I Am Number Four (2011)

Ich bin Nummer 4

I Am Number Four (2011) Ich bin Nummer 4

Oder: Wenn man aus einer anderen Welt kommt

I Am Number Four

Born to be wild

John Smith (Alex Pettyfer) sieht aus wie jeder Teenager seines Alters, doch er ist dennoch anders. Er stammt vom Planeten Lorien und kam als Baby auf die Erde, weil die Erzfeinde des Volkes Mogadorian seinen Planeten zerstört haben. Nur neun Ausserirdische haben überlebt, wovon jedoch bereits drei den feindlichen Kriegern zum Opfer gefallen sind. Als nächster auf ihrer Liste steht John, der mit seinem kampferprobten Bewacher Henri (Timothy Olyphant) unter ständig wechselnden Identitäten durch das Land zieht.

I Am Number Four

Morpheus on the Beach

Als echter Teenager ist John selten fügsam und gewinnt schliesslich mit seiner Bitte, die Highschool besuchen zu dürfen. Dort freundet er sich nicht nur mit Sam (Callan McAuliffe) an, der bei den coolen Typen der Schule auf der roten Liste steht, sondern auch mit Sarah (Dianna Agron). Die hübsche Hobbyfotografin verdreht John gehörig den Kopf. Seine Herkunft und seine übermenschlichen Fähigkeiten verschweigt John zunächst. Doch als die bösen Krieger Mogadorians ihn aufspüren, muss er seinen Freunden die Wahrheit gestehen. Zudem bekommt er unverhoffte Unterstützung von Nummer Sechs (Teresa Palmer).


Kinofilm-Rating

Ganz normal soll er sich verhalten, sich so geben wie alle anderen seines Alters auch. Diesen Satz kann John schon nicht mehr hören, bekommt er ihn doch bei jedem Umzug in eine neue Stadt zu hören. John ist nicht leichenblass und von überirdischer Schönheit, aber er verfügt über Kräfte, die normale Jungs in seinem Alter nicht haben. Es geht hier nicht um Vampire aus der Twilight-Reihe, sondern um einen Ausserirdischen, den titelgebenden "Nummer Vier". Regisseur D.J. Caruso adaptiert mit I Am Number Four den gleichnamigen Roman von Jobie Hughes und James Frey. Als Produzent kamen Michael Bay, der sich bereits bei Transformers austoben konnte, sowie die beiden Drehbuchautoren Alfred Gough und Miles Millar, die für die Smallville-Reihe verantwortlich zeichnen, hinzu.

I Am Number Four ist ein Teenager-Science-Fiction-Abenteuer und wirkt dabei wie ein Aufguss aller in den letzten Jahren erschienenen Fernseh- und Leinwanderfolge. Unverkennbare Parallelen sind zu entdecken, sei es zu Smallville, Spider- oder Superman, Transformers oder Twilight.

Die Zielgruppe dieses Films ist damit klar definiert, der Film dient seinen jungen, unverbrauchten und teilweise aus Serien bekannten Darstellern zugleich als Sprungbrett. Zwar kann man ihm nicht vorwerfen, kein gutes Actionabenteuer zu sein, insbesondere zum Ende darf man sich auf einen effektgeladenen Showdown gefasst machen. Damit hat es sich dann aber auch an positiven Aspekten. Es mangelt dem Drehbuch an jeglicher Struktur. Es lässt sich aufgrund der zahlreichen Parallelen zu ähnlichen Vorgängern keinerlei Originalität festmachen. Es gibt keine Entwicklung oder konkrete Charakterisierung der Figuren, seien es die ausserirdischen Jugendlichen oder die ihnen gegenüber gestellten Erzfeinde des Nachbarplaneten, die in ihrem Lederoutfit eher amüsieren als erschrecken. Offene Handlungsstränge und zahlreiche Fragen zum Ende des Films lassen genug Spielraum für diverse Fortsetzungen offen.

Als Vorabendserie mit viel Raum für Entwicklung wäre dieser Film sicher gut platziert gewesen. Für mehr reicht es bei diesem äusserst kurzweiligen Ausserirdischenspass allerdings nicht.

3.4 Sterne
3.4 Sterne (51 Bewertungen) | 9 Kommentare

1.51.5
27.02.2011 / jst