12% mehr Kinobesucher

Nach einem schwierigen Kinojahr 2003 mit einem deutlichen Besucherrückgang geht es wieder aufwärts. Im ersten Halbjahr 2004 stiegen die Besucherzahlen in den Schweizer Kinos im Vergleich zum Vorhalbjahr um fast 12%. An der Spitze liegt das im Juni mit der Rekordzahl von 163 Kopien gestartete Fantasy-Abenteuer The Prisoner of Azkaban mit 475 000 Besuchern. Zu den Hits dieses Sommers gehören auch Sandalen-Epos Troy, der Eiszeit-Bombast The Day After Tomorrow und der Animationsfilm Shrek 2.
Der bestplatzierte Schweizer Film ist die Dialekt-Komödie Sternenberg mit 90 000 Besuchern auf Rang 26, wie der Branchenverband Procinema am Montag mitteilte. Insgesamt hat sich die Besucherzahl im ersten Halbjahr von 8 Millionen Eintritten im 2003 auf 9 Millionen gesteigert. Die Einnahmen an der Kinokasse nahmen von 113,5 Mio. auf 128,5 Mio. zu.
69% der Einnahmen wurden mit Produktionen aus den USA erzielt, 20% mit Produktionen aus Europa und 3,3% mit Produktionen aus der Schweiz. Die USA (Vorhalbjahr: 64%) und die Schweiz (Vorhalbjahr: 2,4%) haben damit zugelegt, die europäischen Titel (Vorhalbjahr: 25%) gingen indes zurück.
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11 Kommentare
Zitat Wüschu (2004-08-31 21:30:19)
Aber die Statistik Deiner Chefin würd mich interessieren. Hast Du die mit eigenen Augen gesehen? Wenn dem so ist, würde das ja heissen das ProCinema intern andere Zahlen verbreitet als in der Pressemitteilung. Vielleicht aber auch nur, dass Deine Chefin ihre Mitarbeiter mit solchen Schreckensszenarien zu mehr Freundlichkeit gegenüber den Kunden nötigt. Beides ist interessant. Oder es bezieht sich nur auf "Dein Kino". Dann ist es Schade. Und weil Du ein bisschen gekränkt zu sein scheinst, lasse ich jetzt die Frage, wo Du sonst noch als Operateur arbeitest, wenn das nur "teilweise im Kino" geschieht. |
Ich arbeite selber als Operateur teilweise im Kino und meine Chefin hat eine Statistik bekommen, die besagt, dass im ersten Halbjahr 2004 15% weniger Zuschauer ins Kino gingen... aber was hab ich schon zu sagen, ihr habt ja so oder so recht..! |
Zitat Wüschu (2004-08-31 17:00:39)
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Ich habe erfahren , dass im ersten Halbjahr 2004 (januar - juni) 15% weniger Zuschauer ins Kino gingen... |
Der Besucherzuwachs ist sicherlich auch den neu eröffneten Multiplexen zu verdanken. Ich hoffe der Trend zu diesen Kinos geht weiter. Sind doch schon Welten zwischen den alten, zu Teil schmuddeligen Kinos, und den neuen Zentren mit einer grossen Auswahl an Filmen. So besteht auch die Chance, dass Kino neben dem DVD weiterbestehen kann. Es gibt ja Kinos, da hat man zu Hause die grössere Leinwand als im Kino. Vom Soundsystem ganz zu Schweigen. |

"halb leer" ist auch wieder relativ. An einem Samstag Abend sind viele Kinosäle bumsvoll. Nur sind Arthouse-Säle in der Regel kleiner als die Multiplexe, wo die Blockbuster laufen. Volles Haus heisst dann halt einmal 100 einmal 500 Leute.
Ausserdem laufen in den viele Kinos ausserhalb der Kinozentren Basel, Bern und Zürich viele kleine Filme gar nicht. Mit der kleineren Kopienzahl haben sie so nie die Chance soviel einzunehmen wie die grossen US-Filme. Dass ein Drittel der Einnahmen und somit der Besucher sich auch mal was anderes als amerikanisches anschauen, ist deshalb gar nicht so ein schlechter Wert.
Ja, meinte ich ja auch... allerdings ists ja so, dass zB ein Blockbuster in der Regel besser besetzt ist als so ein independent film wo der kinosaal manchmal mehr als nur halb leer ist...
da hats mich wunder genommen...
Da Du ja nicht mehr bezahlst für einen amerikanischen Film im Kino als für einen europäischen Film, sollten die Prozente an Einnahmen ungefähr 1:1 mit dem Markanteil der jeweiligen Produktionsgebiete übereinstimmen. Mieche doch Sinn so.
Wie genau ist das mit diesen Zahlen? wie ist die relation gezeigte Filme vs Einnahmen?
ich schätze mal mindestens 70% der Filmvorführzeit ist für US Produktionen reserviert, da kann es ja nicht verwundern wenn 69% der Einnahmen mit Filmen aus den USA gemacht werden... oder?!
Schwierig ist vor allem in Relation zu 2002 zu verstehen. Dort gab es einen Bondfilm, Harry Potter und The Two Towers. 2003 hatte "nur" einen LOTR, dessen Einspielergebnisse mit dem Release im November immer in verschiedenen Jahresabrechnungen erscheinen.
Nicht zu vergessen ist auch der "Jahrhundertsommer".
Der hilft Nestlé beim Mineralwasserverkauf, aber nicht den Kinos.
Warum war 2003 ein schwieriges Kinojahr? Da waren ja noch die fetten LOTR-Filme im Kino, die enorme Zuschauerrekorde brachten.