The Eagle (2011)
Der Adler der neunten Legion
The Eagle (2011) Der Adler der neunten Legion
Oder: Der hat ja einen Vogel!
Im Jahr 120 nach Christus erstreckt sich das römische Reich bis nach Britannien, dessen Norden jedoch von den Stämmen Kaledoniens beherrscht wird. Um auch diesen Teil des Landes zu erobern, befehligt Cäsar Hadrian seine 9. Legion, kommandiert von Flavius Aquila, weiter nach Norden vorzudringen. Die Legion kehrt nie mehr zurück. Aufgrund dieser Niederlage lässt der Cäsar den Hadrianswall errichten, der das römische Reich vor den Stämmen des Nordens schützen soll.
20 Jahre später verdient sich der Kommandant Marcus Aquila (Channing Tatum) im Südwesten des Landes erste Sporen ab. Vom Ehrgeiz durchdrungen, den Namen seiner Familie wieder reinzuwaschen, leistet er Heldentaten bei einem Überfall durch die Pikten auf seine Garnison. Dabei wird er allerdings schwer verletzt und ehrenvoll aus dem Dienst entlassen. Während er sich bei seinem Onkel (Donald Sutherland) erholt, rettet er bei Gladiatorenspielen dem Sklaven Esca (Jamie Bell) das Leben. Als Gerüchte aufkommen, der goldene Adler, das Feldzeichen der 9. Legion, sei im Norden gesichtet worden, machen sich Marcus und Esca auf den Weg durch den Hadrianswall hinein ins feindliche Gebiet, um das Geheimnis über den Verbleib der 9. Legion zu klären...
DVD-Rating
Channing Tatum beweist es auf ausserordentliche Weise: Wenn man einen guten Body hat, seine Muskeln gerne zeigt und ein attraktiver junger Mann ist, dann kriegt man auch Rollen in grösseren Filmen, obwohl es mit dem Schauspiel nicht so klappen mag. Filme wie GI Joe zeigen das. Gut, er kann anscheinend tanzen (Step Up), und im schwachen The Dilemma war er ein Highlight. Ihn nun aber in The Eagle als römischen Befehlshaber zu besetzen und das Ganze als "besten Historienfilm seit Gladiator" zu bezeichnen, ist schon ein gewagter Zug.
Zwar birgt The Eagle interessante Ansätze in der Story, aber so richtig in die Gänge kommt das Ganze nie. Das mag daran liegen, dass der oben erwähnte Channing Tatum sehr blass bleibt und seinem Filmpartner Jamie Bell die "Arbeit" überlässt. Doch der ehemalige Billy Elliot kann mit der schwachen Geschichte und den gesichtslosen Wilden kaum was anfangen. Zu langwierig sind die Szenen, zu eindimensional die Charaktere. Da hilft auch der sonst jeweils für Qualität sorgende Mark Strong für einmal nicht.
Fazit: The Eagle ist zwar gross angelegt, entpuppt sich aber als Enttäuschung. Die Geschichte wird auf zwei Personen begrenzt, wovon eine total schwach ist. Die Kämpfe, die Duelle und das Blutvergiessen helfen da ebenso wenig darüber hinweg wie der Kurzauftritt von Donald Sutherland. Schade, da hätte man eigentlich mehr erwarten können.
Die DVD bietet gut abgemischten Ton, bei dem vor allem der Soundtrack überzeugend ist. Auch das Bild hält den Erwartungen stand und bietet saubere und gut transferierte Qualität. Ein Making-of sowie ein alternatives Ende lohnen einen Blick in die Extras. Der Audiokommentar ist angenehme und recht informativ. Die Entstehungsgeschichte des Films und die Trailers sind Standard. Insgesamt kriegt der Fan aber knapp 70 Minuten an Bonusmaterial geboten.
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3.4 Sterne (41 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 04.08.2011
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Deutsch (DTS); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Making-of; Audiokommentar; Alternatives Ende; Entfallene Szenen; Entstehung des Films; Trailer



