The Chronicles of Narnia: Prince Caspian (2008)
Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia
Interview mit William Moseley und Georgie Henley

William Moseley & Georgie Henley
William Moseley hatte seine erste Film-Hauptrolle in The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch & the Wardrobe, welche ihm verschiedene Nominierungen einbrachte. Er ist der Sohn des englischen Kameramanns Peter Moseley und stammt aus der Gegend von Cotswold in Gloucestershire. Georgie Henley gab in Narnia 1 ihr professionelles Schauspieldebüt. Für ihre Arbeit am ersten Film erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen aus der ganzen Welt. Die 12-jährige stammt aus Ikley in West Yorkshire in England.
OutNow.CH (ON): Uns wurde erzählt, dass du Musik machst, was für Musik ist das?
Georgie Henley (GH): Ach Mensch, jeder fragt das. Ich habe doch nur eine kleine Band mit ein paar Freunden. Wir haben ein paar Lieder geschrieben und gerade unser Album fertig gemacht. Es ist aber nur ein nettes, kleines Hobby.
ON: Welchen Namen hat die Band?
GH: Black roses
ON: Wieso?
GH: Weil wir Rosen mögen. Und es gibt weisse Rosen, aber keine schwarzen, obwohl es normalerweise zu Allem was existiert ein Negativ gibt.
ON: Nun wo ihr den 2.Teil von Narnia abgedreht habt, was ist das Beste an diesen Shootings?
GH: Ich denke jeder Tag, es sind so viele Erfahrungen und es macht soviel Spass. Wir lachen und haben praktisch nie Tage, wo wir launisch sind, deshalb ist es toll.
ON: War es gut nach dieser langen Pause zurückzukommen?
William Moseley (WM): Ja absolut, es war eine tolle Pause, denn ich habe mein Studium beendet und dann dreieinhalb Monate in New York gearbeitet. Ich habe so viele gute Erinnerungen, die Actionszenen und alles Emotionale. Die Sache ist, man kann es nicht wirklich schätzen während man es tut, dafür aber nachher umso mehr. Ich finde es genial bei diesem Film dabei zu sein, das ist etwas woran ich mich erinnern kann wenn ich mal 80 bin.
ON: Georgie, du bist der jüngste Charakter, scheinst aber der weiseste zu sein. Das muss ein Triumph sein?
GH: Ja, entmachtet die Alten. Kinder werden normalerweise nicht genug geschätzt und für ihre grosse Vorstellungskraft gelobt. Hier sehen wir aber, dass wenn diese gut eingesetzt wird, sie die ganze Welt ändern kann. Deshalb können Kinder manchmal weiser sein als Erwachsene.
ON: Du wirst auch im nächsten Film sein. Wie siehst du den Veränderungen entgegen? Es werden ja nicht mehr alle dabei sein?
GH: Ich denke es wird ok sein, denn es wird immer noch sehr familiär sein. Skandar wird immer noch da sein, Ben, und viele Leute aus der Kostümabteilung etc.
ON: William, wie siehst du dem nächsten Film entgegen, und der Vermarktung des jetzigen?
WM: Ich hätte mir Peter sowieso ausgesucht, auch wenn ich eine Wahl gehabt hätte. Zwei Filme ist nicht zuviel, genauso wie die Erfahrung die ich hatte. Ich denke ich habe alles erreicht, was ich mit Peter erreichen konnte, würde ich weiter machen, gäbe es bloss Wiederholungen. Es ist also Zeit nach Vorne zu sehen, neue Sachen zu lernen und versuchen, besser zu sein.
ON: Was ist das grösste Geschenk, das du aus diesen Filmen mitnimmst?
WM: Ein emotionales und natürlich auch das professionelle Arbeiten. Ich bin in dieser Zeit auch sehr gewachsen, es hat mein Leben geformt.
GH: Er ist zum Mann geworden….
ON: Wie schwierig war es, sich den Film während des Shootings am Set vorzustellen, da das meiste ja mit CGI ergänzt wurde?
