Infos zu The Hunger Games (2012)
Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Nachdem Umweltkatastrophen und Kriege die USA zerstört haben, ist aus deren Asche der totalitäre Staat Panem entstanden. Vom dekadenten Capitol aus werden die 12 Distrikte Panems mit eiserner Faust unterdrückt. Um jegliche Auflehnung des Volkes im Keim zu ersticken, müssen die Distrikte bei der jährlichen "Ernte" je einen Jungen und ein Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 für die Hunger Games auslosen. Diese Tribute müssen sich in einem landesweit live übertragenen TV-Event gegenseitig abschlachten - und nur einer der 24 Kids kann überleben.
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Film-Infos
Deutscher Titel: Die Tribute von Panem - The Hunger Games
Drehort: USA 2012
Genres: Action, Drama, Sci-Fi, Thriller
Laufzeit: 142 Minuten
Kinostart: 22.03.2012
Verleih: Rialto Film AG
Regie: Gary Ross
Drehbuch: Gary Ross, Billy Ray, Suzanne Collins (Roman)
Musik: T-Bone Burnett, James Newton Howard
Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Elizabeth Banks, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Isabelle Fuhrman, Alexander Ludwig, Wes Bentley, Willow Shields, Amandla Stenberg, Stanley Tucci, Donald Sutherland, Leven Rambin, Toby Jones, Lenny Kravitz, Jacqueline Emerson, Paula Malcomson, Dayo Okeniyi
The Internet Movie database (IMDb)
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47 Kommentare
Zitat muri (2012-08-20 07:00:00)
Mein hoffentlich bald eintreffendes Netbook freut sich schon auf den Kleber. |
Vorgestern nochmals geschaut und für noch besser befunden als beim ersten Mal. Werkgetreue Adaption mit hervorragenden Schauspielern (Lawrence, Harrelson, Sutherland, Bentley und Tucci stechen heraus), filmisch grossartig gemacht. Die Länge ist absolut gerechtfertigt. Spoiler zum Lesen Text markieren
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[Editiert von El Chupanebrey am 2012-08-20 14:07:58] |
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Wirklich VIEL besser als erwartet, der FIlm macht wirklich Laune, die Ausgangslage ist sehr geil und die Story macht im Queervergleich mit anderen Sci-Fi Streifen auch was her. Man fiebert wirklich mit Katniss im Game mit, und das ganze wird auch ordentlich inszeniert, und die "erwachsenen" Nebendarstellerinnen machen ihre Sache gut! Optisch auch voll in Ordnung, soundtechnisch ebenfalls. Einziges Manko ist das halt logische jugendgerechte Rating... Die Kampfszenen sind lol-schnell geschnitten, und man sieht halt mal gar nix, so wirds steril und auch merkwürdig gewaltfrei für ein eigentlich brutales Ritual, dadurch lässt irgendwie halt auch das Konoerlebnis nach. War aber für das angepeilte Zielpublikum halt auch nicht anders zu erwarten. Und das Lovestory ist halt wie zu erwarten ne 3-Eckskiste mit viel Schmachtschmacht und Händchenhalten. Da muss man dann halt einfach durch. Ansonsten sehr solide und spannende Unterhaltung. |
Netter Film, aber extrem in die Länge gezogen. Klar braucht es die ruhigeren Momente, aber vor allem die erste Hälfte ist mir persönlich extrem lahm reingekommen. Danach wird es zwar besser, aber die verdammte Wackelkamera bei den Fighs (ja keine Brutalität zeigen) und die immer wieder aufkommende Langeweile macht aus einem erhofften Knüller einen höchst durchschnittlichen Film. Trotzdem, Teil 2 wird natürlich angeschaut... S'passiert ja noch so einiges.... |







Für diesen Film spricht definitiv Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence, die viel Herzblut in die Rolle der Katniss legt. Sie ist zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig und überzeugend. Auch die Nebenrollen sind prominent besetzt: Donald Sutherland, Woody Harellson, Lenny Kravitz… Positiv sind definitiv auch die fantastischen Sets und die teils gewöhnungsbedürftigen Kostüme, die aber trotzdem ein Genuss fürs Auge sind.
Der Film ist ein bißchen zu lang geraten, aber hier scheint nicht der Fehler gemacht worden zu sein, dass man möglichst viel Handlung in möglichst wenig Zeit packt (wie bei den Harry Potter-Filmen zum Beispiel). Dennoch hätte man die viele Zeit dazu nutzen können, gerade die Nichtleser der Bücher ein bißchen mehr aufzuklären: Was hat es mit dem Handzeichen auf sich? Warum muss der Spielleiter beim Präsidenten um Erlaubnis fragen? Wie kann man am Computer wilde Tiere erschaffen, die dann in real an einer bestimmten Stelle im Wald auftauchen?
