Infos zu J. Edgar (2011)
John Edgar Hoover (Leonardo DiCaprio) gründet 1924 nach Jahren der Mitarbeit im US-Justizministerium das Federal Bureau of Investigation, später bekannt unter der Abkürzung FBI. Im Jahr 1972 lässt er sein Leben von Studienabgängern in Form einer Biografie niederschreiben. Darin gibt der eigensinnige Perfektionist pikante Details seiner Lebensgeschichte preis, von seinem Aufstieg bis hin zum Zenit als Gründer und Chef des FBI. Dabei kreuzt Ellen Gandy (Naomi Watts) seinen Weg, die J. Edgar sofort als seine persönliche Sekretärin und Anvertraute engagiert.
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Film-Infos
Drehort: USA 2011
Genres: Biografie, Drama
Kinostart: 19.01.2012
Verleih: Warner Bros.
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Dustin Lance Black
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Armie Hammer, Naomi Watts, Josh Lucas, Ed Westwick, Judi Dench, Ken Howard, Kevin O. Rankin, Zach Grenier, Damon Herriman, Austin Basis, Dylan Burns, Larkin Campbell, Allen Nabors, Ary Katz, Teresa Hegji, Roberta Bassin, Lea Coco
The Internet Movie database (IMDb)
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10 Kommentare
J.Edgar ist solid. DiCaprio spielt Hoover überzeugend. Ebenfalls wirkt der Film sehr authentisch und wird flüssig erzählt. Leider finde ich, dass der Film zu wenig Fleisch an den Knochen hat. Da wären so viele andere, wichtigere Ereignisse, welche erwähnt hätten müssen. Aber eben bei solch einem Leben, wie dies von Hoover, reichen 140min nicht aus. |
Leonardo DiCaprio ist sicher ein sehr guter Schauspieler. In J. Edgar schimmerte, auch wenn die Maske noch so gut war, Leonardo durch. Dies störte mich mehr, als dass ich mich auf die Figur von J. Edgar einlassen konnte. Ausserdem verstehe ich nicht wieso die grossartige & meiner Meinung nach viel eindrücklichere Leistung von Armie Hammer so wenig Beachtung findet. |
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In erster Linie ist es DiCaprio, der diesen Film trägt, ohne ihn, wäre J. Edgar wohl völlig in die Hose gegangen. Die Geschichte ist sicherlich interessant, hier ist es eine eher persönliche Sache, dass ich mit der langfädigen Story eine wenig meine Mühe hatte. Oftmals sah ich zu wenig Bezug oder hatte das Gefühl, dass gewisse Szenen einfach zu lange waren, oder man auf Themen zu lange rumgeritten ist. Eastwood ist ohne Frage ein grossartiger Filmemacher, doch bei J. Edgar hat er gar nicht versucht eine Geschichte zu erzählen, sondern reiht einfach Ereignis an Ereignis. Besserwisser werden jetzt behaupten, dass dies doch eine Geschichte ausmacht und da es um eine mehr oder weniger wahre Geschichte handelt, ist auch keine fiktive Überraschung möglich. Klar, doch etwas mehr Filmzauber hätte ich mir auch hier gewünscht. J. Edgar ist ruhig und wirkt teilweise schon fast steril. Im Vergleich zur Persönlichkeit Hoover's sicherlich anwendbar, doch Edgar war auch ein aufbrausender Mann mit vielen Kanten. Hätte Eastwood diese Charakteristik desöfteren für seine Inszenierung eingesetzt, wäre hier wohl noch mehr dringelegen. So bleibt J. Edgar leider bloss Durchschnitt, welcher nur dank einem wunderbaren Schluss und einem grossartigen Leonardo DiCaprio die Viersterne-Marke knackt. |
Zitat euros (2012-03-26 00:02:23)
Weil bei J. Edgar die Polithistorie nicht im Mittelpunkt steht, sondern jeweils nur den Rahmen für die persönliche Handlung bildet? [Editiert von El Chupanebrey am 2012-03-26 01:53:14] |








Hab das Ding auch grad gesehen.
OK, Eheweib (absoluter Eastwoodfan) hat mich mitgeschleppt und so richtig versteh ich nicht was der gute Clint eigentlich wollte?
Er hat die poltischen "Wirrungen Hoovers" zb seine Bessessenheit in der Verfolgung von "Kommunisten" , auch im Ausland (Mexiko) nicht erwähnt, ebenso die enge Zusammenarbeit mit dem Faschisten Joseph McCarthy der alles was in Hollywood mit Hirn agierte gleich als "Vaterlandsschädling" titulierte.
Der Umstand dass eben beide homosexuell waren hat imho den besseren Film verhindert, wobei sich im 21th Jahrhundert die Frage stellt wieso das so ist, bzw Eastwood Rücksicht darauf genommen hat.
Bin enttäuscht.
Aber das wär dann wieder polemisch geworden. Mir hats gefallen, dass Eastwood und Black nicht Partei beziehen und sich etwas à la Oliver Stone aus den Fingern saugen.
[Editiert von El Chupanebrey am 2012-02-13 10:12:14]
Ich fand's irgendwie recht lahm, und so leise und ruhig inszeniert (Überlänge für die Story?) dass ich manchmal echt fast weggedämmert wäre. Hätte mir von Eastwood mehr Mut erhofft, z.B. auch Spekulationen über die Files von Hoover etc. Hat mich nicht gepackt...
Interessante Biographie, die sehr ernst daherkommt und mitunter recht willkürliche Zeitsprünge macht. Di Caprio kann überzeugen, jedoch sind die Masken der "Alten" noch immer mühsam. Das hat nicht ganz geklappt.
Ausserdem ist der Film, einmal mehr, 15-20 Minuten zu lang.