Sucker Punch (2011)
Sucker Punch (2011)
Oder: Das Auge isst mit
Nach dem Tod ihrer Mutter ist Babydoll (Emily Browning) zusammen mit ihrer kleinen Schwester gezwungen, bei ihrem brutalen Stiefvater zu leben. Als es eines Nachts zu einem Zwischenfall kommt, schnappt sich Babydoll eine Waffe und schiesst damit auf den Sadisten. Doch anstatt den Stiefvater trifft sie ihre Schwester. Grund genug, das Mädchen mit den blonden Haaren in eine Nervenheilanstalt zu sperren. Dort soll sie einer Lobotomie unterzogen werden und so für niemanden mehr eine Gefahr sein.
Dort angekommen, wird sie mit einer kalten Welt konfrontiert, in der es so etwas wie Hoffnung nicht zu geben scheint. Um wenigstens etwas Freiheit zu verspüren, flüchtet sie sich in eine Fantasiewelt, wo die Anstalt wie ein Bordell geführt wird. Und da Babydoll neu ist, muss sie gleich mal ihre Tanzkünste präsentieren. Doch als sie damit beginnt und dabei die Augen schliesst, befindet sie sich in einer völlig neuen Welt. Dort muss sie verschiedene Gegenstände finden, die ihr bei der Flucht aus der Anstalt nützlich sein könnten. Doch Babydoll muss sich beeilen: Ihre Lobotomie steht unmittelbar bevor.
DVD-Rating
Wenn es darum geht, Schlachten und Kämpfe spektakulär in Slow-Motion zu präsentieren und dabei die Effekte so cool wie möglich einzusetzen, dann scheint man in Zack Snyder seinen Mann gefunden zu haben. Filme wie 300 oder Watchmen sprechen da eine deutliche Sprache. Und bevor sein neuester Film Man of Steel, der Superman-Reboot, 2013 in die Kinos kommt, präsentierte er Sucker Punch.
Man nehme attraktive und junge Schauspielerinnen, lasse sie in drei verschiedenen Story-Ebenen agieren und lege bei der obersten jede Menge Spezialeffekte und Action drauf, sodass dem Zuschauer regelrecht schwindelig wird. Das Rezept von Mister Snyder, der hier sein eigenes Drehbuch verfilmt, war eigentlich recht einfach. Dass Sucker Punch trotzdem an den nordamerikanischen Kinokassen floppte und nur knapp über 36 Millionen Dollar einspielte, machte dem erfolgsverwöhnten Herren einen Strich durch die Rechnung.
Das Problem des Films liegt dabei nicht mal unbedingt an der angesprochenen Action oder den Effekten. Die sind spektakulär und aufwändig. Sonst hat Sucker Punch jedoch leider gar nichts zu bieten. Weder überzeugende Jungstars in den Rollen der Kämpferinnen, noch die verzwickten und langweiligen Geschichten, die sich auf Ebene Eins und Zwei befinden. Da hat der Film bereits nach dem tollen Anfangs-Song ("Sweet Dreams") sein Pulver verschossen. Leider.
Fazit: Sucker Punch hat spektakuläre Sequenzen, liefert aber überwiegend langweiliges Geschwurbel, das Snyder-Fans enttäuschen wird. Da helfen auch kurze Höschen und heisse Kanonen nicht. Hoffen wir, dass Zack Snyder seine Arbeit bald wieder besser macht.
Die DVD von Sucker Punch hat die vier animierten Kurzfilme zu bieten, mit denen schon vor Kinostart fleissig Werbung gemacht wurde. Zudem gibts noch einen kleinen Hintergrundbericht zur (gelungenen) musikalischen Untermalung. Technisch gibt es nichts auszusetzen. Die Tonfassungen kommen in klarer und sauberer Qualität daher und auch im Bildbereich wird hohes Niveau geboten. Keine Flecken, keine Schmierereien, sondern Top-Qualität.
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3.3 Sterne (83 Bewertungen) | 14 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 04.08.2011
- Bildformat: 2.40:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Französisch (DD 5.1); Spanisch (DD 5.1)
- Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte; Deutsch für Hörgeschädigte; Französisch; Spanisch; Holländisch
- Extras: Vier animierte Kurzfilme; Hinter dem Soundtrack



