The Dark Knight Rises (2012)

The Dark Knight Rises (2012)

Oder: "Why do we fall?"

The Dark Knight Rises

"Mist, die haben mir das alte iPad verkauft."

Acht Jahre sind vergangen, seit Staatsanwalt Harvey Dent durchgedreht ist und andere Menschen mit dem Tod bestraft hat, um den Tod seiner Freundin Rachel Dawes zu rächen. Batman (Christian Bale) gelang es zwar, Dent zu stoppen, doch tötete er ihn auch dabei. Für das Wohl von Gothams Bevölkerung nahm er damals die Schuld für die Dent-Morde auf sich. Denn die Stadt benötigte dringend einen Helden, welcher der dunkle Ritter niemals sein konnte. Niemand ausser ihm und Police Commissioner Gordon (Gary Oldman) kennen die Wahrheit, und das soll auch so bleiben. Dieser Entscheid bedeutete jedoch auch, dass Bruce Wayne, welcher sich hinter der Maske befindet, nie mehr als Batman auf Verbrecherjagd gehen kann.

The Dark Knight Rises

*Miau*

Doch dies ist ohnehin nicht mehr nötig. Seit der "Harvey-Dent-Act" eingeführt wurde, gibt es kaum noch Verbrechen in Gotham. Das Leben könnte so schön sein, doch Bruce ist in den vergangenen Jahren nie richtig über den Tod von Rachel hinweggekommen und braucht insgeheim Batman mehr, als er es zugeben würde. Als dann eines Tages der Terrorist Bane (Tom Hardy) aufaucht und damit droht, Gotham zu zerstören, wagt die Fledermaus ein Comeback.


Film-Rating

Das ist er nun also: der grosse Abschluss der Batman-Trilogie von Christopher Nolan. Und dies, obwohl der britisch-amerikanische Regisseur nach eigenen Aussagen nicht wirklich einen dritten Teil geplant hat. Doch nach dem sensationellen Einspielergebnis von The Dark Knight und der Realisierung seines "Traumprojektes" kehrt Nolan nun für ein letztes Mal nach Gotham zurück. Dabei waren in der Filmgeschichte die dritten Teile immer eine heikle Angelegenheit. Vor allem Comicverfilmungen wurden eher verschlimmbessert (Spider-Man 3, X-Men 3). Doch Nolan enttäuscht seine Fans nicht. Sein The Dark Knight Rises ist trotz Startschwierigkeiten ein Blockbuster, den es in einer solch epischen Ausführung noch selten gegeben hat und der für grosses Staunen sorgen wird.

Vor den Begeisterungsstürmen kommen wir aber schnell zu den Kritikpunkten: Kamen beim vorherigen Teil zwei neue Figuren hinzu (Harvey Dent, Joker), wird hier das Personal nochmals kräftig aufgestockt. Bane (Tom Hardy), John Blake (Joseph Gordon-Levitt), Miranda Tate (Marion Cotillard), Peter Foley (Matthew Modine) und Selina Kyle (Anne Hathaway), welche übrigens nie Catwoman genannt wird, heissen die Neuzugänge, und dieses Mass an neuen Gesichtern erdrückt den Film zu Beginn. Alle dürfen etwas im grossen Scheinwerferlicht stehen und ihren Charakter positionieren. Fast jeder schlägt danach seine eigenen Handlungswege ein, die sich dann parallel zu jenen der alten Bekannten um Batman weiterentwickleln. Immerhin passiert so immer was, und Nolan vergeudet dabei keine einzige Sekunde seines monstermässigen 164-minütigen Crime-Dramas.

Gotham ist derweil wieder keine Stadt in einem Paralluniversum. Auch die Heimat von Bruce Wayne schlägt sich, wie der Rest der Welt, mit der Finanzkrise und der Energiefrage herum. Dies hat zu Beginn viel Gerede zur Folge. Die Zuschauer, welche auf Action aus sind, müssen sich da recht gedulden. Bis zum ersten Auftritt der Fledermaus dauert es eine ganze Weile.

Wenn dann aber mal Action angesagt ist, wird mit der grossen Kelle angerührt. Hier wird aus allen Rohren gefeuert und mit beiden Fäusten draufgehauen. Wir bangen und fiebern dabei mit. Dies, weil Nolan schon vor Beginn der Dreharbeiten sagte, dass er einen Schlussstrich ziehen werde. Einen vierten Teil wird es nicht geben, womit jede Figur entbehrlich ist. So ist von Beginn an eine Grundspannung vorhanden, und wenn Muskelberg Bane auftaucht, ist ohnehin Schluss mit lustig. Zu lachen gibt es allgemein sehr wenig, denn dafür ist das Ganze eindeutig zu ernst und zu düster angelegt.

Fazit: The Dark Knight Rises ist ein spektakulärer und eindrücklicher Abschluss geworden. Regisseur Nolan hielt nichts zurück und packte all seine Ideen in einen fast dreistündigen Marathonlauf, welchen die Kinowelt selten gesehen hat. Weil es leicht überladen ist und ein paar kleinere Logikfehler aufweist, kommt das Werk aber nicht ganz an The Dark Knight heran. Trotzdem: Dieser Film ist einfach riesig und trägt dazu bei, dass die Trilogie als eine der besten in die Filmgeschichte eingehen dürfte.


OutNow.CH:

Bewertung: 5.55.5

 

19.07.2012 / crs

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