Negativ fällt schon direkt am Anfang die wackelige Kameraführung auf, die sich in Teilen hier und da durch den ganzen Film zieht. Während sie in den Kampfszenen für die nötige Dynamik sorgt, stört sie in den ruhigen Momenten. Meine persönliche Theorie zu dieser Kameraführung: In diesem Film geht es um Kinder und Heranwachsende, die sich gegenseitig umbringen. So einen Film für „Kinder ab 12“ zu verkaufen, ist schwer. Daher wurden bewusst alle Kampfszenen so verwackelt, dass man effektiv nicht viel sieht. Dieses Rumgewackel stört aber auf der anderen Seite sehr den optischen Eindruck.
Alles in allem bleibt da leider nur ein „durchschnittlich“, obwohl dieser Film definitiv das Zeug zu mehr hat.
Nachdem der Film hier derart gehyped worden ist, wars fast ein Muss ins Kino zu gehen.. Und dann? Enttäuschung pur.
Mir scheint, hier waren einige Autoren zu sehr Fan und zu wenig objektiv. Ich habe das Buch nicht gelesen und dennoch wusste ich immer (mindestens) fünf Minuten im Voraus was passieren würde. Was für eine ausgelutschte Story! Der Anfang im District, der hier von den meisten derart gelobt worden ist, hat auf mich und meinen Kollegen mehr überhastet gewirkt denn sonst irgendwas. Es ist nicht gelungen, zum Start der Games hin Spannung aufzubauen. Keine Tiefe, alles musste überhastet irgendwie mal vorkommen. Und trotzdem ging es Ewigkeiten bis dann die Spiele einmal angefangen haben. Ich bin üblicherweise ein Fan der ruhigen Einführungsphase am Anfang von Filmen dieses Genres, aber doch nicht so?!
Warum dürfen sich die verschiedenen Charaktere nicht mehr entwickeln? Da gab es durchaus gute Ansätze, Jennifer Lawrence gefällt gut, aber auch Woody Harrelson gibt was her.
Aber warum sind alle derart berechenbar? Ich hatte bis zu Beginn der Spiele inständig gehofft, dass Peeta Katniss nur verarscht um etwas Hilfe zu bekommen in der Arena.
Denkste, spätestens als er derart offensichtlich mit der Gruppe der Tribute aus den besser gestellten Districten rumzog war auch diese Hoffnung dahin. Also tatsächlich Lovestory: Zum Kotzen!
Übrigens wieso unterstützt Cinna Katniss derart? Der kurze Dialog im Sinne von "Mich hast du auch dazu gebracht dich zu mögen" - "Ja aber da habe ich mich auch nicht angestrengt." - "Genau, sei einfach du selber." ist ein extrem billiger Kaschierversuch für zu wenig Tiefe. Hintergründe der Leute die vom Capitol mit der Betreuung der Tribute beauftragt sind? Fehlansage.
Gut, dann, immerhin kam die Arena dann dennoch. Ist mir noch selten passiert, dass ich nur noch am warten auf die Action war. Nur: Vom angekündigten Überlebenskampf wo ein grosser Teil an Dehydrierung und ähnlichen Problemen stirbt war dann gar nichts zu sehen. Klar starb da immer mal wieder wer. Aber das wars auch schon. Keine Überraschungen, eine Aneinanderreihung an Voraussehbarem und Klischees, und der Spielleiter der selber nicht wusste was er da tat und offensichtlich obwohls seine dritte (?) Arena war beinflussbar war wie kein Zweiter, der mit irgendwelchen zufällig anmutenden Aktionen in die Geschehnisse eingriff. Warum der Wechsel zu zwei Gewinnern? Was sollte das? Was wäre passiert wenn Katniss die Grenze erreicht hätte, was hätte sie vorgefunden? Und dann auch noch die Szene mit den Beeren - Das alles macht so im Film wenig Sinn, lässt nur den Spielleiter seltsam anmuten.
Im Endeffekt wirkte der ganze Überlebenskampf mehr wie eine überspitzte Pfadiübung und nur den Standard Hollywood-Schreck-Überraschungsmomenten wie man sie aus hundert anderen Filmen schon kennt. Auch kommt die Dauer des Spiels überhaupt nicht zur Geltung. Klar wird es ein par mal dunkel und wieder hell (wobei das ja auch wieder gesteuert werden kann von der Spielleitung) aber es wirkt mehr so wie ein Abenteuerwochenende im Wald. Wie lange waren die da drin?
All dies und noch mehr spricht nicht wirklich für den Film. Und nein, ich fand ihn nicht schlecht, wie man vielleicht nach diesen Zeilen meinen könnte, aber über Standard kam er nunmal nie hinaus.
Eurem Gehype nach zu urteilen muss das Buch um einiges besser sein. Aber ja, vielleicht geh ich euch da auch wieder auf den Leim. Auf jeden Fall sollte man nicht das Buch als Rechtfertigung für den Film herbeiziehen. Denn ja, der Schluss nach der Arena war auch wieder völlig überhastet.
3/6 Sterne - Der Film ist durchschnittlich.