GH: Es ist wirklich komisch, wenn man filmt und keinen Schimmer hat, wie der Film aussehen wird. Der Unterschied zwischen dem was gefilmt wird und dann effektiv zusammen geschnitten wird ist so gross, die Stimmen kommen ja auch noch dazu…
ON: Wie war es dann, den geschnittenen Film zum ersten Mal zu sehen?
GH: Ich fühlte mich ausgelaugt. Es kommen so viele Erinnerungen zurück an Sachen, die während des Shootings passiert sind. Es gibt auch Szenen, die du noch nie gesehen hast, weil du während des Shootings nicht da warst, alle Kampfszenen zum Beispiel bei mir. Deshalb war es für mich zeitweise wie ein komplett anderer Film.
ON: Wie war es, nach dem ersten Film in die Schule zurückzukehren?
GH: ich fühlte mich nicht wie eine andere Person, und ich denke meine Freunde fanden das auch nicht. Es gibt bloss eine kleine Zeit, wo man sich wieder eingewöhnen muss. Die Schule war fast trivial im Vergleich zu den engen und strikten Drehplänen.
ON: Wie war es für dich William? Sind die zwei Welten eine Umstellung?
WM: In gewisser Weise gibt es zwei Welten, die persönliche und die professionelle. Ich denke das ist für jeden der arbeitet gleich, aber für einen Schauspieler noch einmal extremer, da das Set wirklich eine komplett andere Welt ist, wo alles andere ausgeschlossen wird. Man ist auch immer mit den gleichen Leuten zusammen. Ich diskutiere das ganze allerdings nicht wirklich mit meinen Freunden, wir reden über Anderes und nicht über Dinge, die mich zum Mittelpunkt haben, Fussball zum Beispiel, oder was 24jährige halt so tun. Ich werde sie aber sicher an die Premiere in London mitbringen.
ON: Könnt ihr euch vorstellen in anderen Filmen mitzumachen?
GH: Nun, ich spiele im dritten Teil mit und ausserdem habe ich zwischen dem ersten und zweiten Teil bei einem BBC Projekt mitgemacht, das war komplett anders. Es war sehr düster, denn ich spielte ein Mädchen, dass täglich geschlagen wird und alle Leute, die sie liebt sterben. Sie hat so ziemlich die schlimmstmögliche Kindheit, die man haben kann. Das war eine schwere Rolle, aber sie war gut da sie mir viel beigebracht hat.
WM: Ich sollte bald ein neues Projekt haben. Ich habe viel bei Narnia gelernt, trotzdem denke ich dieser neue Film wird eine Herausforderung und das soll es auch immer sein. Die Dinge sollen neu sein, schnell und sich verändern.
ON: Was ist das für ein Projekt?
WM: Es geht um die Magna Charta und wird in Berlin gedreht, etwa dreieinhalb Monate lang. Es wird wie ein mittelalterlicher Schlachtfilm, leider habe ich keine Kampfszenen. Mein Charakter ist ein Intellektueller, also viel spielen, aber das macht es interessant. Jonathan English führt Regie, es ist erst sein zweites oder drittes Projekt, aber er hat vorher schon viele Skripte geschrieben.
ON: Wie steht es u Berlin. Ist es für dich nicht mehr schwer zwischen all diesen verschiedenen Orten hin und her zu reisen?
WM: Ich liebe das Reisen und in verschiedenen Ländern zu sein, neue Leute treffen und all die unterschiedlichen Emotionen, die dadurch entstehen. Ich denke es ist eine der wichtigsten Sachen, die wir Menschen machen sollten: Umherreisen.
ON: Würdest du gerne in ausländischen Filmen mitmachen?
WM: Ich würde sehr gerne ausländische Filme machen. Ich empfinde es als grosses Glück, dass wir an so vielen Festivals überall auf der Welt waren, denn das ist ein super Gelegenheit ausländische Produktionen zu sehen. Es wäre toll mit all diesen Leuten zusammenzuarbeiten, denn die Filme sind so künstlerisch und so stark.
ON: Welche Filme schaust du persönlich?
WM: Ich mag das französische New Wave Cinema. Trufeau usw., vor allem weil diese Filme Hollywood so sehr beeinflusst haben. Zum Beispiel in Easy Rider oder den Filmen von Francis Ford Coppola, sie alle folgen den Regeln der 60er New Wave.
