Filmförderung à la M-Budget

Für Socken reicht das Geld nicht
Nicolas Bideau, der oberste Filmförderer der Schweiz, hat knapp drei Monate nach seinem Amtsantritt dem Tages-Anzeiger ein Interview gegeben. Er nahm dabei erstmals Stellung wie die 23 Millionen Franken, die dem Bund zur Förderung der siebten Kunst zur Verfügung stehen, ab Mitte 2006 auf neue Art und Weise verteilt werden sollen.
Der Fokus gilt ab nächstem Jahr dem Spielfilm, wo der Filmchef des Bundesamts für Kultur ein Qualitätsproblem sieht. Bideau will gemerkt haben, dass nicht einmal die Kinobesitzer und Verleiher genau wüssten, wie der Markt funktioniere, was darüber entscheide, ob jemand ins Kino gehe. Es brauche deshalb endlich eine nationale Marketingstudie, fordert der Genfer und denkt dabei an das M-Budget Marketing. Nach diesem Prinzip soll auch der der Schweizer Film funktionieren: "Kleines Budget bei grosser Präsenz".
Wie bei der Billiglinie der Migros, sollen sich auch bei der Förderung des Films mit wenig Geld Popularität und Qualität miteinander verbunden werden. Für Bideau sind populäre Genres wie die "mehr oder weniger guten Komödien" in der Deutschschweiz ein erster Schritt in Richtung schweizerischer Marktorientierung. Nun könne man anspruchsvoller werden und an internationale Märkte denken. Dabei das Gleichgewicht zu finden, sei aber nicht einfach. Gemäss Bideau schaffen es Filmautoren wie Sofia Coppola, Clint Eastwood und die Dardennes in diese populäre Dimension.
Quelle: Tages-Anzeiger
Links zum Thema:
Das komplette Interview mit Nicolas Bideau
BAK-Sektion Film
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2 Kommentare
na dann los, liebe marketingstudenten, das wäre ein 1a-MBA-Arbeitsthema mit prestige und praxisrelevanz.also wenn ich marketing im schwerpunkt hätte... |
Zitat rm (2005-12-29 02:08:56)
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