Brother Bear: Das Interview mit Ruben Aquino

OutNow: Zuerst mal möchte ich Dir danken, dass wir die Gelegenheit haben, ein paar Fragen zu stellen. Das ist wirklich etwas Spezielles.

Ruben Aquino: Kein Problem. Gern geschehen.

ON: Gratulation zum Film. Er ist wunderschön. Endlich wieder einer, in dem die Tiere sprechen. Wie viele Male hast Du ihn denn bis jetzt gesehen?

RA: Ich habe ihn viele Male während der Produktion gesehen. Aber den fertigen Film habe ich erst einmal mit einem Kinopublikum gesehen. An der Abschlussparty am Ende der Produktion wurden uns aber schon diverse Ausschnitte gezeigt. Das war Ende Oktober 03. Eine Woche vor der Veröffentlichung.

ON: Und bist zu zufrieden? Ist dein Charakter gelungen oder siehst du Sachen, die du besser hättest machen können?

RA: Oooh immer... Ich sehe immer Sachen, die ich hätte besser machen können. Eigentlich sehe ich "meine" Szenen gar nicht so gerne. Auch viele Jahre nachdem ich gezeichnet habe. Denn ich sehe immer Sachen, die ich hätte besser machen können. Man könnte meinen, dass ich mich daran gewöhnt habe und mich nicht mehr ärgern würde, nach all den vielen Filmen. Aber da ist immer etwas zum ändern. Aber ich habe es genossen, den Film zu schauen. Er ist so schön.

ON: Wo kommt der Film eigentlich her? Woher kommt die Geschichte von Brother Bear?

RA: Es basiert mehr oder weniger auf Mythen. Hauptsächlich die Verwandlung, welche sehr üblich ist in den alten, amerikanischen Geschichten und Legenden. Natürlich ist es nicht zwingend ein Bär, in den man sich verwandelt. Aber grundsätzlich geht es um das Verwandeln in ein Tier. Das kann auch ein Adler sein. Oder ein Wolf. Solche Mythen findet man auch in Geschichten aus Europa oder Afrika, zum Beispiel. Ich denke, es reizt uns als Menschen. Weil wir Menschen viele Sachen nicht wirklich gut können. Wir können nicht sehr schnell rennen, können nicht fliegen oder nicht so gut schwimmen. Die Verwandlung in Tiere ist wie ein Wunsch. Eine Fantasie. Kinder wünschen sich fliegen zu können, wie ein Adler. Oder dass sie gross und stark sind wie ein Bär

ON: Wie startet man ein Projekt wie dieses? Kommt da jemand und fragt einen, ob man einen Charakter malen will? Oder kann man auswählen, wen man machen will?

RA: Nun gut, Ich wurde von den Regisseuren und Produzenten gefragt, welchen Charakter ich interessant finden würde. Eigentlich sagte ich da, ich wolle einen Bär zeichnen, weil die die Hauptrolle haben. Sogar der Film heisst Brother Bear, also wollte ich einen Bär malen. Ich habe schon ein paar Menschen gemacht, in den letzten Filmen. Wie in Lilo & Stitch, Mulan oder Pocahontas. Das letzte Mal, dass ich ein Tier zeichnete, war für Lion King und das ist fast 10 Jahre her. So dachte ich, ein Tier zu zeichnen wäre wieder einmal interessant. Aber dann haben mich die Regisseure gefragt, ob ich nicht doch Denahi machen würde. Das ist der mittlere der drei Brüder. Eigentlich war der Charakter Denahi damals, so früh im Stadium der Produktion, noch gar nicht erfunden. Eigentlich war es der Vater, den ich zeichnen sollte. Ich habe ein paar Vaterfiguren bereits gemacht, wie Chief Powathan in Pocahontas oder Maurice in The Beauty and the Beast. Und denen scheint meine Arbeit gefallen zu haben. Und da ich schon ein paar Menschen gezeichnet hatte, haben sie mich mit dieser Arbeit vertraut. Später hat sich dann diese Figur zum mittleren Bruder entwickelt. Vorher war's so, dass der Vater Jagd auf seinen Sohn machte, nicht wissend, dass der Sohn ein Bär ist. Also änderten sie den Charakter vom Vater zum Bruder. Der Film heisst ja auch Brother Bear. Macht also auch mehr Sinn...

ON: Wo kommt das Aussehen von Denahi her? Woher nimmst du die Inspiration für solche Charaktere?