ON: Hättest dug erne bei Funny Games U.S. mitgemacht?
WM: Sehr sogar, aber ich ging zum Casting und bekam die Rolle leider nicht, da sie sie Michael Pitt gaben. Das verstehe ich allerdings, denn er ist toll.
ON: Du erwähnst Filme und Schauspieler, die alle komplett verschieden sind?
WM: Total, und klar, ich habe vor Narnia noch nie bei einem Film mitgemacht und ich werde auch noch mehr machen müssen, damit ich bessere Rollen erhalte und die Leute wirklich bewegen kann. Aber das sind die Filme, die mich wirklich interessieren, die ich gerne machen möchte. Auch Low-Budget Produktionen würden mich interessieren, denn ich denke dass man Talent oder gute Arbeit nicht mit einem Preisschild versehen kann.
ON: Wie sieht es bei dir aus Georgie, welche Filme schaust du?
GH: Nichts im Vergleich zu William.
ON: Wir haben gehört, dass du das Nintendospiel magst?
GH: Ja das tue ich, aber ich bin so schlecht darin, ich habe Ben schon siebenmal getötet und dich habe ich auch schon getötet (schaut zu William). Es ist auch sehr lustig, weil wir die Stimmen unserer Charaktere selber sprechen und es all diese komischen Geräusche gibt wie z.B. vortäuschen, dass wir sterben. Und dann mussten wir „mittellang sterben“, „lang sterben“ , „kurz sterben“ usw.
ON: Was denkst du von dem Job? Ist er nicht manchmal ein wenig komisch?
GH: Nein, mich stören alle diese Dinge nicht. Es ist toll, denn man tut es für andere Leute und kann dann sehen, was sie davon halten. Das schlimmste für mich ist, denke ich, Leute zu treffen, weil ich so schlecht darin bin. Ich bin nicht wie all die artikulierten und gebildeten Schauspieler, ich weiss meistens nicht, was ich sagen soll.
WM: Ich erinnere mich als wir an der Premiere zum ersten Film waren und so stolz und nervös, dass wir Prinz Charles treffen würden. Wir zogen alle diese wunderschönen Kleider an und Skandar kam in roten Stiefeln und einem roten Übermantel, ging einfach zu Prinz Charles und sagt: „Wie geht’s?“. Ich nehme also an, dass Prinz Charles dachte wir sind ein Rabaukenhaufen.
ON: Ich habe gelesen, dass du schon ein Buch geschrieben hast Georgie?
GH: Nein, ich habe zwei Geschichten geschrieben als der erste Film gedreht wurde, während des zweiten war ich zu beschäftigt mit der Schule. Und ich habe in der Primarschule eine ca. 40 Seiten lange Geschichte über die Kraft von Freundschaft geschrieben, die gar nicht schlecht war. Ich interessiere mich allerdings momentan mehr für Musik.
ON: Denkst du, du wirst bei der Schauspielerei bleiben?
GH: Ich habe keine Ahnung. Es gibt so vieles, was ich tun will, schauspielern, schreiben, mit der Musikindustrie involviert sein und Mode. Ich bin lächerlich, weil meine Träume so gross sind.
ON: Wie fühlt man sich, wenn man eine Actionfigur wird?
WM: Es ist komisch, mein Bruder hat wohl mehr davon als ich, da er mich nun aus dem Fenster schmeissen kann. Aber es zeigt wie sehr die Leute diese Filme lieben und uns unterstützen, so dass wir hoffentlich weitermachen können.
ON: Habt ihr Actionfiguren?
WM: Ich denke ich habe welche, Actionman glaube ich, aber ich mochte solche Sachen nie. Ich war immer meine eigene Actionfigur, die erkundete und entdeckte.
GH: Ich mochte Puppen nie, hasste sie und empfinde sie immer noch gruselig. Ich war ein Teddybär-Mädchen, ich habe immer noch so viele zu Hause und sogar einen, den ich immer mitnehme, egal wo ich hingehe.






