Schlammschlacht vor den Oscars hat begonnen

Produzent von The Hurt Locker hetzt gegen Avatar

Die grossen Konkurrenten bei den Oscars

Die grossen Konkurrenten bei den Oscars

Die Oscarverleihung steht kurz bevor, und so kurz vor der Ziellinie wird der Wettbewerb um die goldenen Statuen schmutzig. Früher diese Woche hat Nicolas Chartier, der Produzent von The Hurt Locker, ein Massen-E-Mail an Entscheidungsträger der Oscars geschickt und diese aufgefordert, seinen Film anstatt Avatar zu unterstützen. In dem Mail bemängelte er zwar nicht die Qualität von Avatar sondern betonte die Independent-Herkunft von Kathryn Bigelows Irak-Drama und dass es wichtig sei, dass solche Filme unterstützt würden.

Selbst wenn sich The Academy of Motion Picture Arts and Sciences bis jetzt noch nicht offiziell dazu geäussert hat, hat es hinter den Kulissen wohl kräftig gedonnert, denn bald darauf veröffentlichte Chartier eine kleinlaute Entschuldigung und bezeichnete seine Kommentare als "out of line and not in the spirit of the celebration of cinema that this acknowledgment is" und sein ursprüngliches Mail als "extremely inappropriate" sowie "something that the Academy disapproves of in the rules." So weit, so gut, doch die Botschaft ist draussen und wie es scheint, soll hier durch den Produzenten eine Rivalität hochgezüchtet werden, welche die Emotionen vor der Show noch weiter hochschaukeln soll.

Die Gründe finden sich ebenfalls relativ schnell, schliesslich haben James Cameron und Kathryn Bigelow nicht bloss den gleichen Beruf, sie waren einst auch miteinander verheiratet. Doch im Gegensatz zu dem Produzenten haben die beiden noch keine negativen Worte über die Arbeit des anderen verloren. Cameron ging nach den Golden-Globe-Nominationen sogar so weit: "I couldn't be happier to see her get a nomination, because it's a recognition that's long overdue. I've known that she's a genius filmmaker for a long time, and she's always flirted with this sort of critical success. 'Hurt Locker' is such a great film." Bigelow ihrerseits sagt Ähnliches über Avatar. Doch Konkurrenten bleiben sie, und wie schon bei anderen Awardshows wird es auch bei den Oscars ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben, bei den der Gewinner jetzt noch völlig offen ist...

Quelle: mtv.com

26.02.2010 12:00 / db

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2 Kommentare

Oscar ist sicher primär eine politische Sache und schon öfters fragte ich mich, warum jetzt gerade der die Statue erhalten hat. Doch wenn man dies schon macht, dann schon sicher nicht mit Massenmails und solchen ähnlichen Tricks, welche von den Medien angegriffen werden können.

Schade, schade! The Hurt Locker hat das doch nicht nötig... Eine eigenartige Idee des Produzenten. Wobei ich mich natürlich frage, ob nicht Avatar die selbe Propaganda macht.

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