die F&F Originalteile

Jordana Brewster (JB): Ich wollte zurückkehren, weil ich die anderen Schauspieler im Film mag, und weil ich erneut mit Justin Lin (dem Regisseur) zusammenarbeiten durfte, mit dem ich schon Annapolis drehte. Teil 1 hat all unsere Karrieren in die Gänge gebracht. Ich wäre auch schon gerne bei Teil 2 dabei gewesen, aber ohne Dom machte es nicht viel Sinn, seine Schwester zu zeigen. Ich packte die Chance also beim Schopf, sobald ich das erste Mal vom Projekt hörte.

ON: Hast du das Gefühl, die Geschichte aus Teil 1 wurde noch nicht zu Ende erzählt?

JB: Filme mit offenem Ende lassen dem Publikum Raum für Interpretationen. Daraus lässt sich Kapital schlagen. Natürlich mussten wir den Film nicht drehen, aber ich denke, speziell Vin Diesel war schnell davon überzeugt, dass die Leute Lust auf mehr hatten, als er sich deren Reaktionen auf seinen Auftritt in Tokio Drift bewusst wurde.

ON: Es ist ein Männerfilm. Was gefällt einer Frau wie dir an solchen Filmen?

JB: Ich war positiv überrascht, als ich den Film zum ersten Mal sah. Ich war mir nicht bewusst, wie gut Vin und Paul sich gegeneinander ausspielen. Es macht Spass, ihren Hahnenkämpfen zuzusehen. Das ist das erste, das mir gefällt. Zweitens finde ich die Love Story, den emotionalen Kern, den Sinn für Familie und Werte im spannend. Und ich mag auch die Action-Szenen. Die rocken!

ON: Mia Toretto ist das gute Mädchen im Film und bringt die Gefühle in die Geschichte, indem sie sich um ihren Bruder Dominik sorgt und Ex-Freund Brian ins Gewissen redet.

Jordana früher - Ein Mauerblümchen?

Jordana früher - Ein Mauerblümchen?

JB: Im ersten Teil war ich noch ein bisschen mehr das Mauerblümchen. Es war Justin sehr wichtig, dass die Frauen im Film stark waren. Er wollte auf keinen Fall hysterische Frauen. Deshalb ist Mia gut, geradlinig und stark. Sie musste für sich selber kämpfen die letzten sechs bis acht Jahre, und sie wurde von Brian hintergangen. Es macht Spass, zwischen all dem Testosteron und der Action das Girlie-Girl zu spielen und die emotionalen Szenen zu haben. Falls es aber noch einen Teil geben würde, hätte ich gerne ein paar Stunts mehr. Das sieht einfach geil aus. Michelles Szene zu Beginn des Films ist schlicht unglaublich.

ON: Am Schluss des Films darfst auch du noch blochen. Bist du eine gute Autofahrerin?

JB: Nein. Mein Auto hat vorne und hinten Sensoren, damit ich nirgends reinfahre, und es ist auch sehr verbeult. Ich bin keine gute Fahrerin.

ON: Wenn ich darf, dann frag ich dich auch noch über Chuck aus. Die Fernseh-Serie läuft im deutschen Sprachraum noch nicht. Aber du hast eine Rolle in der zweiten Staffel ergattert.

JB: Ich spiele eine Wissenschafterin namens Jill. Sie war am College auch Chucks erste grosse Liebe. Als sie wieder in Chucks Leben tritt, ist nicht ganz klar, ob sie nun gut oder böse ist. Es war eine sehr spassige Erfahrung, bei dieser Show mitzuwirken.

ON: Was sind deine nächsten Projekte?

JB: Ich weiss es noch nicht. Schauen wir mal, wie dieser Film sich schlägt, und dann find ich dann schon was Gutes.

ON: Dein Mann ist Horrorfilmproduzent? Wird man dich mal wieder in einem seiner Filme sehen?

JB: Wir haben uns am Set von The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning getroffen. Er arbeitet gerade am Remake von A Nightmare on Elm Street. Ich würde gerne wieder in einem Horrorfilm mitspielen, aber eine Schauspielerin sollte jeweils eine kleine Pufferzone zwischen zwei Rollen in Horrorfilmen haben.

23.03.2009 / rm