The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2 (2012)

Twilight Saga: Breaking Dawn - Teil 2

The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2 (2012) Twilight Saga: Breaking Dawn - Teil 2

Oder: Showdown im Schnee

The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2

"... und Onkel Jacob riss sich das Shirt vom Leib und liess die Haare spriessen."

Weil sie bei der Geburt ihrer Tochter Renesmée gestorben wäre, hat Edward (Robert Pattinson) Bella (Kristen Stewart) zur Vampirin gemacht. Jetzt, wo sie endlich so schnell und stark wie Edward ist, beginnt ein neues Leben für Bella. Ihre neuen Vampirkräfte und ihre kleine Tochter, die unglaublich schnell wächst, machen ihr Glück perfekt. Sogar Werwolf Jacob (Taylor Lautner) gehört aufgrund seiner Prägung auf Renesmée praktisch zur Familie.

The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2

Happy End?

Doch das traute Familienglück währt nur kurz, denn ein Missverständnis bringt sie alle in grosse Gefahr: Die Vampirin Irina Denali (Maggie Grace) sieht Renesmée und meint, sie sei ein unsterbliches Vampirkind. Weil Vampirkinder unkontrollierbar sind und die Existenz von Vampiren verraten könnten, ist die Verwandlung von Kindern streng verboten. Als Irina das vermeintliche Verbrechen den Volturi meldet, sehen diese ihre lang erwartete Chance, die Cullens endlich auszulöschen. Weil ein Kampf gegen die Vampirherrscher nicht zu gewinnen ist, rufen die Cullens ihre auf der ganzen Welt verstreuten Vampirfreunde herbei. Sie sollen bezeugen, dass Renesmée nicht unsterblich ist und deshalb keine Gefahr für die Vampirgemeinschaft darstellt. Um ihre Tochter zu beschützen, sind Bella und Edward zu allem bereit.


Film-Rating

Nicht nur Romantikfans haben das Ende der Twilight-Saga mit Spannung erwartet; der recht gelungene Vorgängerfilm liess ja einiges hoffen. Die Zweiteilung des Abschlussfilms hat sich zumindest für Teil 1 gelohnt, da man die romantische Zweisamkeit des Paares genügend zelebrieren und mit der Vampirschwangerschaft von Bella sukzessive Spannung aufbauen konnte. Allerdings blieb damit für Teil 2 nicht mehr viel Handlung übrig. So kommt es kaum überraschend, dass man fürs Kino sämtliche (begrenzten) Fähigkeiten der Special-Effects- und Make-up-Abteilungen noch einmal hervorkramte, um das Manko an Story wettzumachen. Breaking Dawn Teil 2 kommt so noch eine Spur epischer und actionreicher daher als seine Vorgängerfilme - wirklich funktionieren will das Ganze aber leider nicht.

Für Fans wird natürlich dasselbe Erfolgsrezept aufgebrüht wie in den bisherigen Filmen, womit man beim Zielpublikum auch punkten wird: Wenn Edward und Bella mit dem Töchterchen ins schnucklige Häuschen im Wald ziehen und endlich ihre Liebe in jeglicher Form ausleben können, kann man sich schmachtend der schön inszenierten, aber immer noch harmlosen Romantikidylle hingeben. Für alle anderen ist der Film über weite Strecken nur eines: langweilig. Lichtblicke gibt es vereinzelt, z. B. wenn Humor aufblitzen darf - etwa wenn Werwolf Jacob vor Bellas Papa strippt. Sonst zieht sich dieser Abschlussfilm leider ziemlich dahin und fordert trotz der schlanken 115 Minuten einiges an Sitzfleisch.

Zuweilen wird der Film sogar unfreiwillig gruselig, etwa wenn dem Baby mehr schlecht als recht ein lächelnder Mund aufprojiziert wird, oder wenn Renesmée als fünfjähriges Kind mit nicht minder amateurhaften Effekten das Gesicht der 10-jährigen Mackenzie Foy aufgepfropft bekommt. Das sieht schlicht grausig aus und wird bei Nahaufnahmen noch übler, wenn das arme Kind plötzlich Erwachsenenhände hat. Im Vergleich dazu fallen die immer noch schwachen Werwolf-Animationen kaum ins Gewicht. Schade ist es auch um die vielen neuen Gesichter, die als Zugeständnis an die Fans eingeführt werden. Die neuen Figuren hätten zwar eine Menge Potenzial, dürfen jedoch kaum ins Geschehen eingreifen. Hier hätte es mehr Mut gebraucht, um ein paar Figuren zu streichen, damit andere mehr Screentime bekommen.

Natürlich fiebern alle auf das fulminante Finale hin. Ob die Fans das neue Ende goutieren, ist jedoch fraglich, zumal man sich bei der Umsetzung des Endes etwas ganz Spezielles hat einfallen lassen. Actionfans dürfte der lang angekündigte Endkampf vielleicht überzeugen; man könnte die erzählerische Lösung des Konflikts aber auch als fragwürdig, wenn nicht sogar beleidigend billig ansehen. Zudem muss man sich ernsthaft fragen, ob es bei dem Zielpublikum wirklich nötig war, so viel unnötige Gewalt zu zeigen. Damit ist das Ende der Twilight-Saga leider ein recht dröges Ding geworden, eine schiefe Mischung aus Kitsch, Langeweile und unnötig brutaler Action. Autsch.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.52.5

 

16.11.2012 / pps

Community:

Bewertung: 3.0 (55 Bewertungen)

 

 

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