Infos zu Drive (2011)
Seine Fahrkünste sind legendär, deswegen wird der schweigsame junge Mann (Ryan Gosling) von allen auch nur "Driver" genannt, der Fahrer. Egal, ob als Chauffeur des Fluchtwagens nach einem Banküberfall, als Stuntpilot für Filmdrehs oder als Aushilfe in der Garage seines väterlichen Freunds Shannon (Bryan Cranston), all seine Einkünfte haben in der einen oder anderen Weise mit Autos zu tun. Und Shannon hat Grosses mit ihm vor: Als professioneller Stockcar-Pilot soll Driver die Rennstrecken Amerikas erobern und mächtig Kasse machen. Shannon kann den Geschäftsmann Bernie Rose (Albert Brooks) überreden, in ein anständiges Auto zu investieren.
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Film-Infos
Drehort: USA 2011
Genres: Crime, Drama, Thriller
Laufzeit: 100 Minuten
Kinostart: 05.01.2012
Verleih: Ascot Elite
Regie: Nicolas Winding Refn
Drehbuch: Hossein Amini, James Sallis (Buch)
Musik: Cliff Martinez
Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Christina Hendricks, Ron Perlman, Kaden Leos, Jeff Wolfe, James Biberi, Russ Tamblyn, Joe Bucaro III, Tiara Parker, Tim Trella, Jim Hart, Tina Huang, Andy San Dimas, John Pyper-Ferguson
The Internet Movie database (IMDb)
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47 Kommentare
Zitat VesperLynd89 (2012-11-20 11:23:45)
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Der namenlose Ich-Erzähler "Driver" (Ryan Gosling) macht so ziemlich alles, was man mit einem Auto machen kann: Tagsüber schraubt er in einer Werkstatt an Autos herum oder schrottet sie bei einem Filmstunt; nachts fährt er Fluchtwagen. Als er sich mit seiner Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und deren Sohn anfreundet, scheint alles blendend zu laufen, aber als ihr Freund Standard aus dem Gefängnis entlassen wird, ändert sich das. Irene und der Driver entfernen sich voneinander. Als der Driver sieht, wie Standard verprügelt wird, schreitet er ein. Die Geschichte des wortkargen Drivers, die auf einer Buchvorlage von James Sallis basiert, beginnt unscheinbar, geradezu ruhig. Obwohl der Driver wenig zu sagen hat, schafft es Gosling auch mit ausdrucksstarker Mimik das Publikum zu fesseln, genauso wie der Soundtrack von Cliff Martinez. Gegen Ende wird der Film sehr blutig und gewalttätig und so ziemlich jeder bringt jeden um, was mit Sicherheit nicht jedem gefällt. (mir nicht!) Stark angefangen, blutig geendet (3.5/6) |
So, den Streifen auch gesehen. Schon interessant, wie die ganze Marketingmaschine versagen kann. Zuerst wird der Streifen als Transporter-Verschnitt angekündigt, man nennt den Film Drive und letztendlich dreht sich nur das Intro sowie eine kurze Sequenz in der Mitte wirklich darum, dass er jemandem als Fluchtwagen dient. Kein wunder geht man mit völlig falschen Erwartungen an den Film heran... Zum Film selber. Sicher kein Film der vielen Worte oder der grossartigen Dialoge. Schöne Kameraeinstellungen sowie stimmiger Soundtrack. Ansonsten 08/15 Story, die sehr bald, sehr transparent wird und ab da keine einzige Überraschung mehr bietet. Da kann die Inszenierung noch so aufgebauscht daherkommen, letztendlich sitzt man primär die Handlung ab, die Linear auf das offensichtliche Ende zusteuert und auch nie wirklich mitreisst. Kann die allgemeine Begeisterung nicht wirklich nachvollziehen. 3.5 |
Zitat RandyMeeks (2012-07-04 14:46:06)
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Zitat woc (2012-07-04 14:19:27)
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4.5, bitte!
Und Ryan Goslings Charakter ist gerade wegen seiner Coolness, Unnah- und schier Unsterblichkeit derart faszinierend und passend für die Story. Hier wäre ein Typ, der immer auf die Fresse bekommt und sich Pflaster auf den Po klebt, einfach fehl am Platz. Das heisst nicht, dass sein Charakter oberflächlich oder eindimensional (Hollywoods Lieblingsbezeichnung, sobald es um Charakterentwicklungen geht) ist.
Gerade bei Drive ist dieser Eisberg nicht mehr als ein Eiswürfel der über die Dauer des Films dahin schmilzt. Der Coolness fehlt für den richtigen Kracher schlichtweg die Substanz.
Hier muss ich dir leider widersprechen.
Gerade zu Ryan Gosling konnte ich als Zuschauer keine "Beziehung" aufbauen weil er namens-, praktisch wort- und emotionslos durch den Film gleitet.
Man hat nie das Gefühl, der Charakter ist in Schwierigkeiten - mit einer Nebensächlichkeit nimmt er seine Gegner aus dem Spiel, da helfen die brutalen Szenen herzlich wenig.
