Infos zu Cloud Atlas (2012)
Das Epos nimmt seinen Lauf im Jahre 1846 auf einer ereignisträchtigen Überseefahrt im Pazifik. Der junge Anwalt Adam Ewing (Jim Sturgess) zweifelt nach Besichtigung einer Plantage an der Sklaverei und hält seine Gedanken in einem Tagebuch fest. 1936 entdeckt der blutjunge Komponist Robert Frobisher (Ben Whishaw) das halbfertige Buch, welches ihn zu seinem Lebenswerk, dem "Wolkenatlas-Sextett" inspiriert und ihn nach dem zweiten Teil des Tagebuches suchen lässt. Im San Francisco der 1970er-Jahre deckt die Journalistin Luisa Rey (Halle Berry) zusammen mit dem Atomexperten Isaac Sachs (Tom Hanks) einen Atomskandal auf.
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Film-Infos
Drehorte: Deutschland, USA, Hongkong, Singapur 2012
Genres: Drama, Mystery, Sci-Fi
Laufzeit: 172 Minuten
Kinostart: 29.11.2012
Verleih: Ascot Elite
Regie: Tom Tykwer, Andy Wachowski, Lana Wachowski
Drehbuch: David Mitchell (Roman), Lana Wachowski, Tom Tykwer, Andy Wachowski
Musik: Reinhold Heil, Johnny Klimek, Tom Tykwer
Darsteller: Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Du-na Bae, Ben Whishaw, Keith David, James D'Arcy, Xun Zhou, David Gyasi, Susan Sarandon, Hugh Grant, Robert Fyfe, Martin Wuttke, Robin Morrissey, Brody Nicholas Lee, Ian van Temperley, Amanda Walker, Ralph Riach
The Internet Movie database (IMDb)
Kommentare zum Film
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33 Kommentare
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Überraschenderweise hat mich keine der vielen Stories gelangweilt oder gar nicht interessiert. Die einzelnen Geschichten sind stimmig umgesetzt, bieten von Tragik bis Humor eine breite Palette und wem das nicht reicht, der amüsiert sich ab den verkleideten Darstellern. Trotzdem, 30 Minuten weniger wären angenehmer gewesen. So zieht sich doch der Mittelteil recht in die Länge. Aber im Grossen und Ganzen als "Gut" befunden. |
Interessanter Link. Danke |
Auf dieser Seite wird der Effekt sogar noch gelobt. http://www.fxguide.com/featured/cloudatlas/ Auf der Leinwand fand ich ihn aber auch nicht überzeugend. Wie gesagt, eher die Qualität alter Filmeffekte, bei denen man ein Modell mit einem Beutel Benzin drin gesprengt hat. |
Fällt aber immer wieder mal auf, dass nicht alle Effekte durchgehend gleich überzeugen. Könnte also durchaus auch ein Patzer sein. |








Zugegeben, keine Ahnung. Die Szene ließ mich auch stutzen
Im Vergleich mit den Effekten im Dystopie-Szenario muss man das aber fast schon annehmen.. 
verstehe.... war das tatsächlich so beabsichtigt?
70er-Jahre-Effekt eben.
wie geil!
Der zweite Aspekt (Alles ist miteinander verbunden usw.) habe ich lange nur verschommen, bis gar nicht wahrnehmen können. Gut rein von den Bildern her offensichtlich dargestellt, fehlte mir aber ein wenig der direkte Bezug darauf. Gegen Ende wird das Chaos aber immer wie durchsichtiger und die letzte Viertelstunde ist dann wirklich unglaublich gelungen und klärt so einiges, wenn auch nur zwischen den Zeilen sehr schön auf.
Die erste Stunde ist schwach, viel Gerede, wenig Zusammenhänge, teilweise sehr mühsam.
Die zweite Stunde bringt etwas Action mitsich und lässt die Figuren endlich einmal ein wenig agieren, gefällt darum schon besser. Die letzte Stunde wird dann von Minute zu Minute packender.
