Bee Movie (2007)

Bee Movie - Das Honigkomplott

Special Presentation in Cannes

Der Mann kennt keinen Scherz

Der Mann kennt keinen Scherz

Warum ist es eigentlich immer so, dass wenn Komiker eine Pressekonferenz geben, auch die Journalisten in die Witzkiste greifen müssen beim Fragen stellen? Ein sehr anschauliches Beispiel war das heitere Frage und Antwort-Spiel zwischen Jerry Seinfed und der internationalen Journalistenschar anlässlich einer Special Presentation der neuesten Compi-Trickfilm-Produktion Bee Movie aus dem Hause Dreamworks in Cannes. Fragen nach dem "To Be(e) or not to Be(e)" oder ob nun auch noch ein C- und D-Film in Planung seien, fand ausser dem Fragenden keiner lustig, und als dann auch noch jemand nach dem Zusammenhang zwischen dem Hollywoodfilm und dem Bienensterben durch die Erderwärmung fragte, rutschte der Anlass vollends in die Realsatire.

Lasset uns um sein Wohlergehen beten!

Lasset uns um sein Wohlergehen beten!

Dabei hat alles so brillant angefangen. Jerry Seinfeld erzählte locker wie aus dem Gedankenblitz, dass es eigentlich noch witzig wäre, wenn ein Bee-Movie auch von Bienen handeln würde, und einer ungewollten Gesprächspause, als er zum Znacht bei den Spielbergs eingeladen war, das Projekt wurde, das nun im November in die Kinos kommen sollte. Steven Spielberg soll so begeistert gewesen sein, dass er gleich vom Tisch weg noch Jeffrey Katzenberg anrief, um den Film aufzugleisen. So entstehen Legenden.

... und diese Biene, die ich meine, nennt sich Seinfeld

... und diese Biene, die ich meine, nennt sich Seinfeld

Fast so legendär wie Borats Aufritt im grünen Einteiler an der Croisette im letzen Jahr, war dann auch der nachfolgende Publicity Stunt auf dem Dach des Carlton Hotels. Wie ein durchgeknallter YB-Fan (wahlweise auch ein Anhänger des BVB für unsere deutschen Leser) schwang sich der Multimillionär als fette Biene verkleidet vom Dach des Luxushauses, und liess sich Richtung Meer abseilen. Dabei hatte er im Vorfeld noch Bedenken, dass Marketing-Aktionen, denen man die leichte Verzweiflung ansieht, immer etwas erbärmliches wirken. Doch was will man machen, wenn die Einflüsterer des Filmstudios einem vorschwindeln, Martin Scorsese habe für The Departed dasselbe getan. Kommentiert wurde das ganze von Chris Rock, dokumentiert von der Weltpresse.

Weil sich sowas sowieso nicht in Worte fassen lässt, lassen wir für einmal die Bilder sprechen.

18.05.2007 / rm