Halbschlaf (2011)
Halbschlaf (2011)
Oder: Wahnsinn im Dämmerzustand
Es ist spät, als Ben (Nils Althaus) und Nina (Nina Bühlmann) schmusend nach trinkreichem Ausgang in ihre Wohnung zurückkehren. Sie beschliessen, sich in der Küche noch einen letzten Drink zu genehmigen. Amüsiert stossen sie auf weitere drei Jahre Beziehung an. In diesem Moment klingelt es an der Türe. Ben hält sich Nina warm, will nur schnell die Türe öffnen gehen. Was danach passiert, lässt Ben Stück für Stück in einem Strudel aus Albtraum und Realität versinken.
Kinofilm-Rating
In nur drei Drehtagen realisierte der Jungregisseur Johannes Hartmann seinen Kurzfilm in einer gemieteten und völlig neu eingerichteten Wohnung in der Stadt Bern. Die acht Minuten sind eine visuelle Wucht, ein verstörender Albtraum, dessen Ende zwar schnell und nicht unerwartet eintrifft, dem Zuschauer aber einen gehörigen Schauer über den Rücken jagt. Nils Althaus und Nina Bühlmann, die schon beim Skandalfilm Räuberinnen innigen Kontakt hatten, spielen auch hier gekonnt subtil mit dem richtigen Funken Erotik. Hartmanns Kurzfilm lebt primär von starken Bildern, Kontrasten, einem wummernden Soundtrack und beklemmender Platzangst. Halbschlaf ist definitiv ein Albtraum, den man sich immer und immer wieder antun könnte...
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