Snatch. (2000)

Snatch - Schweine und Diamanten

Produktionsnotizen zu Snatch: Kämpfe, Zigeunerlager und Hunde

Produktionsdesigner Hugo Luczyc-Wyhowski zufolge sollten in dem Film auch einige illegale Aufnahmen von echten Faustkämpfen auftauchen und so stöberten er und seine Leute einige dieser Kämpfer auf, um über die damit verbundenen Probleme zu sprechen. "Was wir für den Film gebaut haben, ist weit weniger provisorisch, als in der Wirklichkeit, wo sämtliche Beweise, dass solche Kämpfe stattgefunden haben, sofort beseitigt werden", erläutert Luczyc-Wyhowski.

Ähnlich war es beim Entwurf des Schauplatzes für die Hundekampf-Szenen. "Normalerweise besteht der Hundekampfring aus kreisförmig parkenden Autos, die im Zweifelsfall, ohne Beweise zu hinterlassen, schnell davonrasen können", fügt er hinzu. "Die Recherchen für die Hundekämpfe waren einfach. Im Internet existieren diverse Sites mit wirklich üblen Szenen. Die Hunde in unserem Film sollten eigentlich, wie echte Kampfhunde, gestutzte Ohren haben, aber das ist in Grossbritannien illegal."

Das grösste Abenteuer war allerdings Sets zu bauen, die zwar real, aber weder übertrieben "authentisch", noch klischeehaft aussehen. "Wir stellten zum Beispiel auf ein Feld ein absolut glaubwürdig wirkendes Zigeunerlager, ohne das wir die Realität irgendwie romantisiert hätten", so Luczyc-Wyhowski. "Aber die geschlossene Welt der Diamantenhändler in Hatton Gardens nachzustellen und zu filmen war ungeheuer schwer, weil diese ganze Gemeinde sehr auf Sicherheit bedacht ist - überall Myriaden von Schlössern und Videokameras!"

Und dann waren da noch die Spezialaufgaben: "Wir hatten einige ungewöhnliche Anliegen", erinnert sich Vaughn grinsend. "Zum Beispiel Diamanten, die ein Hund schlucken kann (und will). Oder Diamanten, die zerspringen, wenn man sie fallen lässt. Oder Aktentaschen mit Geheimfächern. Oder quiekendes Hundespielzeug...

Die Arbeit mit den Hunden führte zu einigen schrägen Anekdoten: "Der Hunde-Held war männlich", so Vaughn weiter, "und eigentlich sollte ich hier schon aufhören, aber gut. Da war diese Szene mit den vier Typen, die mit ihrem Auto an einer Tankstelle stehen. Während der Dreharbeiten wurde die Zuneigung des Hundes zu einem der Schauspieler immer stärker und das Tier konnte nur unter grossen Mühen vom Bein dieses Schauspielers ferngehalten werden. Das klingt jetzt vielleicht nicht besonders durchgeknallt, war es aber zu dem Zeitpunkt absolut - ein Schauspieler, der mit einem Hund an seinem Bein versucht den Hof seiner Tankstelle zu überqueren, während Guy brüllt: JA FANTASTISCH! KAMERA LAUFEN LASSEN!"

02.10.2000 / BVI