The Hobbit: An Unexpected Journey (2012)

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

The Hobbit: An Unexpected Journey (2012) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Oder: Die Rückkehr zum Anfang

Zwerge tragen Bart, im Fall!

Zwerge tragen Bart, im Fall!

Vor langer Zeit lebte im Auenland ein Hobbit namens Bilbo Baggins (Martin Freeman). Er lebte in seinem schönen Haus, erfreute sich an Essen und Tabak und wäre nie auf die Idee gekommen, seine geliebte Heimat zu verlassen. Bis eines Tages der Zauberer Gandalf der Graue (Ian McKellen) vor der Türe stand und ihm von einem Abenteuer erzählte. Natürlich wollte Bilbo der Aufforderung nicht Folge leisten, bekam aber kurz darauf Besuch von Zwergen. Deren dreizehn strömten in sein Haus, assen ihm die Vorratskammer leer und erzählten von ihrem Plan.

Mal wieder abstauben?

Mal wieder abstauben?

Unter der Führung von Thorin Oakenshield (Richard Armitage) wollten die Zwerge ihre Heimat zurückerobern. Dort hatte sich Jahre zuvor ein gigantischer Drachen niedergelassen, das Königreich im Berg übernommen, mitsamt dem dortigen Schatz. Dieses Abenteuer, diese Reise, würde die Gruppe, der sich auch Gandalf anschloss, einmal quer durch Mittelerde führen; an Orks vorbei, in tiefe Berge hinein und stetig verfolgt von bösen Mächten. Die haben verschiedene Formen und Gestalten: vom bleichen Ork bis hin zum dürren Männchen, das einen mächtigen Ring mit sich trägt... Aber das ist eine andere Geschichte.


Film-Rating

Seit 2003 mit The Return of the King die Ring-Trilogie von Peter Jackson ihren Abschluss fand (und mit Oscars überhäuft wurde), wurden bald Stimmen laut, die mehr wollten. Was lag anderes auf der Hand, als den Vorgänger, The Hobbit, ebenfalls auf Film zu bannen? Die Buchvorlage von JRR Tolkien mag zwar nicht so dick und ausführlich sein, aber das braucht sie auch nicht. Denn einmal mehr hat Peter Jackson die Produktion nach Neuseeland geschifft und präsentiert den ersten Teil einer neuen Trilogie: The Hobbit: An Unexpected Journey.

Der Film macht es schon nach den ersten Takten der Filmmusik klar - es geht zurück in das Land, in die Gegend, die uns vor ein paar Jahren schon so verzaubert hat. Erneut werden uns grandiose Bilder der wunderbaren Landschaft gezeigt, und dabei wird eine Story erzählt, die etwas ruhig in die Gänge kommt, aber dann ihre volle Pracht entfaltet. Dabei ist es nicht mal so tragisch, dass man auch nach knapp 170 Minuten die Zwerge noch nicht gross voneinander unterscheiden kann. Die Gruppe steht zusammen und hat mit dem Anführer Richard Armitage einen starken Schauspieler, der sich in den Vordergrund spielt. Der Rest der Gruppe ist entweder verfressen, versoffen, nicht helle oder dann sehr erfahren.

Die Schauspieler kennen wir vielfach aus der Ring-Trilogie. Neben einem hervorragend aufspielenden Ian McKellen bekommen auch Elijah Wood und Cate Blanchett ihre Momente - und natürlich "Saruman" Christopher Lee, der gewohnt diabolisch in die Kamera guckt. Die beiden besten Figuren sind jedoch diejenigen von Martin Freeman und Andy Serkis: ersterer als Hobbit mit Anpassungsschwierigkeiten, der bald über sich hinauswächst. Der andere in seiner "Paraderolle" als Gollum, der mit Bilbo in der Höhle ein genial in Szene gesetztes Spiel treibt. Hervorragend!

Wer bei The Hobbit: An Unexpected Journey was zu meckern sucht, wird sicherlich fündig. Den einen ist der Anfang zu lang, die anderen stören sich am Overkill der Orks oder an deren Gestaltung. Fakt ist aber, dass der Film seinen hohen Ansprüchen gerecht wird und eine Geschichte erzählt, die zauberhaft, magisch und vor allem lustig ist. Denn da schon das Buch eher für Kinder geschrieben wurde, dürfen natürlich auch im Film die Slapstickmomente ebenso wenig fehlen wie die lustigen Sprüche.

Fazit: The Hobbit: An Unexpected Journey ist der Start in eine neue, spannende und wunderbar in Szene gesetzte Geschichte, der viel Wiedererkennungswert bietet, aber auch schon andeutet, dass es in den Fortsetzungen einiges dunkler zu- und hergehen wird. Ein toller Film, der vor allem den Fans alles bietet, was sie erwartet haben. Das Jahr, das wir jetzt auf die Fortsetzung warten müssen, ist jetzt schon zu lang...


OutNow.CH:

Bewertung: 6.06

 

07.12.2012 / muri

Community:

Bewertung: 4.5 (151 Bewertungen)

 

 

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