Ein Löwe geht nach Irgendwo
Sofia Coppola gewinnt am Filmfestival von Venedig.

Applaus für die Gewinnerin!
Somewhere, der neue Film von Sofia Coppola, hat heute den Goldenen Löwen am Filmfestival von Venedig gewonnen. Coppolas Werk über die Einsamkeit eines Filmstars hat offenbar auch Jury-Präsident Quentin Tarantino überzeugt. Damit geht der Hauptpreis erstmals seit neun Jahren wieder an eine Frau.
Den Preis für die beste Regie sicherte sich der Spanier Alex de la Iglesia für seine brutales Killer-Clown-Drama Balada triste de trompeta, das offenbar ganz nach Tarantinos Geschmack war. Der Film konnte nämlich auch noch gleich den Preis für das beste Drehbuch abstauben.
Der umstrittene Vincent Gallo erhielt zwar nicht den Regiepreis für sein zweifelhaftes Meisterwerk Promises Written in Water, dafür aber den Preis für den besten Hauptdarsteller in Essential Killing als Taliban, der durch die polnischen Wälder gehetzt wird. Er hat das Kunststück geschafft, den Preis zu ergattern, ohne ein einziges Wort zu sagen. Zur besten Hauptdarstellerin wurde überraschend die junge Griechin Ariane Lebed für ihre Darstellung einer sexuell leicht verklemmten jungen Frau in Attenberg erkürt. Damit hat sie prominente Mitbewerberinnen wie Natalie Portman oder Catherine Deneuve ausgestochen.
Auch OutNow.CH war am Filmfestival von Venedig präsent. Reviews zu allen Wettbewerbsfilmen sowie das Tagebuch sind nachzulesen im Special.
Quelle: Filmfestival Venedig
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