[Editiert von st_ba am 2012-03-30 23:53:04]
Mittlerweile konnte auch ich diesen hochgehypten Film, eher durch Zufall, begutachten. Die erste Hälfte des Streifens hat mir überraschenderweise sehr gut gefallen. Der Spagat zwischen "eine gute Show liefern" und "knallharter Realität" hat man sehr gut getroffen. Allgemein geniesst die Story den Vorrang (nicht so wie bei Twilight) und schildert die Vorbereitung zu den Spielen interessant.
Die zweite Hälfte war leider so, wie ich sie erwartet habe. Klischee um Klischee, langweilige und eindimensionale Charaktere und ein sehr schwaches Ende. Ebenfalls hatte ich mit der hektischen Kameraführung Mühe.
Bin da deiner Meinung. Eigentlich ist die letzte Stunde des Films knapp noch 2 Sterne wert, wenn überhaupt. Das Ende ist völlig daneben und wenn man auch mal PG-13 und Geldmangel in den Hintergrund stellt, hätte es sicher auch andere Wege gegeben das Ende besser darzustellen. So wirkt das Ganze bloss in eine falsche Richtung gelenkt und auch unfertig. Schade
Das mit dem Bein wohl aus Budget gründen weggelassen - ist ja aufwändig das jedes Mal irgendwie zu integrieren. Beim Beziehungsstand wird wohl wirklich im zweiten Teil darauf aufgebaut, denn Gale Zuhause weiss nicht wo er jetzt steht und dann können sie viel Spielzeit damit verbraten - Twilight lässt grüssen. Bei der Abschlusszeremonie sowie dem abholen und aufpäppeln hat wohl PG-13 sowie Budget wieder eine Rolle gespielt. War wohl zu teuer oder einfach zu brutal um das zu zeigen.
Ich finde es schade und hat dem Film IMO auch nicht geholfen und hinterlässt eben auch so distanziert anstatt wirklich mit der Geschichte mitzugehen...
Ja ok da hast du recht aber ich denke das man das für den zweiten Film aufgehoben hat um noch ein wenig mit einem Cliffhanger zu enden?
So nun habe ich ihn auch gesehen:
Nachdem ich letzte Woche noch im Eiltempo das Buch gelesen habe und davon wirklich überzeugt war, war ich sehr auf die Verfilmung gespannt und mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle hatte man sicher schon ein heisses Eisen im Feuer. Der Film beginnt dann auch sehr nahe am Buch, zwar nicht mehr in der Ich-Perspektive, aber trotzdem wurde anfangs sehr viel, sehr schön eingefangen. Die erste Hälfte ist dann auch die grosse Stärke am Film und rettet was nachher in den Sand gesetzt wurde. Die Hungerspiele an sich sind abgestumpft und leider nicht halb so fesselnd, wie im Buch. Zudem wurdem alle Gewaltszenen mit der Wackelkamera gedreht. Dies macht zwar für das PG13 Sinn, doch aus meiner Sicht hätte man die Szenen gleich weglassen können, anstatt eine solch schwache Notlösung zu wählen. Die Szenen nerven nur. Hier kommen dann auch die schwächeren Charaktere zum Zug. Die Nebenrollen bzw. die anderen Tribute erhalten viel zu wenig Tiefe und sind so nicht halb so interessant, wie sie das im Buch waren. Die vergessenen Teile der Spiele empfand ich jetzt als weniger schlimm und die Einblicke von Aussen gar ziemlich interessant.
Doch nach den Spielen ist dann wohl das Geld ausgegangen, denn da kommt nur noch warme Luft. Im Buch wird dort soviel Wichtiges preisgegeben, was im Film schlicht nicht vorkommt.
The Hunger Games schafft es dank einem sehr starken Beginn und einem mehr oder weniger passablen Mittelteil doch noch auf ein solides GUT, denn das Ende und auch Teile der Spiele sind wirklich nur knapp durchschnittlich. Die Kameraarbeit bei den Kämpfen ist unter aller Sau, pfui!
und
Ich meine damit, dass im Buch
Abgeschwächt?
Release ist am 22. November 2013.
Ich muss ja sagen, dass ich die Abschwächungen am Ende schon etwas schade fand. Das war im Buch schon sehr hart, aber es zeigte auch, wie schlimm diese Spiele sind.
Am Donnerstag nach dem Film gleich die Buch Trilogie gekauft und bin mittlerweile schon in der Hälfte von Catching Fire. Da wird also noch einiges auf uns zu kommen.
Und auch beim zweiten Mal war The Hunger Games noch fantastisch auch wenn ich nach dem lesen des Buches ein wenig die inneren Dialoge von Katniss vermisst habe. Zudem wurde die Games ein wenig abgeschwächt im Film. Katniss findet in der Arena ziehmlich schnell Wasser wobei sie im Buch am verdursten ist nach 2 Tagen ohne zu trinken. Es wird einem auch nicht ganz deutlich gemacht wie lange sie denn wirklich in der Arena sitzen.
Der Film zeigt dann aber auch wieder schön die Behind The Scenes - Szenen die man im Buch nicht mitbekommt. Also m.M.n. einer der besten Buchverfilmungen bisher.
Jemand eine Idee wann Teil 2 fertig ist?
