Margaret (2011)

"Was? Noch sechsmal den Hulk spielen?"

Lisa (Anna Paquin) lebt mit ihrer Mutter Joan (J. Smith-Cameron), einer erfolgreichen Theaterschauspielerin, in Manhattans Upper East Side. Für den Ausflug auf die Ranch in New Mexico möchte sich der Teenager unbedingt einen Cowboyhut besorgen. Als Lisa nach der erfolglosen Suche einen solchen Hut an einem Busfahrer (Mark Ruffalo) entdeckt, winkt sie ihm zu. Abgelenkt von Lisa, übersieht der Fahrer ein Rotlicht, und ein schrecklicher Unfall passiert, bei dem eine Fussgängerin ums Leben kommt. Lisa verharrt an der Unfallstelle und spricht die letzten Worte mit der leidenden, sterbenden Frau.


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5.0 Sterne 

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Film-Informationen

Drehort: USA 2011
Genre: Drama
Laufzeit: 150 Minuten

Regie: Kenneth Lonergan
Drehbuch: Kenneth Lonergan
Musik: Nico Muhly

Darsteller: Anna Paquin, J. Smith-Cameron, Mark Ruffalo, Jeannie Berlin, Jean Reno, Sarah Steele, John Gallagher Jr., Cyrus Hernstadt, Allison Janney, Kieran Culkin, Matt Damon, Stephen Adly-Guirgis, Betsy Aidem, Adam Rose, Nicholas Theodore Grodin, Jonathan Hadary, Josh Hamilton, Rosemarie DeWitt, Glenn Fleshler, Stephen Conrad Moore

» The Internet Movie database (IMDb)


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2 Kommentare

Margaret hab ich mir eigentlich nur wegen der guten Kritik von ma gekauft.
Eins vorneweg, ma hat mit seinen Punkten gar nicht so unrecht, aber ich hatte tierisch Mühe mit Margaret.
Einerseits machen die Schauspieler eine aussergewöhnlich überzeugenden Eindruck. Die Figuren werden exzellent gespielt und das war bei diesen teilweise echt verstörenden Figuren, auch nicht besonders einfach.
Doch als störend empfand ich die Charakteristik der Figuren.

Lisa Cohen (Anna Paquin) - launisch und unsympathisch (erinnert an Twilight Dame Kristen Stewart)
Maretti (Mark Ruffalo) - oberflächlich und aggressiv, dabei leider sehr wenig Screentime, um auch mal seine Seite, seine Probleme näher zu erläutern.
Mr. Aaron (Matt Damon) - schleimig und Gutmensch, der eigentlich gar keiner ist. Tut so als ob, aber ohne Selbstvertrauen.
Die Mutter war mir zu hysterisch und egoistisch, Der Boyfriend Jean Reno stinklangweilig und steif.
Culkin als Draufgängerfreund erhielt zu wenig Platz und konnte nicht viel anrichten.

Nun, könnte man dies alles als sehr menschliche Züge abtun und sich nicht weiter darüber aufregen. Doch Margaret legt sich damit selbst ein Ei. Zuerst wird man mit der Geschichte mitgerissen, es ist emotional und lässt einem keine Ruhe. Der Unfall, die Beteiligten, das weitere Verhalten der 'Schuldigen' usw. Viele Fragen, auf die man keine Antwort hat, bzw. auch keine geben möchte. Der Film geht anfangs in eine bequeme Richtung und erst aus jugendlichem Trotz der Hauptperson heraus, ensteht ein Krieg, der nicht ungemütlicher sein könnte.

Hier ensteht das Problem - die Beweggründe sind absolut unlogisch und stehen als krasser Gegensatz zum emotionalen Beginn. Lisas Bestreben ist hirnrissig und peinlich zugleich. Ihr trotziges und rebellisches Verhalten sorgt für Aufregung, auch dass sie selber gerne im Mittelpunkt steht und den Unfall als ihre Geschichte interpretiert, ist ein Grauen und tut weh. Die Höhe ist dann aber der Schluss, mit dem wir alle so oder so gerechnet haben, aber nur die arme und dumme Lisa nicht damit klarkommt. Ich hätte echt kotzen können.

Klingt alles supertoll und nach einem ehrlichen, wenn auch schmerzhaften Drama mit tiefschichtigen Persönlichkeiten. Doch der Schein trügt, bei mir jedenfalls. Margaret nervt! Nicht nur wegen der Arschloch-Hauptperson, sondern auch durch das moralisch unkorrekte Verhalten. Der Mix aus übertriebener Traurigkeit und vielen hysterischen Emotionseruptionen steht mit dem schlicht auf Geld fixiertem 'Fall' im Clinch und fühlt sich falsch an. Die einen trauern um Bagatellen und man nervt sich zu Tode und die anderen, welche trauern dürften, ja gar sollten, sehen nur den Profit.
Menschlich, ehrlich, typisch - ja vielleicht, aber mir ist das alles zu gesucht und steht zu krass im Vordergrund, denn eigentlich wäre die Geschichte, wenn sie dann mal in den Fokus rückt, wirklich schön und sehenswert.

Drei Sterne gibt gerade noch für die starken schauspielerischen Leistungen und der guten Beginn, eigentlich wären 2 Stern ausreichend, doch beschäftigt mich hat der Film beschäftigt, wenn auch eher die negativen, typischen menschlichen Punkten.

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