Indiana Jones als Schüler-Remake

Die Indy-Kinder

Die Indy-Kinder

Drei amerikanische Schüler drehten den Spielberg-Klassiker Indiana Jones Bild für Bild nach - sieben Jahre lang, im eigenen Hintergarten.

Eric Zala, Chris Strompolos und Jayson Lamb hatten sich auf der Rückbank ihres Schulbusses kennen gelernt, weil alle drei Fans der gleichen Comic-Strips waren. Als 1981 der Film Jäger des verlorenen Schatzes in die Kinos kam, waren sie so begeistert, dass sie beschlossen, den Film Szene für Szene, Einstellung für Einstellung nachzudrehen.

Raiders of the Lost Ark: The Adaption wird beim 11. Filmfest Oldenburg am 9. September 2004 Europa-Premiere feiern. Eric Zala, Chris Strompolos und Jayson Lamb werden anwesend sein und ihre Geschichte persönlich erzählen.

So haben sie den Urwald mit künstlichen Spinnweben im Hintergarten nachgebaut; modellierten die grosse Felskugel, vor der Harrison Ford flüchten muss, aus Glasfaser und Pappmaché. Der Keller eines Hauses musste als Gruft herhalten und wurde prompt in Brand gesteckt. Die Eltern sperrten ihnen daraufhin ein Jahr lang die Videokamera.

Sieben Jahre brauchten sie für ihren Film - und stellten beim Schnitt fest, dass sie sich in der Zwischenzeit selbst stark verändert hatten: So kommt Dr. Jones während Raiders of the Lost Ark: The Adaption in den Stimmbruch und sein Bartwuchs beginnt. Alle Darsteller wuchsen etwa zwanzig Zentimeter und sie verlieben sich hintereinander in die weibliche Hauptdarstellerin deren ihrerseits der Busen wuchs während der Produktion.

Der Film feierte 1989 im Freundeskreis Premiere - und wurde zurück ins Regal gestellt. 15 Jahre später allerdings kam über Umwege Steven Spielberg an eine Kopie des Films, traf sich mit den dreien und bedankte sich für die Ehrung. Erfolgs-Produzent Scott Rudin (The Stepford Wives) hat nun die Rechte an ihrer Geschichte erworben.

31.08.2004 16:53 / rm

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