Snow Beast (2011)
Überleben ist alles
Snow Beast (2011) Überleben ist alles
Oder: Rot auf Weiss ist immer heiss
Jim Harwood (John Schneider) hat mit seinem Team in einem Berggebiet Tiere markiert, über deren Zustand er sich nun informieren will. Deswegen schnappt er sich Töchterchen Emily (Danielle Chuchran) und seine Kollegen und düst mit dem Auto in die Berge. Dort sollen nicht nur die Tiere beobachtet werden, sondern er will auch ein klärendes Vater-Tochter-Gespräch führen, da sich die zwei seit dem Tod der Mutter immer weiter entfremdet haben. Als sie in ihrer Hütte ankommen, bemerken sie Seltsames. Es scheint ganz einfach keine Waldtiere mehr zu geben: keinen hoppelnden Hasen, kein stolperndes Bambi, gar nichts - noch nicht mal Bären, obwohl die Fussabdrücke da draussen schon auf einen solchen Brummer hinweisen könnten.
Was Jim und Kollegen erst noch erfahren müssen, ist, dass die Abdrücke keineswegs von Meister Petz, sondern von einem blutgeilen und hungrigen Bergmonster stammen, das sich, in weissem Fell und mit grusliger Fratze, nicht nur mit Vorliebe auf Tiere stürzt, sondern auch auf Menschen. Kein Wunder, wird im Tal immer wieder von verschwundenen Ski- oder Snowboardfahrern gesprochen. Doch bis die Wissenschaftler in der Hütte merken, was für eine Bedrohung in den Wäldern umhergeht, hat diese schon Fährte aufgenommen und kommt mal vorbeigucken. Sozusagen zum Znacht...
DVD-Rating
Vor einiger Zeit wurde mit Yeti schon einmal ein Schneemonster auf ahnungslose Wintertouristen losgelassen. Nun hat man dieser Figur noch einen Touch Morlock (aus The Time Machine) hinzugefügt und einen Kerl in den Anzug gesteckt. Das Snow Beast springt, hampelt und brüllt sich durch eine nicht existente Story, das Blut läuft übers Fell und das Biest ist einfach grölig - unfreiwillig, klar, aber absolut lächerlich.
John Schneider hat seine "guten" Zeiten hinter sich. Einst war er einer der klassischen Dukes of Hazzard und Supermans Erdenpapi in Smallville, inzwischen ist er zum Gaststar diverser TV-Serien verkommen und spielt in Gurken wie Snow Beast mit. Warum bleibt ein Rätsel, denn dieser Film ist schlichtweg für einen Schauspieler nicht interessant. Ausser schreien und Ski-Töff fahren muss er nämlich nichts tun. Ob vielleicht das Fahrzeug der entscheidende Punkt für die Verpflichtung war?
Für das "Snow Beast" selber hat man (glücklicherweise) auf Spezialeffekte verzichtet und einen Kerl in einen felligen Anzug gesteckt. Das sieht zwar aus wie an der Fasnacht, bringt aber auch herrliche Logiklöcher ans Tageslicht. Wenn ein Opfer ein paar Meter vor dem Monster steht, dieses aber danach den Flüchtigen nicht einholen kann, dann dürfte die Nahrungssuche des Viechs recht umständlich sein. Oder die Hasen und Füchse sind beim Anblick des Monsters grad erstarrt. Das würde helfen...
Fazit: Echt jetzt. Snow Beast ist ein Trashfilm, den man zwar nicht lieben muss, aber durchaus gucken darf. Unterhaltend ist das Viech auf alle Fälle (hat das Monster eigentlich Mimik?), und die schönen Aufnahmen der Skiregion sind auch nicht zu verachten. Wenn aber der Snowboarder auf der Flucht als erstes sein Brett wegwirft, um dann zu Fuss bergab vor einem Monster zu flüchten, steht's mit der Intelligenz der Produktion nicht wirklich gut...
Die DVD von Snow Beast bietet solide Ton- und Bildqualität, allerdings ist das Bild mitunter etwas fleckig. Aber damit kann man leben. Als Extras wurden leider nur ein paar Trailer auf die Disc gepresst. Dabei hätte man doch gerne noch gewusst, wie das Rumhampeln in dem Monsteranzug denn so gewesen ist...
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DVD-Infos
DVD erschienen am 12.01.2012
- Bildformat: 1:1.78 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Keine
- Extras: Trailer; Trailershow



