Schweizer Film an den Filmfestspielen in Venedig

Festivaldirektor Marco Müller
Die Schweiz ist erstmals seit 15 Jahren wieder im Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig vertreten. Sie zeigt den Erstling Tout un hiver sans feu von Greg Zglinski. Das Festival dauert vom 1. bis 11. September.
Der neue Direktor Marco Müller, während zehn Jahren Direktor des Filmfestivals Locarno, hat sein Programm in Rom vorgestellt. Eröffnet wird die Mostra von Steven Spielberg, der ausser Konkurrenz seinen neuen Film Terminal zeigt.
Im Wettbewerb sind insgesamt 21 Filme zu sehen, darunter Arbeiten von illustren Namen wie Wim Wenders mit Land of Plenty, François Ozon mit Cinq fois deux, Mike Leigh mit Vera Drake, Todd Solondz mit Palindromes, Mira Nair mit Vanity Fair oder Hou Hsiao-Hsien mit Café Lumière.
Schwerpunkt im Wettbewerb ist mit 13 Produktionen der europäische Film. "Bei unserem Festival wollen wir die besten Filme des Jahres von den besten Autoren zeigen", sagte Müller bei der Präsentation des Programms. Rund 80 Prozent aller Hauptdarsteller der Filme würden persönlich am Lido vertreten sein, so Müller.
Der Schweizer Film Tout un hiver sans feu des in Polen geborenen und in der Schweiz aufgewachsenen Greg Zglinski ist eine in der Schweiz gedrehte und in der Schweiz finanzierte Produktion. Zuletzt lief im Wettbewerb in Venedig 1989 La femme de Rose Hill von Alain Tanner.
Präsident der Jury ist in diesem Jahr der britische Regisseur John Boorman. Mitglieder der Jury sind unter anderen der deutsche Regisseur Wolfgang Becker und der US-Kultregisseur Spike Lee, der ausser Wettbewerb mit She Hate Me mit Monica Bellucci, Woody Harrelson und John Turturro vertreten ist.
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