In Cannes ist Seelenwanderung angesagt
Ein thailändischer Film gewinnt die Goldene Palme.

Das Gesicht muss man sich merken.
Filmfreunde tun gut daran, den schwindelerregenden Namen Apichatpong Weerasethakul buchstabieren zu lernen - denn der Mann hat soeben im glitzerndsten Filmfestival der Welt die Goldene Palme gewonnen. Sein seltsames Seelenwanderungsdrama Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives gefiel zwar OutNow.CH nicht besonders, dafür aber offenbar der Jury unter dem Vorsitz von Tim Burton. Zwar war der Wettbewerb schwächer besetzt als auch schon, doch hat sich Aussenseiter Weerasethakul dennoch gegen renommiertere Kandidaten wie Mike Leigh, Ken Loach oder Alejandro González Iñárritu durchgesetzt. Der grosse Preis der Jury ging an das Mönchsdrama Des Hommes et des Dieux.
Beste Schauspieler sind nach Ansicht der Jury ex aequo Favorit Javier Bardem (Biutiful) und der Italiener Elio Germano (La Nostra Vita). Beste Schauspielerin ist Juliette Binoche in The Certified Copy. Auch der Preis für die beste Regie bleibt in Frankreich und geht an Ex-Bond-Bösewicht Mathieu Amalric für Tournée.
Die Palme für das beste Drehbuch schliesslich hat der Koreaner Chang-dong Lee für seinen Film Poetry abgestaubt, den Jurypreis angelte sich Un homme qui cri von Mahamat-Saleh Haroun.
Quelle: Festival de Cannes
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