Ein Drehbuch, dass auf eine A4-Seite passt, farblose Charaktere ohne Tiefe, vorhersehbares Geschehen, Gesellschaftskritik ohne Zähne.
Alles, was ein Flop braucht. Seinen übermäßigen Erfolg verbucht der Film wohl allein für das provokante Thema gladiatorenkämpfender Halbstarker. Aber selbst das ist schon alt. Die Japaner waren mit Battle Royale schneller. Aber wer schaut schon japanische Filme oder liest gar Bücher aus dem Land der aufgehenden Sonne? Also schnell den Stoff auf die gewohnt amerikanische Art verwurstet.
Eine Handlung muss der Zuschauer nicht überreißen. Ihm werden Szenen auf dem Wackelkamerateller im Staccato-Takt präsentiert. Garniert mit ein paar Längen für Geplänkel ohne Substanz.
Die Personen sind allesamt langweilig. Casting und Charakterentwicklung im Schlafrock. Interessante Typen werden von den Autoren fallen gelassen, wie heiße Kartoffeln. Während die Kids nach und nach über den Tellerrand hüpfen, kommt kaum Erschütterung oder gar Mitleid auf.
Was in der nächsten Szene folgt ist meist schon vorher klar. Zu offensichtlich sind die Intentionen der Spielmacher und Spieler. Trotz des scharfen Themas fehlt die Würze.
Die oft besungene Gesellschaftskritik geht in einer Soße von bunten Bildern unter. Das System wird nicht erklärt, erscheint unlogisch. DIesen Brocken mag man nicht so einfach schlucken. Auch nach fleißigem Kauen nicht.
Leichte Kost, aber etwas zäh. Zumindest wurden uns schon schlechtere Filme serviert.
Bon appetit.
Was ist denn das für ein Kritikpunkt?
Ein Trailer gehört ebenso wenig zum fertigen Film wie der Internetauftritt und ist somit für die Bewertung nicht wirklich relevant.
was für eine positive Überraschung. The Hunger Games ist ein fantastischer Film. Von der ersten bis zur letzten Minute hatte ich pure Gänsehaut. Die Trostlosigkeit, die Ausweglosigkeit, der Voyerismus, die Charaktere fesselt von der ersten Minute an. Normalerweise stört es mich bei gewissen Filmen, wenn die erste Hälfte des Filmes nichts passiert und die Spannung erst gegen die Hälfte des Filmes aufkommt. Bei diesem Film stört der Aufbau überhaupt nicht. Mit einer Mischung aus Ekel und Schock hört man Sätze wie "happy hunger games" und sieht das Volk über die jungen Gladiatorinnen und Gladiatoren jubeln und man fragt sich unweigerlich, wo unsere Reality Show Gesellschaft ihre Grenzen finden würde.
Der Showdown ist denn auch spannend gemacht, geht ans Herz, legt aber auch Wert darauf weder zu blutige Szenen noch ein Abschlachten der Sympathieträger zur Schau zur stellen. Darum empfinde ich auch die oben geäusserte Kritik am Film als nicht ganz gerechtfertigt. Auch ich verabscheue Filme wie Hostel, das kann man aber niemals mit Hunger Games vergleichen. Bei Hunger Games steht die Gesellschaftskritik im Vordergrund. Der Spiegel der Menschheit wird einen schonungslos vorgehalten, was das wirklich Brutale am Film ist. Die Kämpfe wurden so gefilmt, dass man (bis auf eine ganz kurze verwackelte Szene, die ebenfalls dezent gehalten wurde) kein Abschlachten zwischen Kindern beobachten muss.
Einziger Kritikpunkt: Die Gratwanderung zwischen zu viel und zu wenig in Trailern verraten ist ziemlich schwierig. Der Trailer von The Hunger Games wird dem Film nicht mal ansatzweise gerecht. Der Trailer hat mein Interesse am Film überhaupt nicht geweckt und ich kenne viele Leute, die mit dem Trailer nichts anfangen könnten, den Film aber sicher super finden würden.
"Die Art": Hochauflösendes Bild, bombastischer Soundtrack, alles perfekt ausgeleuchtet, den "schönsten" Winkel, ...
Und ja, Battle Royal würde ich mir auch nicht ansehen ...
Denke mal mit dem Kontext
wird ein solcher Film auch anderst angeschaut und dann ist es auch schwer das warum und wieso verständlich zu begründen... von dem her kann man dies auch so akzeptieren...
Ich weiss, dass die Diskussion ja beendet sein sollte, aber da muss ich jetzt doch noch schnell nachhaken: Was meinst du mit "die Art"? Mir scheint es einfach, als drehest du dich im Kreis: Du denkst, dass der Film diese Dinge zeigt, um Merchandising zu verkaufen, also weisst du, dass das Ganze moralisch verwerflich ist.
Und was du wohl zu Battle Royale, einem klaren gedanklichen Vorreiter zu den Collins-Romanen, sagen würdest...?
Wenn du es so darstellst, hätte ich fast Lust, das Seminar auch zu besuchen.
