Happy Feet 2 in 3D (2011)

Happy Feet 2

Happy Feet 2 in 3D (2011) Happy Feet 2

Oder: Konferenz der Tiere im Eis

Happy Feet 2 in 3D

Lächeln fürs Familenalbum

Der stepptanzende Kaiserpinguin Mumble (Stimme: Elijah Wood) ist nach seinen gefährlichen Abenteuern vollkommen in der Pinguingemeinschaft akzeptiert und hat trotz fehlender Sangeskünste mit seiner Herzenspinguindame Gloria (Stimme: Alicia "P!nk" Moore) einen putzigen Sohn namens Erik (Stimme: Ava Acres) gezeugt. Der Kleine kann sich jedoch überhaupt nicht für die Tanzeskünste seines Vaters begeistern und fühlt sich deshalb wie ein Aussenseiter. Ähnlich geht es auch Mumbles Kumpel Ramon (Stimme: Robin Williams), der sich im Kaiserpinguinland nicht wohl fühlt und zu seinen Artgenossen an der Antarktisküste wandert - im Schlepptau mit dem ausgerissenen Erik und seinen zwei Freunden.

Happy Feet 2 in 3D

Shake Your Tailfeather

Als Mumble davon erfährt, will er die kleinen Racker wieder zurückholen. Einmal in der Adeliepinguinkolonie angekommen, erlebt Mumble die Huldigung des grossen Sven (Stimme: Hank Azaria), einem Pinguin, der tatsächlich fliegen kann! Vor allem Erik ist von Svens Motto angetan, dass man alles erreichen kann, wenn man es nur will. Da helfen auch Mumbles Worte an seinen Sohn nichts mehr: Erik hat sich zum Ziel gesetzt, fliegen zu lernen.

Auf dem Rückweg in die Kaiserpinguinkolonie müssen Mumble und Co. mit Schrecken feststellen, dass sich in der Zwischenzeit ein grosser Eisberg abgespalten hat und den Weg der Pinguine Richtung Meer versperrt. Da die ganze Gemeinschaft nun auf die kleine Gruppe um Mumble angewiesen ist, um sie aus der misslichen Situation zu befreien, organisiert dieser Futter und sucht einen Ausweg. Dabei kriegt er Hilfe von unterwarteter Seite.


Kinofilm-Rating

Fünf Jahre, nachdem Mumble zu einem Academy Award stepptanzte, folgt nun die obligate Fortsetzung über die musikalischen Vögel aus der Antarktis. Wie es sich für einen zweiten Teil gehört, lautet die Devise mehr Gesang, mehr Tiere, mehr Dramatik. Dass dabei meist die Geschichte nur als Aufhänger für spektakuläre Szenen dient und nicht der Rede wert ist, bestätigt sich auch bei diesem Film. Der bereits für Teil 1 zuständige Regisseur George Miller (Mad Max) beschränkt sich auf die Erfolgsfaktoren, welche bereits das erste Abenteuer von Mumble ausgezeichnet haben. Brillante Animationen, bekannte Sprecher (herrlich: Brad Pitt und Matt Damon als in der Nahrungskette aufsteigungswillige Krillkrebse), viele populäre Songs und eine vermeintlich tiefgründige Botschaft kennzeichnen nun auch diese Fortsetzung.

Das Problem besteht jedoch darin, dass dem Film ein Herz fehlt und einen das Gefühl nicht los wird, dass die Geschichte um Mumble schon mit dem Ende von Teil 1 abgeschlossen war. Mit der Fokussierung auf die (ähnlichen) Probleme seines Sohns stellt sich so schnell ein Déjà-vu-Effekt ein, welchen dieser Film aber nicht weiter ausbauen kann. So wirkt Happy Feet 2 wie ein zu spät nachgeschobener Zusatz, welcher zudem mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden an Überlänge krankt.

Trotzdem: Gerade für kleine Kinder bietet der Film genügend Abwechslung und den erwünschten Jöö-Faktor. Für die etwas Älteren sorgen Robin Williams in einer Sprechdoppelrolle (als Ramon und Lovelace) und die schon angesprochenen Krillkrebse Will und Bill für Unterhaltung und Witz. Die zwei fungieren als antarktisches Pendant zu Scrat aus Ice Age und unterbrechen regelmässig die Storyline mit ihren Ausflügen in höhere Gefilde der Nahrungskette, bis sie schliesslich einen wichtigen Teil in der Handlung einnehmen können.

Damit reisst Happy Feet 2 aber keinen Erwachsenen vom Hocker, da der Film schliesslich zu brav und belanglos bleibt. Auch die neu eingeführten Figuren bleiben ohne grossen Erinnerungswert. Trotz grossartig animierter Massenszenen mit hunderten Pinguinen, Seeelefanten oder Krillschwärmen bleibt unter der Optik halt nur ein harmloser Familienfilm ohne Anspruch übrig. Ein bisschen mehr Stepp-Enthusiasmus hätte den Vögeln im Frack nicht geschadet.

2.6 Sterne
2.6 Sterne (11 Bewertungen) | 0 Kommentare

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25.11.2011 / hut