Energy Movie Night
Während es draussen so langsam aber sicher wieder früher dunkelt, geht im Pathé Dietlikon die Kinosonne auf. Fünf Vorpremieren werden präsentiert, ein cooler DJ namens C-Side sorgt zwischendurch für groovige Stimmung und die Bar ist für Food and Beverages selbstverständlich offen.
Energy Zürich lädt zur Energy Movie Night am Freitag, 9. September 2005. Die Party startet um halb Neun. Eine Stunde später werden die Projektoren gestartet für die erste Runde Film. Wer mehr als einen Film gucken will/kann/darf, der bleibt gleich noch für Runde 2. Die geht um 00:30 Uhr los. Mit den selben Streifen nochmal, damit der energische Filmliebhaber so richtig wählerisch sein kann.
Tickets zu diesem Event gibt es nicht zu kaufen, sondern nur zu gewinnen: Hier auf deiner Lieblingswebsite und im Tagesprogramm von Energy Zürich (Zürich und Umgebung auf 100,9 MHz oder weltweit im Internet).
Film ab! Folgende fünf Vorpremieren kannst du vor allen anderen sehen - und dies erst noch kostenlos!
Dieser Film basiert auf genau einem Witz, und den kennt man schon, wenn man den Titel fertig gelesen hat. Andy (nicht Rudi, sondern Steve Carell) lebt sein einfaches Leben, wie es sich für einen coolen Jungen gehört: Ein gemütlicher Job, ein nettes Appartement, gute Freunde und eine grosse Sammlung von Videogames und Actionfiguren. Doch eins hatte Andy bisher noch nicht: Sex! Und das mit immerhin schon 40 Jahren! Die Einfälle seiner Freunde, dem guten Andy in dieser Hinsicht Abhilfe, sprich Erleichterung, zu verschaffen sind leider ziemlich erfolglos. Bis Andy auf Trish (Catherine Keener aus Being John Malkovich) trifft. Juhui und trallalla, Trish könnte Andy endlich aus seinem Jungfrauen-Dasein erlösen, hätte sie sich nicht geschworen, ihre nächste Beziehung völlig sexlos zu gestalten. Na also. Am Schluss kam doch noch etwas mehr dazu, als der Titel schon verrät. Und neben lustig, könnte es sogar noch spannend werden.
Four Brothers... from other mothers müsste man noch hinzufügen. Denn bei dem Hautfarbengemisch, das Marc Wahlberg, Tyrese Gibson, André "3000" Benjamin und Garrett Hedlund als Gebrüder Mercer abgeben, reicht der Postbote als Erklärung alleine nicht mehr. Des Rätsels Lösung ist die liebevolle Adoptivmutter, die sich der Jungs angenommen hat. Als sie bei einem Überfall erschossen wird, kommen die Brüder wieder zusammen und beschliessen, dass ihr "Mami" nicht die einzige sein wird, die begraben werden soll. Für den Killer hat's auf dem Friedhof auch noch Platz. Vor dem Hintergrund des verschneiten Detroit schildert John Singleton einen grimmigen Rachefeldzug mit einigen Black Music Klassikern aus den 70ern (von Marvin Gaye bis den Temptations) auf der Tonspur.
Zwei Taucherpärchen finden in den Bahamas ein sagenumwobenes Schiffswrack voller Gold. Gleich daneben - ebenso auf Grund gelaufen - ein Flugzeug mit illegaler Fracht. Was soll nun zuerst gehoben werden: Der Schatz oder die Drogen? Und warum nicht gleich beides? Die Schmuggler würden sicher auch noch was bezahlen für ihre Ware. Oder ist mit denen besser nicht zu spassen? Bevor der Plot nun aber zu undurchsichtig wird, gibt's erstmal Entwarnung. Eigentlich geht's in dem Film darum, soviele knackig-braune Körper in Beachwear vor tropischem Hintergrund zu zeigen wie nur irgendwie möglich. Aufnahmen von Jessica Albas Knusperfudi und Paul Walkers Tessinerbrötchenbauch gibt's deshalb in Into the Blue en masse. Regisseur John Stockwell, dessen Kameras schon in Blue Crush gegen Meersalz imprägniert wurden, wird dafür sorgen.

Kiss, Kiss, Bang, Bang. Ein Titel wie ein Bond-Film. Der Superagent könnnte beides ziemlich gut. Landei Harry (Robert Downey Jr.) weniger. Er hält sich mit kleinen Gaunereien in L.A. über Wasser. Als ein Einbruch so ziemlich in die Hose geht, versteckt sich der gute Harry in mitten einer Truppe Möchtegern-Schauspieler, die sich gerade für eine Rolle als Detektiv in einem grossen Film casten lassen. Und wer bekommt die Rolle? Natürlich Harry. Ganz der Method Actor muss er dem echten Detektiv Perry (The Saint Val Kilmer) bei dessen Aktionen über die Schultern gucken. Dass Perry den kauzigen Harry für einen Taugenichts hält und ihn das auch bei jeder Kleinigkeit spüren lässt, machen die Vorbereitungen nicht gerade einfach. Die sexy Harmony (Michelle Monaghan) und ein bisschen viel Leichen für einen Tag zerren zusätzlich an Harrys Nervenkleid. Shauwn Black, der Drehbuchautor aller Lethal Weapon-Filme, zeigt in seinem Regiedebüt, was er am besten kann: Ein aberwitziges Buddy-Movie in dem Downey Jr. dem MusicStar-Zweiten Kandelbauer verbüffend ähnlich sieht.
Man könnte meinen, die Filmwelt liege einem zu Füssen nach dem Gewinn des Oscars. Eine riesige Auswahl an guten Drehbüchern sollten doch im Briefkasten landen. Nicht so für Jamie Foxx. Stealth, sein Nachfolgefilm zu Ray, stammt aus der Knalltütenfabrik von Rob Cohen - bekannt für Filme wie The Fast and the xXx oder so. Vielleicht lag es an Jessica Biel, dass der gute Jamie zusagte. Die Schöne, der Schwarze und noch ein Dritter spielen ein waghalsiges Team in tollkühnen Kampfflugzeugen, die wegen eines neuen "Wing Mans", der auf künstliche Intelligenz setzt, um ihren Job bangen müssen. Keine Sorge. Cohen weiss, was sein Zielpublikum sehen will. Kein Arbeitslosendrama sondern Fliegeraction pur mit einem Drittel sexy Girlpower. Oscars gibt's dafür keine, aber sicher eine Stange Geld auf Jamies Konto.
24.08.2005 / rm, muri, th