Natürlich, umgedreht stimmt es auch.
Und ja, zurück zum Film.
Das Umgekehrte gilt übrigens auch: Nur weil etwas populär und spannend geschrieben ist und auf den ersten Blick "trivial" scheint, heisst das nicht, dass nichts dahinter ist. Das Fach wäre Populäre Literaturen und Medien; ich bin übrigens eine der Dozentinnen, und wir haben uns das Buch natürlich nicht einfach als Lektüre ausgewählt, weil es uns gefällt. Wir besprechen es, weil darin zahlreiche äusserst komplexe Aspekte wie z. B. Selbstbestimmung, politische Machtausübung, Identität, Körpertechniken, Gender etc. behandelt werden. Da lassen sich einige Parallelen zu klassischen Dystopien wie z. B. von Orwell oder Huxley erkennen.
Aber ich sehe: We agree to disagree. Gehen wir doch zurück zur Filmdiskussion.
Danke, das ist sehr großzügig von dir.
Nur weil es in der Uni gelesen wird, muß es nicht Tiefgang haben. Damit will ich dir nicht zu nahe treten, nur die Formel "in der Uni lesen= besonderes Buch" funktioniert nicht immer. In welchem Fach/Seminar lest ihr es? In welchem Kontext? In der Uni Leipzig kann man z. B. ein Seminar über Karl May besuchen. Und so sehr Winnetou ein Held meiner Kindheit ist, würde ich doch nicht so weit gehen, die Karl May-Bücher als Höhepunkte der hochgeistigen Literatur anzusehen. (Als Höhepunkte der Jungendliteratur/Abenteuererzählungen schon.)
Ich sprech dem Buch ja auch nicht ab, das es Denkansätze hat. Ich glaube nur nicht, das es sich auf Augenhöhe mit den anderen erwähnten Büchern befindet.
Also in den meisten Ländern kamen die LotR-Filme auch ab 12-14 raus.
EricDraven, du darfst natürlich deine eigene Meinung haben, es greift dich hier niemand an, weil du den Film nicht sehen willst. Jedem das Seine.
Naja, das halte ich hingegen für etwas heikel. Etwas schlicht als Science Fiction oder Fantasy ohne Tiefgang abzutun, ohne dem Ganzen einen wie auch immer gearteten Wert zuzusprechen, find ich grundsätzlich etwas gar einfach. Und gerade die Hunger-Games-Bücher sind zwar recht "einfach" und lesbar geschrieben, haben aber extrem viel drin und behandeln zig Diskurse, ohne auf einfache Dichotomien zu reduzieren. Wir lesen das Buch dieses Semester in einem Seminar an der Uni. Es ist also nicht einfach eine "einfache" hirnlose Story, die erst jetzt für den Film als "tiefgründig" und moralisch aufgebauscht wird.
1. Ich persönlich mag solche Filme nicht. Ich habe ein Problem damit, zu sehen, wie Kinder getötet werden. Weil ich a) selbst Vater von Zwillingsmädchen bin und b) im Auslandseinsatz war und viele Kindergräber gesehen habe.
2. Ich verweigere mich nicht, aber ich sag es noch einmal : Mich hat schon der Klappentext des Buches irritiert und die Zusammenfassung bei wikipedia hat mich völlig überzeugt, dass das Buch nichts für mich ist. (Und ja, wiki mag als wissenschaftliche Quelle nichts taugen, aber um grob die Geschichte der Hunger Games nachzulesen, dafür reicht es.) Und wenn der Film sehr nah an der Vorlage ist, ist auch der Film nichts für mich. Ich halte es für falsch, das Töten von Kindern auf die Art darzustellen. Und im Gegensatz zu "Herr der Fliegen" oder "1984" habe ich vorher nichts von dem Buch gehört. Auch nicht, dass es der moralische/philosophische/ethische Überflieger ist. Es ist einfach nur eine Fantasygeschichte, in die jetzt im Nachgang (so zumindest mein Eindruck) Tiefe und Moral hineininterpretiert wird, um zu rechtfertigen, warum man sich den Film doch angucken kann.
3. und da geht es jetzt weniger um die Verfilmung an sich: Ich halte es für falsch, den Film ab 12 freizugeben. (Vor allem mit der Bedeutung, dass ihn dann schon 6-jährige sehen dürfen.) Es ist nicht so, dass ich Jugendlichen nicht zutraue, etwas moralisch richtig zu beurteilen. Ich traue einem 10-jährigen aber nicht zu, sich den Film mit Dolby Surround auf einer riesigen Leinwand bestens ausgeleuchtet anzusehen, ohne dass es ihn kalt lässt. (Das wäre fast noch erschreckender.) Ich sehe einen Jugendlichen aber auch erst ab ca. 14. Deswegen gibt es da ja auch die "Jugendweihe" bzw. "Konfirmation". Das ein Film mit einer Freigabe ab 16 auch erfolgreich sein kann, haben ja z. B. die LotR-Filme gezeigt. Ich glaube nicht, dass die Zuschauer zwischen 12 und 16 entscheident sind für diesen Film. Ich habe im Studium eine Zeitlang im Kino gearbeitet und ich habe erlebt, dass sich viele Eltern auf das Urteil der FSK verlassen, weil sie zu träge/beschäftigt/unwissend sind, um sich selbst zu informieren, ob der Film etwas für ihre Kinder ist. Wie bei einigen anderen Filmen auch habe ich das Gefühl, dass hier mal wieder das Geld über die Altersfreigabe bestimmt hat. Aber das Thema FSK lassen wir lieber.
