The Smurfs (2011)

Die Schlümpfe

The Smurfs (2011) Die Schlümpfe

Oder: Der blaue Wahnsinn

The Smurfs

Verschlumpft und Zugeschlumpft!

Ihre Existenz gehört für viele in das Land der Legenden, und dass es sie gibt, glaubt eh keiner. Die blauen Kerlchen, die Schlümpfe, leben aber versteckt in einem Zauberwald vor sich hin, gehen ihren Aufgaben nach und tanzen nach der Pfeife von Papa Schlumpf (Stimme von Jonathan Winters). Ausgerechnet als das Fest des blauen Mondes vor der Tür steht, schafft es der böse Zauberer Gargamel (Hank Azaria), zusammen mit seiner Katze Azrael, den Ort von Schlumpfhausen zu finden. In ihrer Not nimmt eine Gruppe Schlümpfe auf dem Fluchtweg die falsche Abzweigung und wird von einem magischen Strudel in die Stadt New York getragen.

The Smurfs

Keep on Schlumpfin'!

Dort müssen sie erstmal Gargamel abschütteln, der ihnen gefolgt ist, bevor sie die Bekanntschaft von Grace (Jayma Mays) und Patrick (Neil Patrick Harris) machen. Nach erstem Zögern wird nun versucht, die Schlümpfe wieder in ihr Zauberland zu schicken, doch dagegen hat natürlich Gargamel etwas. Er ist es auch, der immer wieder entscheidend eingreift und seinem Ziel, alle Schlümpfe zu fangen, so nah kommt wie noch nie zuvor.


Kinofilm-Rating

Sie waren allesamt mal Trickfilme, mit denen Generationen aufgewachsen sind. In den letzten Jahren kamen Alvin and the Chipmunks oder Yogi Bear als Mix aus Real- und Animationsfilm in unsere Kinos. Nun kommt der nächste Versuch, eine Jugenderinnerung aufwändig animiert und mit schönem Budget versehen an den Mann zu bringen. Dieses Mal sind's Die Schlümpfe.

Eins vorneweg: Der Film wird bei Kindern und jungem Publikum funktionieren. Dafür sorgt der witzige Hank Azaria, der als Zauberer Gargamel zusammen mit seiner Katze in jedes Fettnäpfchen tritt, das sich ihm in den Weg stellt. Da darf auch mal gelacht werden, während Neil Patrick Harris sowie Jayma Mays ihre Rollen unspektakulär, harmlos und recht langweilig abspulen.

Doch die Hauptattraktion sollen ja natürlich die blauen Kerle (und die Kerlin) mit den Kappen und dem schlumpfigen Wortschatz sein. Die sind zwar flüssig und gut animiert, lassen aber jeglichen Schalk, Humor oder gar Charakterstärke vermissen. Klar, der mit der Brille ist schlau, der mit dem Rock hat einen englischen Akzent, ein anderer ist penetrant tollpatschig, und Papa Schlumpf trägt Rot. Leider sind die Figuren schlichtweg nicht lustig, und wer darauf hofft, vielleicht einen Schlumpf zu entdecken, den man früher selber in der Sammlung gehabt hat, der kann lange suchen. Die Story hält sich nämlich nicht lang in Schlumpfhausen auf, sondern verlegt sich ziemlich bald nach New York, wo allerhand kindlicher Unfug getrieben wird.

Fazit: Die Machart von Die Schlümpfe ist nicht schlecht, und mit dem Zauberer Gargamel hat man sogar eine glatte Figur von den bekannten Geschichten übertragen können. Der Rest ist höchstens, allerhöchstens, durchschnittlich interessant und bleibt durchwegs konturenlos und deswegen auch grösstenteils langweilig.

Der Film wird in der Schweiz leider nur in der deutschen Synchronisation in die Kinos kommen. Wir müssen also auf Stimmen von Katy Perry oder George Lopez verzichten. Leider.

3.2 Sterne
3.2 Sterne (21 Bewertungen) | 6 Kommentare

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29.07.2011 / muri