Cloud Atlas ist kein Film für zwischendurch und er hat sich teilweise auch echt zu viel vorgenommen, doch im Ganzen betrachtet, zeigt er doch eine abwechslungsreiche, innovative Geschichte, die viel Raum für eigene Thesen mitsichbringt. Ein philosophisches Werk, dass teilweise überladen und oberflächlich wirkt, dann aber wieder in seiner Tiefe zu ertrinken droht. Sicherlich auch beim zweiten und dritten Ansehen noch intensiver und besser. Freu mich irgendwie schon darauf!
Was für ein aufgeblasener, intellektuell wirken wollender Haufen Künstlerscheisse! In der 1. Hälfte ist es teilweise völlig langweilig, die 2. Hälfte nimmt dann aber an Fahrt zu, aber ich habe mich nicht mehr gross für den Film & die Figuren interessiert. 2 Sterne für tolle Settings, schöne Szenen, Schauspielerraten & die Ambition ein solches "Werk" überhaupt in Angriff zu nehmen.
No worries. Hier darf immer gerne diskutiert werden. Dann los.
Sollte kein Stempel sein. Eher ein Anreiz zur Diskussion. Wurde aber leider falsch aufgenommen.
Nee, das geht noch nicht darum. Ich find's persönlich nur ziemlich oberflächlich, andere Meinungen schnell einmal als "Du hast es nicht verstanden" abzustempeln. Und nicht alle Zuschauer in einen Topf werfen.
dagegen ist ja nichts einzuwenden... nur ist eben "battleship" auch innerhalb seines genres eine nullnummer - ausser, du meinst das sub-sub-sub-genre "verfilmte brettspiele ohne wahrnehmbare story, gewürzt mit aufgewärmten "transformers"-effekten und dilletierenden sängerinnen anstelle von schauspielern; mit dem unterhaltungswert eines furzkissens"
was das mit "cloud atlas" zu tun hat? nun, das "ist eigentlich klar ersichtlich, wenn man etwas nachdenkt."
ach, wieso denn? deine bewertung ist deine bewertung - ihr wert für mich (und ich spreche hier nur für mich) ist allerdings sehr relativ...
[Editiert von gargamel am 2012-12-04 14:33:55]
Oh ja, lustig wars auf jeden Fall. Ich hab mich in der Szene fast nicht mehr eingekriegt vor Lachen.
Ich bewerte Filme für gewöhnlich im Genrekontext. Ist eigentlich klar ersichtlich, wenn man etwas nachdenkt. Wer bei Battleship ein anspruchsvolles Drama erwartet ist selber schuld.
Wobei mir auch nicht ganz klar ist, was das alles mit Cloud Atlas zu tun haben soll. Ich glaube, ich habe dir meine Bewertungskriterien schon einmal vorgekaut.
Du kannst natürlich auch versuchen mich vom Balkon zu werfen, wenn dir meine Bewertung nicht passt...
genau, darum haben die meisten (ausser dir natürlich) auch den anderen meilenstein der filmgeschichte nicht als solchen erkannt: "battleship" (5 sterne).
der hatte dasselbe problem:
Ist doch so. Es geht nicht darum, wie die Darsteller in den verschiedenen Masken aussehen. Das ist völlig unerheblich für den Film. Eine Pappnase hätte es auch getan. Die Zuschauer sind einfach zu verwöhnt mit Oberflächlichkeiten. Hauptsache einfach, bunt und nicht zu abstrakt.
Uhhh, diese Bemerkung liebt die Menschheit.
WTF ja. Aber ich fand's lustig. Vor allem die Szene, die einen innovativen Ansatz zum Umgang mit arroganten Kritikerschnöseln zeigt...
Ach ja, wohl mein persönlicher Favorit: http://outnow.ch/Movies/2012/CloudAtlas/Bilder/movie.fs/12 WTF-iger geht ja wohl fast nicht mehr.
Ich weiss, ich weiss. Die Grenzen zwischen Geschlechtern und Hautfarben werden aufgehoben, wir sind alle verbunden, die Rollen tauchen in allen Formen auf, bla bla bla. Gut ist es deswegen immer noch nicht.
[Editiert von El Chupanebrey am 2012-12-03 23:48:48]
Dann hast du es nicht verstanden.