So, wir können gern weiter reden, aber ich bitte darum, die 3 Punkte etwas getrennt zu betrachten. Werft nicht alles in einen Topf. Punkt 1 ist nur auf mich persönlich bezogen, Punkt 3 ist ganz allgemeiner Natur, und Punkt 2 liegt irgendwo dazwischen.
[Editiert von EricDraven am 2012-03-23 08:14:11]
Hunger Games – wieder mal ein gehypter Film, der als neue Saga etabliert werden soll. Wenn man den Film mit dem Buch vergleicht, haben sie primär einiges richtig gemacht. Zum einen haben sie sich von der Ich-Perspektive gelöst, welche die ganze Handlung nur aus der Sicht von Katniss zeigte und ergänzten den Film von Anfang an mit den Handlungsplätzen welche Katniss im Buch nie gesehen hat. So sieht man neben der Action in der Arena auch was hinter den Kulissen geschieht und damit wollten so wohl auch wie bei Cube Zero die eiskalte Maschine im Hintergrund zeigen. Die ausgewählten Schauspieler bieten durchwegs eine gute Leistung und mit der zu Beginn rasch vorangetriebenen Handlung kommt man auch schnell in den Film hinein.
Dennoch grassiert auch hier das John Carter-Phänomen – das Szenario hat man nun mal schon in sehr vielen Ausprägungen gesehen und im Hinblick auf Battle Royale, Cube, Running Man oder Death Race, vermag Hunger Games nur wenig Neues bieten. Da man zudem hier – im Gegensatz Cube – nie die Ohnmacht erlebt, komplett den Spielen ausgeliefert zu sein oder auch nie die Intensität/Spannung/Brutalität der anderen aufkommt, bleibt nur sehr wenig übrig. Die Handlung dümpelt letztendlich auch sehr dahin, die Beteiligten haben nur wenig Charisma oder bleiben Gesichts- und Namenlose Gegner. Nach dem eingeschlafenen und eher lustlos hingewurstelten Finale, dass niemals der Erlösung einer Long Road to Hell gleichkommt, bleibt vom Film auch eher wenig hängen.
Fazit: Hunger Games hat das Buch sicher ordentlich eingefangen und geschickt dort erweitert, wo man sich im Buch gefragt hat, was eigentlich hinter den Kulissen vor sich geht. Dennoch – und das liegt wohl auch an der PG-13-Freigabe - mussten sie wohl die Romanze deutlich mehr in den Mittelpunkt rücken, als die Intensität und krankhafte Natur der Spiele zu zeigen. Dennoch bleibt es ein ordentlicher Film, der etwas Oberflächlich in eine interessante Welt einführt, doch wirklich interessant oder spannend wird es wohl erst in den nächsten Teilen, wenn die Welt mehr erkundet wird…
3.5
(bzw. dass der Subtext, den du der Story ja auch abzusprechen versuchst, so und so gemeint ist?)
EricDraven, warum weigerst du dich, auf die Argumente einzugehen, die dir klarzumachen versuchen, dass The Hunger Games viel näher an 1984 als Hostel ist? Wieso diese Pauschalverurteilung? Wenn du weder Bücher noch Film kennst, wie kannst du dann wissen, dass die Geschichte so und so ist?
[Editiert von El Chupanebrey am 2012-03-22 23:07:43]
Blutlos? Nein. Für einen PG-13 waren einige Szenen sehr grenzwärtig (vorallem weil der Film bei uns für Kinder aller Altersgruppen zugelassen ist). Und geträumt wird auch nicht viel. Bin gerade das Buch am lesen und bisher hält sich der Film sehr gut an die Vorlage.
Gelesen haben es wohl Leute ab 12 bis 99. Und genau das ist die weite Zielgruppe; enger gefasst sind es wahrscheinlich Leser von 12-14 bis Mitte 20. Der Film richtet sich an alle ab 12.
Ich streite Jugendlichen gar nichts ab, aber versuchen wir vorher mal, zu sortieren und Begriffe zu definieren:
Ab wieviel Jahren ist jemand für dich ein Jugendlicher?
Wer ist die Zielgruppe dieses Filmes?
Was glaubst du, wer das Buch so gelesen hat? (Alter)
Ich finde auch: Der Film hat in den USA ein PG-13-Rating, bei uns ist er ab 12. Wenn jüngere Kids den schauen, liegt das in der Verantwortung der Eltern, wobei es aber sicher auch Jüngere gibt, die sowas verkraften und auch verstehen. Ich z. B. hab in dem Alter schon viel Schlimmeres gesehen, ich hätte den Film mit 10 total spannend gefunden.
