What a Man (2011)
What a Man (2011)
Oder: Na, warste kacken?
Alex (Matthias Schweighöfer) ist jung, gutaussehend, zuverlässig und von A bis Z ein wirklich netter Kerl. Zu nett! Nachdem ihn seine Freundin Carolin (Mavie Hörbiger) für den dauergeilen Nachbarn Jens (Thomas Kretschmann) verlässt, sucht Alex die Fehler nur bei sich selbst. Sein beinahe zu cooler Freund Okke (Elyas M'Barek) und seine chaotische Freundin seit Kindheitstagen Nele (Sibel Kekilli) trösten ihn. Sie versuchen ihm klar zu machen, dass er sich nicht immer alles gefallen lassen darf und sich wie ein echter Mann benehmen soll.
Okke, der geborene Macho, versucht Alex Tipps im Aufreissen zu geben, und Nele, die zwar beziehungstechnisch auch ihre Probleme hat, ist bemüht, den im Selbstmitleid versinkenden Alex aus dem Sumpf zu ziehen. Alex selbst ist auf der Suche nach seiner Männlichkeit und stellt schnell fest, dass es nicht darum geht, wie 'männlich' er ist, sondern darum, eine Frau zu finden, die ihn so nimmt, wie er ist.
DVD-Rating
Matthias Schweighöfer kennt man vor allem als Fotoreporter aus den Til Schweiger Filmen Keinohrhasen und Zweiohrküken. Aber auch international hat er schon in Valkyrie auf sich aufmerksam gemacht. Als Schauspieler ist Schweighöfer gerade in Deutschland zu einem echten Star avanciert und muss sich keinesfalls mehr verstecken. What a Man ist Schweighöfers erste Regiearbeit, zugleich war er auch für das Drehbuch verantwortlich und spielt die Hauptrolle. Ein hartes Stück Arbeit, dass sich aber im Grossen und Ganzen gelohnt hat. What a Man ist eine typisch deutsche Komödie geworden, bei der rasch ersichtlich ist, von wem der Regisseur seine Ideen und Inspiration her hat.
Schweighöfers Erstling wirkt wie eine neue Til-Schweiger-Komödie, und in Anbetracht der letzten Ergüsse des Deutschen darf das ruhig auch als Kompliment gesehen werden. Die Schauspieler, wie auch die Inszenierung an sich, wirken ziemlich künstlich, doch gerade dieses unterschwellige Overacting sorgt immer wieder für kleine Schmunzler. Matthias Schweighöfer selbst spielt seine Rolle prächtig und die meisten Lacher gehen auf sein Konto. Dass nicht alle Witze sitzen, und dass auch das Drehbuch Lücken aufweist, ist ärgerlich. Im Endeffekt gibt es jedoch genügend Momente, die für einen zwar oberflächlichen, aber unterhaltsamen Film sorgen.
Die Suche nach der modernen Männlichkeit hört sich äusserst vielversprechend an und wird anfangs auch sehr schön umgesetzt, doch der Film entwickelt sich mehr und mehr zu einer gewöhnlichen Liebesromanze ohne Biss. Til Schweiger wird sich zwar daran erfreuen können, doch der Zuschauer hat das Gesülze langsam aber sicher gesehen.
Fazit: What a Man zeigt nichts Neues und auch nichts Weltbewegendes. Der Film punktet mit ein paar unglaublich komischen Szenen und einem starken Hauptdarsteller. Die klischee-überhäufte und oberflächliche Geschichte ist zwar nicht langweilig, bietet dem Zuschauer aber keinerlei Überraschungen. Schweighöfers Debüt reiht sich perfekt in Til Schweigers Liebeskomödien-Sammlung ein. Nicht schlecht, doch alles schon hundertmal gesehen.
Das Bild der DVD ist überraschend scharf und intensiv. Der Ton stört teilweise ein wenig, da die Schauspieler alle ziemlich leise 'nuscheln' und der Soundtrack bzw. die Sound Effects erheblich lauter sind. Ansonsten gibt es aber in dieser Hinsicht nichts zu meckern. Das Bonusmaterial ist wie so üblich für DVD-Veröffentlichungen ernüchternd ausgefallen. Ein paar Outtakes und Audiokommentare sind die einzigen Extras, die zur Verfügung gestellt wurden.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 10.02.2012
- Bildformat: 16:9 / 2.35:1
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch
- Extras: Audiokommentare; Outtakes; Originaltrailer



