NIFFF mit neuem Zuschauerrekord beendet

Das Apollo platzte aus allen Nähten
Ohne grosse Überraschungen ging am Sonntag das NIFFF zu Ende. Doppelte Auszeichnungen gab es für die Filme The Machinist und Tokyo Godfathers. Die internationale Jury, präsidiert von Produzent und Regisseur Roger Corman hat den HR Giger Preis 2004 "Narcisse" für den besten Film an The Machinist von Brad Anderson verliehen. Der Gewinner des "Méliès d’Argent" 2004 für den besten Europäischen Film erhielt ebenfalls der albtraumhafte Thriller, der mit spanischen Geld gedreht wurde. Die Jurybegründung: "Die "Maschine" von The Machinist läuft wie geschmiert. Alle Elemente, die zur Herstellung dieses Films beigetragen haben, bedienen sich der Codes des amerikanischen Thrillers, und gehen darüber hinaus, um ein Universum des Wahnsinns eigenständig zu beschreiben. Von The Machinist geht eine erzählerische und ästhestische Kraft aus, die von Anfang bis Schluss packt. The Machinist ist totales Kino." OutNow.CH schliesst sich dieser Entscheidung ohne zu Murren an.
Auf dem falschen Fuss erwischt wurden die OutNow.CH-Korrespondenten aber beim Publikumspreis. Tokyo Godfathers von Satoshi Kon war der Lieblingsfilm der NIFFF-Besucherinnen. Einer der wenigen Filme im Programm, den Niemand von OutNow.CH sehen wollte. Das Anime hat auch den ”Mad Movies” Preis für den besten asiatischen Film erhalten. OutNow.CHs Favorit, die sexy Samurai-Komödie Azumi, ging leider leer aus.
Der Jugendpreis wurde von einer Jury aus Studenten des Gymnasiums Denis-de-Rougemont an den Film A Taste of Tea von Katsuhito Ishii verliehen.
In der Kategorie "Kurzfilme" ging der Silberne Méliès an den Spanier Nacho Vigalondo für seinen Film 7:35 de la Mañana. Regisseurin Annette Carle erhielt für Belmondo den "Narcisse" für den besten Schweizer Kurzfilm. Die Jury überzeugte der originelle Umgang mit Fantasiebildern und deren Gefühle, die sie wecken.
<b>Zuschauerandrang übertraf die Erwartungen</b>
Während fünf Tagen wurden über 70 Filme von mehr als 10’000 Filmbegeisterten des fantastischen Films gesehen. Das sind 2'000 mehr als im letzten Jahr, wie die Veranstalter am Sonntag bekannt gaben. Und das notabene trotz der Konkurrenz von König Fussball am Mittwoch und Donnerstag Abend. Das Apollo-Kino stiess so zuschauermässig aber an seine Grenzen. Warum die Veranstalter die Notausgänge nicht miteinbezogen haben beim Aus- und Einlass der Menge ist zumindest überdenkenswert für die nächste Edition.
<b>NIFFF-Filme on Tour</b>
Wer das NIFFF trotzdem verpasst hat, kriegt am nächsten Wochenende nochmals die einmalige Gelegenheit NIFFF-Perlen und leider auch Schrott (OutNow.CH warnt ausdrücklich vor Cagliostro) anzusehen. Vom 8. bis 10. Juli ist eine exklusive Auswahl im Kino Riffraff in Zürich zu sehen. Weitere Infos dazu unter www.riffraff.ch
Allen unseren deutschen Lesern sei gesagt, dass ein Teil der asiatischen Filme, die in Neuchatel zu sehen waren, auch im Rahmen des Fantasyfilmfests in München, Stuttgart, Nürnberg, Köln, Hamburg und Berlin zu sehen sind. Interessierte werfen einen Blick auf www.fantasyfilmfest.com.
Links zum Thema:
Die offizielle Website des NIFFF
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