Aber wenn du eine andere, zielgruppengerechtere Verpackung forderst, sprichst du damit Jugendlichen nicht die Fähigkeit ab, sich für solche Themen zu interessieren und sie auch zu verstehen? Es sind ja nicht nur Kids in diesem Spiel, um das Ganze besonders brutal zu machen, sondern eben auch, um das Zielpublikum direkt anzusprechen. Man identifiziert sich mit den Figuren, und das würde schlicht nicht so gut funktionieren, wenn es Erwachsene mit viel Lebenserfahrung wären. Jugendliteratur wirkt von aussen oft sehr brutal und ernst, und immer wieder kommt die Meinung auf, das könne man den Jungen nicht zutrauen. Ich denke, der Erfolg der Buchreihe - und wies aussieht auch des Filmes - zeigt aber, dass man es eben doch kann. Also wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen viel lieber einen kritischen Film wie diesen zeigen als z. B. einen der Twilight-Filme, wo sie ein seltsam reaktionäres Bild von Liebe und Geschlechterrollen aufschnappen könnten.
echt, ab 12 ist eigentlich ab 6? how bizarre is that?! naja, dann müsste man allerdings den eltern die ohren langziehen, die ihre kindergärtler mit in so einen film schleppen...
ich denke, der vergleich mit hostel und ähnlichem ist nicht statthaft, da dort die gewalt selbstzweck ist, hier aber ein element der story.
sag mir eine stelle, nur eine, in der "brian" blasphemisch ist.
Ich kenne die Story. Zwar nur die wikipedia-Zusammenfassung, aber das hat schon gereicht. Und so toll die Message auch ist, das kann man entweder anders verpacken (z.B. mit Arnie) und dann den Film ab 18 machen oder Zielgruppengerechter erzählen. "1984" ist nicht weniger eindringlich und warnend, weil es da nur um Erwachsene geht. Oder "V wie Vendetta". Oder, oder oder... Aber muß man die Message einem 8-jährigen oder 12-jährigen auf die Art vorführen?
In Deutschland bedeutet "Frei ab 12" dass ihn Kinder ab 6 in Begleitung ihrer Eltern sehen dürfen.
Normalerweisde hüte ich mich vor Pauschalurteilen. Aber was dieser Film macht, wenn er sich auch nur halbwegs an die Bücher hält, (und die Reviews lassen das vermuten), muß nicht meine Zustimmung finden.
Aber ich finde auch Filme wie "Hostel"
Und der Vergleich mit Brian hinkt insofern, dass mich an "The Hunger Game" stört, dass da Kinder getötet werden. Das weiß ich. Die britischen Gemeinden konnten sich nicht sicher sein.
PS: Und so ein klitzekleines bisschen war "Brian" ja auch blasphemisch.
[Editiert von EricDraven am 2012-03-22 10:43:54]
Na mal gucken, ich bin gespannt wie sie die Balance in dem Film finden, oder ob es wieder eine blutlose PG-13 träumerei ist, bei der die tragische Thematik schlichtweg untergeht. Als Film hat die Geschichte sicher Potential, jetzt kommt es nur noch auf die Erzählweise draufan...
hä? wenn er ab 12 ist, dann sollten 6jährige ihn doch eher nicht sehen, oder?
wie kannst du so eine aussage über einen film machen, den du nicht gesehen hast?
da fallen mir die britischen gemeinden ein, die dazumals "life of brian" bannten, weil sie gehört hatten, dass der film blasphemisch sei.
(und nur nebenbei: kenne weder bücher noch film)
Ich denke, wenn man die Story nicht kennt, kann man sich das wohl schlecht vorstellen. Aber es geht natürlich nicht um die ästhetische Darstellung davon, wie sich Kinder gegenseitig abschlachten, sondern um die Darstellung eines durch und durch grässlichen politischen Systems. Und es geht am Schluss natürlich auch darum, etwas zu ändern.
Gib doch sonst mal dem Buch eine Chance. Das ist nämlich sogar noch etwas brutaler als der Film, aber die Message ist klar gegen Überwachung und Mord als Sport und totalitäre Systeme. Und gerade für junge Menschen ist Katniss ein grossartiges Vorbild einer nicht perfekten, starken Heldin, die sich gegen die unfaire Machtausübung eines Staates wehrt. Glaub mir, die Story ist um einiges komplexer und kritischer, als die riesige Marketingmaschinerie vermuten lassen könnte.
Unglaublich stimmig und bedrückend, da werden wohl viele überrascht werden da die grausige Marketingkampagne doch sehr nach Teenie-Einheitsbrei aussieht.
Kann Eric Draven's Gedankengang nachvollziehem und habe mich auch manchmal gefragt wie dies PG-13 sein kann und der Colin Firth nur ein paar mal Fflucht für ein R, aber das ist eine ewige diskussion.
Hnuger Games ist spannend, deprimierend und berauschend inszeniert. Leider gibt es doch ein paar Schönheitsfehler, aber das Gesamtbild stimmt.