Für mich hat das Ganze ja eh stellenweise wie der längste Monty-Python-Sketch aller Zeiten ausgesehen.
Nun ja, man kann ja nicht behaupten, dass man in Cloud Atlas nichts kriege fürs Geld. Für einen Kinoeintritt gibt's gewissermassen gleich sechs Filme aus unterschiedlichen Genres:
- ein Kolonial-Kostümdrama
- eine romantisch-tragische Künstlerbiographie
- einen brisanten Politthriller
- eine makabere Brit-Komödie
- ein imposantes Science-Fiction-Epos
- ein in der Zukunft spielendes Ethnokitsch-Märchen mit übersinnlichen Elementen
Positiv ist, dass der Film diese Geschichten gekonnt nebeneinander erzählt, ohne je unübersichtlich zu werden. Auch ganz witzig finde ich den Einfall, in jeder Episode die selben Schauspieler auftreten zu lassen, auch wenn dies teilweise etwas ins Bizarre abdriftet (Halle Berry als hellhäutige Blondine, Hugo Weaving als Krankenschwester...). Man kann den Film so einfach als amüsantes Star-Spotting anschauen - mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.
Aber der Film will natürlich nicht nur ein lüpfiges Kostüm- und Special-Effects-Spektakel sein, sondern strotzt nur so vor Ambition. Denn er hat ja offensichtlich den Anspruch, die grossen Fragen der Menschheit aufzugreifen. Und hier zeigt er seine Schwächen. So lose, wie die Episoden miteinander verknüpft sind, wirken sie beliebig, und die Kernaussage bleibt unverbindlich: Soll sich doch jeder die Moral von der Geschicht' nach eigenem Gusto zusammenzimmern. Die Erkenntnis, dass die Interaktion zwischen Menschen über Jahrhunderte hinweg von ähnlichen Elementen durchsetzt ist, ist ja ganz nett, als philosophischer Grundbau für ein derart ambitionertes Werk aber etwas dürftig. Nicht zuletzt aus diesem Grund wirken die drei Stunden etwas aufgeblasen.
Dennoch: Abgesehen davon und von der kruden letzten Episode (Hokuspokus-Trara im Pseudo-Avatar-Stil), hat mir Cloud Atlas durchaus gefallen. Was mir letztendlich aber endgültig die Stimmung vergällt hat, ist die Schlussviertelstunde. Mit den Zuckerguss-Plattitüden hat sich der Film dann letztendlich doch noch die vier Sterne versockt, die er eigentlich verdient hätte.
Ich glaube, ich habe noch nie einen Film gesehen, der so spektakulär in sich zusammenfällt, wie Cloud Atlas. Ein einziges Chaos aus guten und schlechten Ideen, sinnlosen Besetzungen und ins Leere laufenden philosophischen Anstössen. Ein geeigneter Tonfall wird ebenso wenig gefunden wie ein ein Ende von Verwandlungsmöglichkeiten für Tom Hanks. Alles in allem, ein kleines Wunder: Filme in dieser Grösse scheitern heutzutage nur sehr selten dermassen atemberaubend. Insofern ist Cloud Atlas nicht nur unfreiwillig komisch – all die Verkleidungen, einschliesslich Hugo Weaving als Frau, haben etwas Pythoneskes –, sondern auch absolut faszinierend, wenn auch aus den falschen Gründen.
Bin nicht mit dem Review einverstanden, vor allem weil dieser Film bei mir auf keinen Fall gähnen oder irgendwelches unruhiges Ranken verursacht hat. Ich sass schon öfters im Kino bei einem Film der nicht mal 2h ging und guckte mehrfach auf die Uhr, das tat ich bei Cloud Atlas kein einziges mal.
Ein wirklich schöner Film, mit sehr schönen Bildern, mit einem Staraufgebot an Schauspielern die es auch wirklich drauf haben, denen man jede einzelne ihrer Figuren abnimmt und das entdecken wer jetzt hier wer ist macht sogar Spass. Natürlich muss man dabei bleiben, wer hier 5min. von dem Film verpasst weil er kurz auf die Toilette geht oder so hat verloren. Wer zu spät ins Kino kommt wie heute einer der erst nach 10min rein kommt hat verloren, der blickt nicht mehr durch.