(Tante Edit meinte, ich solle den letzten Satz auch noch in Spoiler setzen)
[Editiert von RandyMeeks am 2012-07-03 15:09:05]
Ich verstehe, dass die Meinungen hier auseinander gehen, manchmal gehe aber auch bloss die Bewertungen useinander. woc hat eine ziemlich ähnliche Meinung über den Film, vergibt aber nur 4 Sterne. Kann ich nachvollziehen, genau wie solche, die Drive als dröge bezeichnen. Refns Filme sind wie Eisberge, was man zu sehen bekommt, ist toll und atemberaubend, aber das Grösste lauert unter der Oberfläche. Drive zieht einen in den Bann, erzählt eine vielschichtige Geschichte über vielschichtig gezeichnete Figuren. Hier spielt das Auge zwar auch eine wichtige Rolle, doch die Gefühle, die der Film auslösst, ist die grosse Stärke.
Wollte ich auch grad sagen! Wie geht denn das?!
Ja, was darauf folgt, weckt einen wieder auf
Aber leider auch nur kurz....
Dieses Zeitlupentempo hat mich fertig gemacht...
Und das gefühlte stundenlange in die Luft-gestarre ebenfalls.
Kommt noch dazu, dass man als Zuschauer mit Ryan Goslings Charakter gar nicht so wirklich warm wird und auch nicht mit ihm mitfühlt. Kriegt er die Frau am Schluss? Egal. Stirbt er? Who cares?
Mein "Lieblingsschauspieler" war der Ford Mustang GT!
Ähm, ich weiss ja nicht, aber bei dieser Szene (bzw. was kurz darauf folgt) einzuschlafen scheint mir doch etwas... speziell...
Vielleicht war ich nicht in der richtigen Stimmung für den Film, aber mir war er viel zu zäh.
Bei der Kussszene im Lift zu dieser drögen Musik, da wär ich fast eingeschlafen.
Sicher kein schlechter Film, aber für so toll wie ihn alle hypen halte ich ihn nicht.
Mir war er zu langatmig und dröge.
Muss dazu noch sagen, ich hatte null Erwartungen. Der Vorwurf, ich sei enttäuscht weil ich vielleicht anhand des Trailers eine andere Art Film erwartet hätte, zählt also nicht.
Und auch wenn Ron Perlman eine verdammt coole Sau ist, schauspielern gehört einfach nicht zu seinen Stärken
naja mal gucken ob mir das Ding noch über den Screen wandert...
Ich finde eben gerade den Mix aus Style und Story in Drive nennenswert. Denn Style ohne diese Story würde vielleicht nicht so gut funktionieren. Vieles passiert mit Blicken, Bewegungen und kargen Dialogen. Genau mit diesen Mitteln wird die Story passend erzählt und steuert auf einen Schluss zu, der absolut befriedigend ist. Beim Kitag-Männerabend haben die "harten Kerle" in der Reihe hinter mir alle 10 Min. gerufen, wann denn endlich mal die ersehnte Action komme - mir gefällt der Film deshalb, weil er so "ruhig" ist und wie ein Italo-Western auf Prozac daherkommt
4.5 Sterne
Die Erwartungen war schon gewaltig. Die Rede war vom Film des Jahres 2011 und ich habe ihn immer wieder aufgeschoben. Jetzt ist die UK-Blu-ray endlich gesichtet und ich bin völlig hin und weg. Valhalla Rising hat mich fasziniert. Diese Ruhe vor dem Sturm, diese Gewalt und diese mysteriöse Sperrigkeit hat mich in den Bann gezogen. Trotzdem fehlte dem speziellen Werk von Refn noch den letzten Zacken Coolness und Spannung. Drive ist Valhalla Rising ein paar hundert Jahre später plus diese fehlende Spannung und Coolness. Drive zwingt sich keinem auf und trotzdem wirkt er wie ein Trip, denn man, wenn man sich nahe genug heranwagt, nicht mehr vergessen wird. Soundtrack, Acting, Atmosphäre, Kameraarbeit, Inszenierung, Stil, Effekte (sei das Gewalt oder Umgebung) und die Message - alles absolut TOP. Einzig die Story an sich bietet eigentlich nicht viel Neues, was aber nicht stört, da der Film sonst wirklich viel Einzigartiges mitsichbringt.
Drive wirkt als hätte Stanley Kubrick auf LSD Taxi Driver gemacht und Ryan Gosling ist direkt aus den Fängen von Gaspard Noé entkommen. Allein dieses Gefühl - sagt alles über den Film und meine Faszination aus.
