59° Festival del film Locarno 2006

Das Tagebuch von Summer Sunshine

Normalerweise in London und New York anzutreffen, berichtet Möchtegerne-Promi Summer Sunshine exklusiv für OutNow.CH vom Filmfestival in Locarno. Wir distanzieren uns in jeder Art und Weise von ihren Berichten - alles andere wäre ja fahrlässig...
 

Der erste Tag

Die Anreise war schon mal ganz klasse *ironischaffektiertdieAugenverdreh*. Um 9:09 Uhr flog der Helikopter in Zürich Kloten ab(Hallo, wo bleibt da mein Schönheitsschlaf?), der nebenbei unklimatisiert und viel zu laut (meine armen Ohren) war. Am Schluss hatte er auch noch 20 Minuten Verspätung, weshalb ich nicht einmal mehr in Ruhe mein Cüpli auf dem Hauptplatz trinken konnte.

Ich, am Arbeiten

Ich, am Arbeiten

Nach der Ankunft in Locarno schon mal die erste Enttäuschung, die Oberschnitte Collin Farrell wird leider nicht mit seiner Anwesenheit brillieren und auch die Sekundärschnitte Ryan Gosling (The Notebook, *wein*) hat den Weg auf die Piazza nicht gefunden. (Wer ist denn hier nun eigentlich noch berühmt bitteschön?) Weshalb ich mich wohl mit der so genannten E-Prominenz zufrieden geben werden muss (ts...) (Zur Erklärung: A-Prominenz = Hollywoodstars, B-Prominenz = aufstrebende Hollywoodsternchen, C-Prominenz = Serienstars à la Desperate Housewives, D-Prominenz = Ex-Serienstars à la David Haselhoff und E-Prominenz = der magere Resthaufen).

Ich, am Wegweiser

Ich, am Wegweiser

Irgendwann einmal, nach dem ich schon beinahe verhungert wäre, ging es endlich los mit der Eröffnungsfeier. Dort stapften dann verschiedene graumelierte oder blond gefärbte Männchen und Weibchen (manche von ihnen sahen aus wie aus dem letzten Jahrhundert) auf das äusserst klein geratene Podium (wo bleibt da die Prestige bitte sehr?) und verzapften irgendwelche einschläfernden Lobesgesänge auf die schöne Stadt Locarno und das hoffentlich erfolgreiche (träumt weiter) Filmfestival... Jaja... Eigentlich waren ja eh Alle, eingenommen gewisser OutNow-Individuen (die nebenbei noch sehr underdressed in der ganzen aufgetakelten Reporterschar wirkten), nur deshalb gekommen, weil es Gratisessen gab. So ein Gerangel (Gott, und so viele Möchtegerntussis) wegen ein paar Häppchen und einigen Tropfen Champagner (nur Mumm, sehr unedel) habe ich glaube ich noch nie gesehen. Dabei gab es noch nicht einmal Kaviar. Also ich habe da liebend gerne verzichtet und stattdessen in einem fünf Stern Restaurant diniert.

Ich, am Filmgucken

Ich, am Filmgucken

Am späteren Abend dann doch endlich ein Hauch von Hollywood, wenn auch nur auf der Leinwand in Form von Collin Farrell und Jamie Foxx. Diese Muskeln, göttlich! Wäre da nicht das dumme Teenieweib in der Reihe vor mir gewesen, hätte es ein schöner Ausklang werden können. So aber hatte ich nur dauernd ihre doofen und höchstwahrscheinlich seit zwei Tagen ungewaschenen Haare in meinem Sichtfeld, weshalb ich ihr am Liebsten mit meinen pinklackierten Fingernägeln die Augen ausgekratzt hätte.

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03.08.2006 / Summer Sunshine