Das Ende welches hier natürlich nicht verraten wird ist passend und hat mir im Gegensatz zu so vielen anderen Filmen wirklich gefallen.
Danke Wachowskis, hat mir ausserordentlich gut gefallen.
Sehr empfehlenswerter Film. Gut durchdacht (wohl schon von Romanseite), hervorragend inszeniert. Die Schnitte zum jeweiligen Stichwort oder Geräusch sind genial.
Da viele Zuschauer heutzutage eine Aufmerksamkeitsspanne von maximal zwei Minuten haben, wird sich mancher sicher langweilen, das Kino geplättet verlassen und sich fragen, was er da eigentlich gesehen hat. Viele dürften auch die verschienden Erzählebenen schlicht überfordern.
Die Schauspieler zeigen, was sie können. Sie schlüpfen nicht nur immer wieder in verschiedene Masken, sondern versehen die Typen auch mit ganz verschiendenen Charakterzügen. Von gut bis böse. Kleine, wiederkehrende Details führen den Zuschauer von der Vergangenheit in die Zukunft. Beispielsweise die opalisierenden Knöpfe. Nicht zuletzt die Sprache. Bücher, Musik, Filme und Videoaufzeichnen tragen immer eine Botschaft zur nächsten Generation. Es geht um Freiheit, Rechte und um die Liebe.
Wer eine Abwechslung zum aktuellen Ballerkino wünscht, dem sei der Film ans Herz gelegt. Zwar geht es bei weitem nicht gewaltlos zu, es herrschen Mord und Totschlag in der Menschheitsgeschichte, aber es gibt ruhigere Momente, Krimimomente, Drama, Abenteuer, Dystopie, aber eben auch besagte Action.
Ich gebe dem Film ein sehr gut. Ob er ausgezeichnet ist, ich weiß es nicht. Es gibt so wenig zum Vergleich. Genial ist er auch alle Fälle.
Man muss zugeben, dass die teuerste deutsche Filmproduktion optisch wirklich etwas her macht. Seien es die Kostüme, das Makeup oder die fantastischen Settings. Auch bei den Schauspielern hat man sich nicht lumpen lassen: Tom Hanks, Halle Berry, Hugo Weaving, Jim Stugess, Ben Wishaw, Jim Broadbent... Die Liste ist endlos. Besonders interessant ist natürlich, dass männliche Schauspieler auch Frauenfiguren darstellten (genauso umgekehrt) und dass die beiden "Everybody's darling"-Schauspieler Tom Hanks und Hugh Grant auch mal ihre dunkle Seite zeigen konnten.
Nun zu den negativen Punkten: Als Zuschauer geht man nach den 172 Minuten völlig geplättet aus dem Kino seines Vertrauens und weiß nicht so recht einzuordnen, was man da eigentlich auf der Leinwand zu sehen bekam. Es war nämlich von allem ein bißchen: ein bißchen Science-Fiction, ein bißchen Historienfilm, ein bißchen Endzeit-Movie. Oder um es anders zu sagen: nichts Halbes und nichts Ganzes. Der Film will zu viel und schafft es nicht Spannung aufzubauen bzw. sie aufrechtzuerhalten. Jedes Mal, gerade wenn es spannend wird, erfolgt ein Zeitsprung. Obwohl der Film massig Zeit hat (fast drei Stunden!) schafft er es nicht den Sinn des Ganzen zu erklären. Man fragt sich: Was ist die Quintessenz? Was will mir der Künstler damit sagen?
Kann diese Review praktisch wortwörtlich unterschreiben.
So. Jetzt gibts aufs Dach. :)
Der Film ist imho sehr gelungen, kein Meisterwerk, aber ein gelungener Film, und sehr durchdacht. Er schwächelt ein bitz, das stimmt schon, aber es ist mal was Neues, und seine Einzigartigkeit macht vieles wett.
Übrigens sinds 500 Jahre, und nicht 1000. :)