Friends with Benefits (2011)
Freunde mit gewissen Vorzügen
Friends with Benefits (2011) Freunde mit gewissen Vorzügen
Oder: *Jump Jump*
Der Headhunterin Jamie (Mila Kunis) gelingt es, den Art Director Dylan (Justin Timberlake) für das Hochglanzmagazin GQ zu gewinnen. Für den Job gibt Dylan sogar seinen geliebten Wohnort Los Angeles auf - auch weil Jamie ihm im Zeitraffer die Vorzüge New Yorks näherbringt.
Ein Neustart tut Dylan ohnehin gut. Gerade ist seine Beziehung in die Brüche gegangen. Auch Jamie ist nach zig Versuchen eine Beziehungsgestörte mit Fachausweis. So hängen die beiden Singles miteinander ab, werden zu Freunden, und kommen bald auf eine gar nicht so abwegige Idee: Warum nicht einfach Sex haben miteinander, ohne Gefühlsduselei, ohne Verpflichtungen?
Fortan wird also viel Zeit im Bett verbracht, mit Herumfeixerei und spassfördernden Anweisungen, wo etwa jetzt wie lange die Zunge was machen muss. "Kumpelsex" eben. Kann bei dieser Win-Win-Situation etwas schief gehen? Es kann.
DVD-Rating
Dass Justin Timberlake ein knackiger Kerl ist, wissen wir schon seit seiner Zeit als Mitglied einer Boyband. Dass er aber auch gut schauspielern kann, das muss uns der Kerl erst noch beweisen. Und er ist auf einem guten Weg, seinen Kritikern das Maul zu stopfen. Eine intelligente Filmwahl (Alpha Dog, The Social Network) steht zwar einem riesigen Flop (The Love Guru) gegenüber, aber die Karriere zeigt steil nach oben. Dabei helfen auch Filme wie Friends with Benefits, in dem er nicht nur Haut zeigen darf/muss, sondern auch eine richtig starke Mitstreiterin hat.
Die Dame, die Timberlake an die Wäsche geht, heisst Mila Kunis, ist der Traum vieler Männer, spricht die Tochter in Family Guy und war einer der Gründe, warum damals That 70's Show so erfolgreich war. Ausserdem klappt ihr Zusammenspiel mit dem Filmpartner in Friends with Benefits so optimal, dass man den beiden gerne mehr zugeschaut und vor allem zugehört hätte. Da fetzen die Dialoge hin und her, der Zuschauer hat Spass und wird herrlich unterhalten. Auf jeden Fall in der ersten Hälfte des Films.
Sobald Timberlakes Filmvater auftaucht, verliert die Geschichte ihren Schwung und ihre Unbeschwertheit. Auch der Witz geht baden, und die romantische Komödie wird in abgehalfterte Bahnen geleitet, die wir schon zigmal gesehen haben und einfach nicht mehr sehen mögen. Da hat uns der erste Teil mit den Bettszenen, den leichten Witzen und der halbnackten Mila Kunis eindeutig mehr verzaubert.
Fazit: Friends with Benefits ist eine lüpfige Komödie, die im ersten Teil optimal funktioniert. Durch die Einbindung von versuchter Dramatik verliert der Film aber seinen Schwung und plätschert ohne Überraschungen aufs Ende zu. Die Darsteller gefallen, die Sprüche sind gut, aber Durchhaltevermögen sucht man vergebens. Oder sollte man hier nicht eher von "Stehvermögen" reden?
Ganz lustig ist auf der DVD der Audiokommentar geworden. Hier nimmt das Duo Kunis/Timberlake nochmals die glatten Sprüche raus, und auch Regisseur Will Gluck hält sich nicht mit Witzchen zurück. Eher lahm sind dagegen die nicht verwendeten Szenen, auch wenn eine klitzekleine Hommage an Ferris Bueller's Day Off gezeigt wird. Die Bloopers sind halt einige Versprecher, bei denen sich vor allem Co-Star Woody Harrelson als Clown zeigt.
Technisch gibt es an Friends with Benefits nichts auszusetzen. Starke Farben, klare Bilder und schöne Konturen überzeugen, und der Ton macht ebenfalls einen sehr guten und sauberen Eindruck.
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3.8 Sterne (38 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 26.01.2012
- Bildformat: 1:1.78 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Französisch (DD 5.1);
- Untertitel: Englisch; Deutsch; Türkisch; Französisch; Holländisch
- Extras: Audiokommentar; Nicht verwendete Szenen; Bloopers



