Gewinner des 60. Festival del Film Locarno
Japanischer Film Ai No Yokan (The Rebirth) gewinnt in Locarno den Goldenen Leoparden

Masahiro Kobayashi
Mit der heutigen Preisverleihung geht das 60. Filmfestival in Locarno dem Ende entgegen. Während 10 Tagen wurden der Jury, der Presse und dem interessierten Publikum rund 300 Filme und Kurzfilme in den verschiedensten Sektionen vorgeführt.
Internationaler Wettbewerb
Die "Competition International" stellt dabei den eigentlichen Wettbewerb dar. Die Internationale Jury unter der Leitung der französischen Schauspielerin Irène Jacob hat den mit CHF 90'000 dotierte Goldenen Leoparden, der Grosse Preis des Festivals und Grosser Preis der Stadt und Region Locarno, an Ai No Yokan (The Rebirth) von Masahiro Kobayashi, Japan verliehen.
Im 102 Minuten langen Film gibts nur kurz zu Beginn ein wenig Dialog - der Rest besteht aus ungefähr zwanzig Wiederholungen der gleichen Handlungssequenzen. Die Wiederholungen unterscheiden sich nur in wenigen, kleinen Details. Der Film galt auch bei der OutNow.CH Redaktion als möglicher Gewinner-Favorit.
Der Spezialpreis der Jury für den Film, der den Gedanken der Verständigung zwischen Völkern und Kulturen am stärksten zum Ausdruck bringt, geht an das Videoprojekt Memories von Pedro Costa, Harun Farocki und Eugène Green. Sie erhalten insgesamt CHF 30'000 von den Städte Ascona und Losone.
Der Preis für die beste Regie über CHF 30'000 geht an Philippe Rams für den Film Capitaine Achab. Der Leopard für die beste Darstellerin geht an Marina Álvarez für ihre Rolle im Film Lo mejor de mí. Den Leopard für den besten Darsteller teilen sich Michel Piccoli für Sous les toits de Paris und Michele Venitucci für Fuori Dalle Corde.
Nebensektionen
Auch in den kleineren Sektionen gab es Preisverleihungen. Im Wettbewerb "Cinéastes du présent" geht der Goldene Leopard an Tejút von Benedek Fliegauf. Der Leopard für das beste Erstlingswerk erhält Vittorio Rifranti für Tagliare le parti in grigio.
Die Sektion "Léopards de demain" zeigte Filme von jungen Regisseuren, welchen grosses Potential nachgesagt wird. Die Jury zeichnet im Internationalen Wettbewerb den Film Valuri von Adrian Sitaru, Rumänien mit dem Pardino d'oro aus. Der Silberne geht an Ismet Ergün für Bende Sira - Ich bin dran. Im Schweizer Wettbewerb gewinnt Tobias Nölle mit dem Film René, der silberne Pardino geht an Latitude 2023 von Florence Guillerim.
Prix du Public UBS
Eine spezielle Attraktion fürs international gesehen eher kleine Festival ist die Piazza Grande, auf der Open-Air am Abend dem breiten Publikum auf Grossleinwand neue Filme gezeigt werden. Das diesjährige Programm war eine bunte Mischung quer durch alle Filmgenres, von The Bourne Ultimatum über Grindhouse - Planet Terror bis zur Fussball-WM Dokumentation Winners and Losers. Das Publikum konnte dabei seine Favoriten bewerten. Gewonnen hat den mit CHF 20'000 dotierte Publikumspreis Death at a Funeral von Frank Oz
Alle Gewinnerfilme werden am Sonntag, 12. August nochmals im Rahmen des Festivals gezeigt. OutNow.CH berichtete direkt aus Locarno und freut sich bereits auf nächstes Jahr in der Sonnenstube der Schweiz, wenn vom 6. bis 16. August die 61. Ausgabe über die Leinwände flimmert.
Quelle: OutNow.CH / Festival del Film Locarno
Links zum Thema:
Das OutNow.CH Locarno 2007 Special
Die offizielle Website des Festivals
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