RA: Das ist eine aufwändige Arbeit, wie du dir sicher vorstellen kannst. Und alles ist immer vom Supervising Animator überwacht. Da ist ein Team von Animatoren, das sehr eng zusammen arbeitet. Meine Arbeit war also, mit dem finalen Look zu kommen. Aber in dem Prozess, mussten wir sehr eng miteinander arbeiten. Um sicher zu gehen, dass die Charaktere ähnlich aussehen. Tja, sie sind immerhin Brüder. Und sie müssen ähnlich aussehen. Also mussten wir einen Look erfinden, der ähnlich war, aber das Publikum trotzdem sofort unterscheiden kann, welcher wer ist.. Da sind Grundfarben und Formen, welche die Figuren identifizieren. Sitka, der älteste Bruder, Denahi und Kenai haben alle unterschiedliche Haare. Auch die Kleiderfarbe ist verschieden. Sitka ist mehr rot, Kenai eher goldig (wie ein Bär...) und Denahi ist auf Blau aufgebaut. So dass man sie gut unterscheiden kann. Aber wir mussten zum Beispiel für die Kostüme oder Haare viel untersuchen und zusammentragen. Die Kostüme sind diejenigen vom 18. und 19. Jahrhundert nachempfunden. Wir wollten die Charaktere natürlich speziell machen, weil die Geschichte ja mehrere Tausend Jahre alt, nach der letzten Eiszeit, ist. Also gaben wir den Kostümen in ein primitiveres Aussehen. Wir nahmen die Grundschnitte dieser Kostüme und machten sie "weniger fertig". Um sie primitiver aussehen zu lassen. Jetzt schauen sie mehr wie Pelz aus. Irgendwas zwischen Kleider von Höhlenbewohnern und moderner Kleidung. Wir mussten lange suchen bis wir diese Details zusammengetragen hatten. Glücklicherweise gibt es viele Fotos aus dem 18. Jahrhundert, von traditionellen Kleidern, Häusern, Waffen oder Werkzeuge, die wir brauchen konnten...

ON: Und wo hattet ihr diese Fotos her? Von Museen? Büchern?

RA: Ja, hauptsächlich aus Büchern, Filmen oder Museen. Wir haben viele Dokumentationen gesehen, alte Schwarz/Weiss-Filme und so vieles über Kajaks oder Iglus erfahren. Da gab es schöne Nahaufnahmen von Kleidern, Fellen, Häuten und ähnlichem. Wir konnten sehen wie alles in 3D wirkt. Als die Produktion lief, schauten wir The fast runner, der in dem Teil der Welt gedreht wurde, wo unsere Geschichte spielt.. Es war zwar zu spät, um das Gesehene im Film unterzubringen, aber es half uns ein Gefühl für diese Menschen und ihr Leben zu entwickeln. Wie sie sich bewegen oder normale Sachen im Alltag machen. Wie sie essen oder Kleider machen. Und am Anfang unseres Filmes haben wir ein paar Szenen, in welchen wir die Menschen bei ihrer täglichen Arbeit zeigen. Holz sammeln, Kinder, die spielen und ähnliche Sachen. Das war sehr hilfreich.

ON: Was ist dein Lieblingscharakter aus dem Film? Ist es "deiner", den du gezeichnet hast?

RA: Nun, ich mag natürlich meinen Charakter. Klar. Aber wenn's um den Spass geht, dann mag ich Rutt und Tuke, die beiden Elche. Die sind ja so lustig. Und natürlich gefällt mir Koda sehr gut. Ich denke, der Film wäre nicht so gut geworden, wenn wir uns für Koda nicht diese spezielle Mühe gegeben hätten. Wenn er nicht so niedlich wäre, hätten wir nicht einen solchen Aufwand betrieben. Aber er kann auch einem auch auf die Nerven gehen, wie Kenai herausfindet. Doch er kommt sehr niedlich und lustig rüber.

ON: Als du das Einspielergebnis gelesen hast, warst du damit zufrieden? Oder hast du mehr erwartet?

RA: Nun, wenn ich mit Freunden bin, sage ich immer, dass der Film ein 200 Mio. Dollar-Resultat verdient hätte. Aber das werden wir kaum erreichen. Nichts desto trotz bin ich stolz auf den Film und wäre nicht überrascht gewesen, wenn der Film wirklich ein solches Resultat gemacht hätte. Nach den DVD und Videoverkäufen werden wir wohl in solche Regionen kommen. Aber wir haben unser Bestes gegeben und ich persönlich finde den Film gelungen und bin sehr stolz darauf. Wir hatten grossen Spass dabei und hoffen natürlich, dass das Publikum das merkt. Entweder im Kino oder dann auf DVD. Die endgültigen Einspielergebnisse kennen wir noch nicht, wir werden sehen...

