The Muppets (2011)

The Muppets (2011)

Oder: Muss. Trommeln. Muss. Trommeln.

The Muppets

Schrubben im Takt

Walter ist der Bruder von Gary (Jason Segel) und eine Puppe. Seit er entdeckt hat, dass die Muppets existieren, ist er deren grösster Fan. Er sammelt alles, was von den Puppen kommt, und darum ist seine Freude auch riesig, als er erfährt, dass er mit Gary und dessen Verlobten Mary (Amy Adams) nach Los Angeles fahren darf. Dort stehen nämlich die legendären Muppet-Studios, wo die Magie entstand und die weltbekannte Show produziert wurde. Nur leider ist davon nicht mehr viel übrig, denn das Gebäude soll abgerissen werden, damit der fiese Ölmagnat Richman (Chris Cooper) nach dem schwarzen Gold bohren kann.

The Muppets

Auf verlorenem Posten?

Das Trio macht sich auf die Suche nach dem Chef der Muppets, Kermit dem Frosch, und findet ihn tatsächlich. Doch er alleine kann dem Studio nicht zu altem Glanz verhelfen. Die Truppe muss zusammengetrommelt und eine Show produziert werden, mit der sie zehn Millionen Dollar einnehmen muss. So macht man sich also auf, Fozzie Bär, Gonzo, Miss Piggy, Animal und Kollegen zu reaktivieren. Dass diese inzwischen andere Jobs haben und ihr eigenes Leben leben, macht die Sache nicht einfacher.


Kinofilm-Rating

1999 waren die weltbekannten Muppets in Muppets from Space zum letzten Mal in einem Kinofilm zu sehen. Danach kam zwar noch The Muppets Wizard of Oz, aber der wurde fürs Fernsehen produziert. Nun hat sich Jason Segel (How I met your Mother) mit Unterstützung daran gemacht, ein neues Drehbuch zu schreiben und die Muppets wieder ins Kino zu bringen. Mit Erfolg, denn alleine in den USA ist der Film auf gutem Weg, die Grenze von 100 Millionen Dollar einzuspielen.

Die Story von The Muppets ist denkbar einfach gehalten und lässt den einzelnen Charakteren genug Zeit, sich zu entwickeln. Die beliebten Figuren von Jim Henson bekommen viele Möglichkeiten, ihre Witze ins Publikum zu schleudern, und manch ein Spruch kommt etwas böser daher, als man es von Kermit und Kollegen gewohnt ist. Die besten Szenen schnappt sich natürlich Drummer Animal (mit Jack Black im Anti-Aggressionscamp), aber auch der schwedische Koch Beaker (*Mimimi*) oder die alten Säcke Waldorf und Statler kriegen ihre Auftritte. Den Vogel schiessen aber die "Moopets" ab. Was es genau mit dieser Gruppe auf sich hat, sollte sich jeder selber anschauen. Lohnen tut es sich auf alle Fälle.

Wie meist bei Filmen mit den Muppets, werden die menschlichen Darsteller ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Das passiert auch hier, allerdings sind trotzdem ein paar bekannte Gesichter als Gaststars zu sehen. Wer erkennt sie alle?

Fazit: The Muppets spricht die Fangemeinde direkt an und macht als abendfüllender Film eine gute Figur. Zugegeben, die Musiknummern hätte man minimieren können, aber die gehören halt auch dazu, wie auch die inzwischen recht nervende Miss Piggy oder die Stunts von Gonzo dem Grossen. Es darf gelacht werden und Unterhaltung ist garantiert. Mehr sollte man von dem Film aber auch nicht erwarten.

Als Vorfilm wird übrigens Small Fry gezeigt: ein Kurzfilm mit den Figuren von Toy Story 3, der in typischer Pixar-Manier das Schicksal jener Spielzeuge beleuchtet, die jeweils als Beilage eines Kindermenüs im Schnellimbiss auftauchen...

4.0 Sterne
4.0 Sterne (17 Bewertungen) | 1 Kommentar

4.54.5
09.01.2012 / muri