Ja, das ist der Grund, warum ich mir den Film nicht ansehen werde. Ich finde das nur krank.Und eigentlich spricht es dagegen, den Film viele Sterne zu geben. Wofür? Weil das Töten von Kindern qualitativ hochwertig dargestellt wird? In schönen Farben? Filme wie "Lord of War" oder "Blood Diamonds" sollen wenigstens mahnen, was ändern. Dieser Film hier soll nur unterhalten und den Verkauf von Merchedaising erhöhen. Wenn dann der nächste Schüler Amok läuft, sind es wieder die bösen Killerspiele. Aber diese Darstellung des Tötens ist für 6-Jährige geeignet?!? (Denn er hat eine Freigabe ab 12.)
Was ich von dem Film halte:
Und ja, das passiert selten, aber: Ich werde dem Film keine Chance geben.
Lange habe ich auf das Release gewartet und heute war es danna uch endlich so weit.
The Hunger Games war packend und spannend inszeniert und sogar die Jungdarsteller machten ihre Arbeit sehr gut.
Als jemand der die Buchvorlage nicht kennt hatte ich teilweise schon ziehmliche WTF-Momente. Wie kann man Kinder einander töten lassen? Vorallem die ganz kleinen (12 Jährigen) waren ein wenig zu viel des guten. Hierdurch musste ich mehr als nur eine Träne verkneifen.
Die Thematik des Films hat mich jedenfalls sehr gepackt, vorallem weil in Afrika usw. täglich Kinder einander ermorden weil sie dazu gezwungen werden. Zum Glück ist die TV-Show bisher keine Realität aber wie lange wird es dauern bis wir auch solche reality Kost vorgesetzt bekommen?
Aber genug filosofiert! Endlich mal wieder ein Blockbuster der einem zum Nachdenken ansetzt und der vom Anfang bis zum (etwas zu kurzem) Ende unterhält.
Ich bin sehr gespannt auf den Film, habe im voraus relativ wenig darüber gehört und bin vom jetzigen Hype ziemlich überrascht. Aber bin ich der einzige der bei the Hunger Games eine ziemlich grosse Ähnlichkeit zu Battle Royale sieht?
Ich weiss nicht ob vielleicht die Japaner damals schon bei der Buchvorlage geklaut haben aber das Grundgerüst ist doch eigentlich fast genau dasselbe: In der Zukunft befindet sich die Gesellschaft am Abgrund, die Regierung hat das Volk mit eiserner Faust unter Kontrolle und organisiert ein Spiel in welchem eine zufällig ausgewählte Teenager Schulklasse gegeneinander antreten muss. Das Ganze wird am TV übertragen und nur Einer kann am Schluss überleben.
Gehe den Film natürlich selber schauen um mir eine Meinung zu bilden, nach den positiven Reviews hab ich aber wenig Bedenken
Neuer Twilight, oder nicht neuer Twilight – das ist hier die Frage. Die Antwort: Ganz bestimmt nicht. Das Szenario ist schon rein von der Ausgangslage her schon verdammt spannend. In der ersten Hälfte fängt Regisseur Ross die Trostlosigkeit im Distrikt 12 sehr gut ein und beim „Reaping“ war ich schon nahe an den Tränen dran. Die Kaptiolszenen danach sind super, obwohl manchmal das kleine Budget zu erkennen ist (Stichwort: Feuer). Die Figuren Cinna und Haymitch waren zwar perfekt besetzt, aber Haymitch hätte etwas böser sein können, und dass Cinna der beste Freund von Katniss während den Vorbereitungen wird, ist nicht so ersichtlich. Aber sonst ist alles super.
Während also alles vor den Spielen fast sechs Sterne erhält und beim Countdown meine Sitzlehnen etwas gelitten haben (pps kann das bestätigen), ist das Spiel selbst dann nicht mehr ganz auf dem gleichen Niveau. Dies vor allem weil Katniss versucht fernab von jeglicher Konfrontation zu überleben. Wenn Katniss aber dann mal mutig sein muss, schlägt dann auch das Herz jedes Actionfans höher.
Um die PG-13-Freigabe zu erhalten, musste Ross und sein Team die Kämpfe mit der Wackelkamera filmen. Doch auch dann gibt es immer noch genügend rohe Gewalt zu sehen und man fragt sich ernsthaft, wie die Verantwortlichen das nur mit einem PG-13-Rating durchbringen können. Nach The Dark Knight wird wohl auch The Hunger Games schnell als Beispiel genannt werden, wenn versucht wird ein R-Rating-Publikum für einen PG-13-Film zu begeistern.
Fazit: The Hunger Games ist packende Unterhaltung von A bis Z. Beinahe durchgehend spannend, überzeugende Setting und knallharte Fights. Nur in einer Szene könnten Twi-Hards Paralellen zu ihrer Serie sehen, doch die müssten dann ignorieren, dass Liebe hier nur ein Mittel zum Zweck ist. Endlich wieder einmal ein Film, der seinem Hype gerecht wird.