ON: Die letzten Disney-Filme wie Treasure Planet oder Atlantis waren nicht so erfolgreich wie erhofft. Warum? Ist die Zeit der handgemachten Animation vorbei?

RA: Das würde ich nicht sagen. Natürlich ist die Geschichte immer das Wichtigste am Film. Vielleicht haben wir auch nicht das richtige Zielpublikum gefunden. Keine Ahnung. Vielleicht ist es auch eine Kombination verschiedener Dinge. Die Computer-Animation wird immer besser und besser. Weil es halt neu ist und die Jugendlichen sich mehr damit identifizieren können. Es hat etwas, dass 2D-Animation nicht hat. Es ist anders. Aber wenn man Lilo & Stitch anschaut, war der auch sehr erfolgreich. Er machte über 200 Mio. Dollar Einspiel.

ON: Aber war das ein "Disney-Classic"? Weisst du, bei uns kommen die Filme immer zur Weihnachtszeit ins Kino. Und Lilo & Stitch war ja mit einem vergleichsweise kleinen Werbebudget gestartet.

RA: Das ist lustig. Weil wir nie dachten, dass Lilo & Stitch irgendwie weniger wichtig war als zum Beispiel Atlantis. Es hat schlussendlich ein bisschen weniger gekostet, weil auch in Treasure Planet viele komplizierte und teure Spezial-Effekte gemacht werden mussten. Also haben wir Lilo & Stitch vereinfacht. Aber in Sachen Story denke ich, dass beide stark sind. Es war nicht so traditionell, aber doch erfolgreich. Es war halt ein bisschen anders als die normalen Disneyfilme. So ohne liedersingende Charaktere und so.

ON: Lernt das Studio von solchen Vorkommnissen? Können wir mehr "untraditionelle" Filme in Zukunft erwarten?

RA: Ich denke es hat bereits gelernt. Ich hoffe es hat. Vielleicht gehen die Filme wirklich in diese Richtung in Zukunft, ich weiss es nicht. Aber man läuft natürlich in eine Falle, wenn man versucht, erfolgreiche Filme zu kopieren oder zu wiederholen. Das kannst du bis zu einem bestimmten Limit machen, aber dann müssen neue Sachen kommen. Es ist wie balancieren. Du willst nicht etwas vollkommen Komisches probieren. Aber trotzdem versuchst du dem Publikum etwas zu bieten, das es noch nicht kennt. Das ist schwierig. Und als Zeichner möchte ich natürlich an verschiedenen Sachen arbeiten. Nicht immer am selben oder ähnlichem. Es macht Spass, das ganze einmal zu machen, aber dann fehlt mir der Prozess des Lernens und des Suchens. Und das ist es, was ich gerne mache. Wie in Lion King. Da lernte ich viel über Tiere. Und für Lilo & Stitch. Da musste ich über polynesische Menschen und Würmer lernen. Denn ich hab da nicht nur den Surfer David gemacht sondern auch Pleakley, das Alien mit einem Auge. Er basiert auf Würmern, hat also auch keine inneren Knochen. Daher bewegt er sich komisch. Das erinnerte mich an die Arbeit an Ursula aus The Little Mermaid. Sie war ja ein Teil Tintenfisch und ihre Tentakel bewegten sich ähnlich. Also versuchte ich etwas von da in die Figur zu bringen. Auch hatte er nur drei Beine, daher musste ich einen speziellen Gang entwickeln. Das ist immer interessant. Und ich möchte auch nicht immer nur Menschen machen. Als Zeichner finde ich es wirklich das interessanteste, wenn ich neue Sachen lernen und zeichnen kann. Und wenn du Spass an der Arbeit hast, dann merkt man das im fertigen Film. Glaube ich wenigstens.

ON: Du hast einige Charaktere erwähnt, die du gezeichnet hast. Kannst Du die noch alle aufzählen?

RA: Also ich machte Ursula von The Little Mermaid. Jake, die Känguruh-Maus in Rescuers down under. Viele Leute erinnern sich nicht mehr an ihn.

ON: Ich schon. Das war doch der Crocodile-Dundee der Animation, oder?

RA: *g* Genau. Das stimmt absolut. Das ist genau der Name, den wir ihm damals gegeben hatten. Lustig....Dann machte ich Maurice aus The Beauty and the Beast. Das war Belle's Vater. Dann den erwachsenen Simba aus Lion King. Chief Powathan aus Pocahontas. Mein zweiter Vater. Captain Shan in Mulan Er ist der Captain, wenn Mulan versucht Krieger zu werden. Dann, David und Pleakley in Lilo & Stitch und schlussendlich Denahi in Brother Bear.

ON: Und welchen magst du jetzt am besten? An welchem hängt dein Herz am meisten?

RA: Ursula ist mein Favorit. Sie ist nicht unbedingt meine beste Arbeit, aber die Bekannteste. Simba ist zwar auch bekannt, aber er muss den Film mit dem jungen Simba teilen. Aber ich hatte am meisten Spass, als ich Ursula animierte. Auch weil die Stimme von Pat Carol so genial war. Eigentlich hoffe ich jedoch, dass meine beste Arbeit noch vor mir ist ...

ON: Was denkst du über die Konkurrenz im Animationsbereich? Da sind computeranimierte Filme wie Finding Nemo oder japanische Filme wie Spirited Away. Kümmern die euch? Sind sie ernste Konkurrenz und ein Ärgernis für deine Firma?

RA: Oh, ich mag diese Filme sehr. Ich mag computeranimierte Filme. Nicht alle, aber was Pixar liefert ist fantastisch. Ich liebe es wirklich, diese Filme zu sehen. Es ist natürlich anders als unsere Produkte, als Brother Bear. Sie machen einige Sachen besser und auf der anderen Seite machen wir auch Sachen besser als sie. Unsere Charaktere haben mehr Seele oder unsere Hintergründe sind schöner. Du siehst, dass es von Hand gezeichnet ist. Da ist ein Mensch dahinter, der malt. Computeranimierte Filme haben das nicht. Aber die Ansprüche sind mehr oder weniger gleich. Gute Geschichte, gute Charaktere, Humor und ähnliche Sachen. Die japanischen Filme sind ebenfalls grossartig. Die sind auch 2D, haben aber detailiertere Designs, die viele Leute mögen. Aber auch da finde ich, dass unsere Animationen einfach besser sind. Es wäre genial, beide Style zu verknüpfen und dann einen Film zu machen, der das Publikum aus den Socken hat. Die Jungs sind sehr gut mit Effekten und sie sind hervorragende Geschichtenerzähler. Und sie haben eine lange Tradition und die meisten Filme spielen in der Zukunft und das mag ich - Sci-Fi-Animationen. Wir haben halt mehr schöne Geschichten mit Herz und Seele. Für ein jüngeres Publikum, meistens. Also es ist auch ein Unterschied im Publikum.

ON: Es gibt in Hollywood viele Studios, die Animationen produzieren, beispielsweise Dreamworks. Warum sind deren Filme nicht so erfolgreich wie die von Disney? Was fehlt da?

RA: Vieles ist Herz. Unsere Filme haben das. Klar bin ich auf unserer Seite hier, aber wenn ich auf andere Animationen schaue, dann klickts einfach nicht. Ein Teil ist einfach nicht gut, also ist es eine Frage der Qualität. Da sind keine Gefühle im Charakter. Wie bei Lilo & Stitch. Da hatten wir viele Szenen, die einem nahe gingen. Wenn die beiden Schwestern ihre Probleme haben. Viel fürs Herz. Die Dialoge sind halt einfach realer bei uns, nicht so gestellt. Und in Brother Bear haben wir Szenen zwischen Koda und Kenai, als Kenai beichten muss, dass er etwas Schreckliches getan habe und Kodas Mutter nicht mehr kommen würde. Das berührt und ist ehrlich. Das kann man nicht vortäuschen. Und solche Gefühle finde ich in den anderen Animationen halt nicht. Nicht dass die Filme unehrlich sind, aber unsere sind besser...

ON: Was kommt als nächstes? Woran arbeitest du? Was kommt von Disney, wo wir uns drauf freuen können?

RA: Nunja, da ist Home on the range. Der kommt im April 04 in die amerikanischen Kinos. Das ist die Geschichte einer Gruppe Kühe, die beweist, dass Kühe die wahren Helden des Wilden Westens waren. Und Chicken Little. Ein computeranimierter Film. Da arbeiten sie in Kalifornien noch dran.

ON: Von Pixar?

RA: Nein, dieses Mal kommt's von uns.

ON: Und weiter?

RA: Nun, das Problem ist, dass ich nicht wirklich etwas sagen kann. Da sind Filme in Planung, aber wir wissen noch nicht, in welche wir in Florida involviert sein werden.

ON: Wird es ein Brother Bear 2 geben?

RA: Es scheint so, auch wenn unser Studio hier nicht an Fortsetzungen arbeitet. Disney macht viele Fortsetzungen von Filmen, die wir machen. Aber nicht hier, sondern in Kalifornien. Wir haben gemischte Gefühle, wenn wir sehen, dass Filme wo wir unser Herz hineingesteckt haben, danach Fortsetzungen veröffentlich werden. Mit einem kleineren Budget - was man dem Film auch ansieht. Die Leute, die das machen, haben aber auch die Zeit nicht, die wir hier haben. Die sind unter Druck, die Animationen zu veröffentlichen und das sieht man dem Produkt auch an. Aber auch diese Filme haben ihren Platz in unserem Archiv. Also ich wäre nicht überrascht, wenn wir einen zweiten Teil von Brother Bear sehen würden. Ich glaube, das wird eine Veröffentlichung auf DVD und nicht auf der grossen Leinwand. Wir haben das einmal getan mit Rescuers down under und der lief nicht besonders. Also normalerweise kommen solche Fortsetzungen direkt auf DVD raus. Das Publikum ist nicht so wählerisch, wenn's um DVDs geht. Aber im grossen Kino schon. Und wir in Florida arbeiten halt lieber an neuen Projekten, neuen Charakteren und neuen Geschichten.

ON: Bereit für ein paar Stichworte? Auch wenn nicht, ich werd sie sowieso stellen...
Hollywood

RA: Film Industrie. Glitzer, Glamour.

ON: Bären

RA: Wundervolle Tiere. Erstaunlich, beängstigend.

ON: Elche

RA: Lustig im Film. Interessant, Vegetarier. Ich denke, sie sind nicht gefährlich, aber können recht eklig sein.

ON: Internet

RA: Ich kann mir eine Welt ohne Internet nicht vorstellen. Ich benütze es jeden Tag.

ON: Dumme Fragen

RA: Willst du mir eine stellen, oder was? Nein, die kommen einfach immer wieder.

ON: Lieblings-Zeichentrickfigur.

RA: Von meinen eigenen: klar Ursula. Als Kind habe ich Pinocchio geliebt.

ON: m&m's

RA: Ich liebe die. Ich bin regelrecht süchtig. Ich esse die jeden Tag. Ehrlich.

ON: Schweiz

RA: Schokolade... Ich war mal in Zürich. Sehr zivilisierte Leute. Zivilisiertes Land. Sauber, effizient und sehr nette Leute.

ON: Der Rest deines Tages

RA: Ehrlich gesagt, ich werde wohl ein bisschen ausruhen, da ich zwischen Anstellungen bin.. Vielleicht noch ein bisschen experimentieren mit dem Computer. Wir sind immer ein bisschen am trainieren, um flexibel zu bleiben...

ON: So, das war's. Danke vielmals für die Gelegenheit, dir ein paar Fragen zu stellen. Hat Spass gemacht.

RA: War mir ein Vergnügen. Danke für die interessanten Fragen.

Nachdem das Interview vorbei war, sprach ich Ruben natürlich noch auf das Zeichenbrett an. Ob er mir was zeichnen könne, fragte ich und schwupps, sass er auf dem Stuhl und begann mir eine Ursula zu zeichnen. Während er so aus Kreisen und Skizzen eine Figur zauberte, fragte ich ihn noch ein bisschen aus, wie er denn zum Zeichnen gekommen sei. Er erzählte mir, dass er eigentlich Architektur studiert hatte, aber dann keinen Job fand und so durch Trainingsprogramme zur Animation kam. Das könne man übrigens auch heute noch machen, da Disney ständig solche Lehrgänge anbieten würde.

Und auf meine Frage hin, ob ich denn, als kleiner Schweizer, auch mal so eine Figur synchronisieren könnte, meinte er, dass in Amerika ohne Agent und Sprechprobe gar nichts gehen würde. Und um eine Figur schlussendlich sprechen zu können, müssen man gewaltig viel Glück haben und zur richtigen Zeit das Richtige vortragen können. Das sei aber mehr eine Lotterie, als was anderes...

Als er die Ursula schon fast fertig gezeichnet hatte (und ich mir bereits ausmalte, wohin ich das signierte Stück in der Wohnung hinhängen sollte), fragte er mich, ob es mir bewusst sei, dass ich das Teil nicht heim nehmen könne. Denn "whatever I draw, is property of the company. I can not give drawings out."

Tja, schade. Wäre noch cool gewesen. Aber immerhin hats noch ein paar Fotos gegeben und ein von ihm signiertes Disney-Magazin. Auch nicht schlecht, oder?

Quelle: OutNow.CH

01.11.2003 00:00 / muri


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