Zuviele Erwartungen, durch sehr gute Kritiken von Medien und von Freunden. Hat sich für mich leider nicht vollends erfüllt. Wie vor mir schon erwähnt und bemängelt, coole Bilder, satte Farben und ansprechender Soundtrack machen leider noch keinen Superfilm. Die Story ist leider nicht sehr originell, ich glaube, dass der ganze Mafia-Touch-Quatsch dem Film eher geschadet als geholfen hat. Die Anfangssequenz fand ich super - leider hielt die Qualität bis Ende nur noch an der Optik fest. Für ein Gut reicht es allemal. Wer von Euch kennt eigentlich die Geschichte vom Frosch und dem Skorpion? ich glaube, die fand in THE CRYING GAME auch Verwendung.
Das sehe ich ganz änlich! Zwar brillieren beide Filme nicht gerade mit ihren Storys aber wenigstens versucht Collateral nicht verzweifelt einen auf "cool" zu machen.
Da nehme ich jetzt gerade die Äpfel und Birnen aus dem Post von pps und werfe diese dem ma an den Kopf
i like
Collateral kam mir bei Drive auch in den Sinn. Die L.A. Nachtstimmung, kombiniert mit der Musik ist schon sehr ähnlich. Bloss ist Michael Mann's Film um Längen spannender ("in Deckung geh")
Whaaaat? Da vergleicht ihr doch Äpfel mit Birnen (von der "Qualität" dieser Vergleichsfilme wollen wir erst gar nicht reden...)
Interessant, Collateral in diesem Zusammenhang zu nennen. Geht mir auch so.
Ganz netter Versuch von Refn aber wenn ich einen Actiondrama mit hübschen Night-Shots aus LA und einem Schuss Melancholie sehen will dann ziehe ich Heat oder Collateral diesem Film definitiv vor. Die mässig interessante Story ist leider nicht mehr als der Lückenbüsser für den tollen Soundtrack und die stylische Optik und das trübt den Eindruck doch ein wenig.
Coole Darsteller, ein absolut pfantanstischer Main character
, und Autos... Yeah!
Dazu endgeiler Soundtrack, das kann ja nur grandios sein! Naja, gut ist er und, sicherlich nix für Mainstreamliebhaber, aber leider wirds gegen Schluss etwas weniger brilliant. Dann kommen nämlich die dünne Story und das schwierig zu gestaltende Ende hervor, und verwässern den ansonsten sehr geilen Streifen etwas... Schade, aber trotzdem cool und irgendwie anders... I liked it
Ausnahmsweise ist die Rezension auf dem Tagesanzeiger/Newsnet mal sehr interessant und schafft es viele der Gegensätze des Films auf den Punkt zu bringen: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Kevin-allein-im-Auto/story/177…
Ich kann mich den überschwänglichen Kritiken nicht anschliessen. Gosling wirkt auf mich einen Tick zu autistisch und auf der anderen Seite zu brutal, als dass eine Sympathiebindung möglich wäre. Die Dramaturgie ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei, die ganze Geschichte total unglaubwürdig. Man mag das jetzt als 80-er-Jahre oder Neo-Noir bezeichnen, aber mir ist der Film a) zu schleichend im ersten Teil, b) mit zuviel Brutalität ohne Kontext (und dementsprechend auch ohne grosse Schockwirkung) und c) dramaturgisch einfach zu schlecht.
Stylisch? Ja. Cool? Von mir aus. Die Tatsache aber, dass der Film vor allem in der ersten Hälfte mehr auf das Äussere setzt und erst gegen Ende auch mit der Story Gas gibt, hat mir nicht so gepasst. Er ist sicherlich cool, die Jacke ist wohl schon jetzt Kult und die Darsteller gefallen. Und wenn dann die grosse Rächerei und das Gemetzel losgeht, dann haben auch die Freunde des gepflegten Killers ihre Freude.
Action sucht man vergebens, dafür gibts gute Musik. Für einen Film mit so hoher Meinung von allerlei Kino"Experten" hätte man aber schon noch etwas mehr Dialog, Persönlichkeiten und Handlung bieten können.
Aber war gut. Punkt.
Drive ist ein unglaublich stylischer Film. Der Streifen punktet dank seinen authentischen Schauspieler, den sehr guten Location Aufnahmen und dem Soundtrack. Die rohe Gewalt wird wohl nicht jedermanns Sache sein. Da geht es ein paar Mal ganz übel zu und her.
Überflüssige "Liebesgeschichte" und ein Ryan Gosling der auf Clint Eastwood macht. Das hat mich ein wenig gestört. Anderseits solider Actionfilm mit brutalen Szenen.
@rem: Finger weg von Valhalla Rising. Dort zelebriert Refn das Ganze sogar noch mehr
Ich finde, dass die Ruhe in Kombination mit den Bildern und dem genialen Soundtrack eine Sogwirkung auslöst. Das mag ich so an Drive, weil man voll im Film ist und sich erst wieder beim Abspann davon lösen kann. Deshalb: Ein Kino aussuchen, welches keine Pausen macht
Mit Ruhe meine ich die elendslangen Zeitlupeneinstellungen und das dialoglose Indieluftstarren, sodass man im Kino das Bedürnis bekommt, auf der Fernbedienung Geschwindigkeit x1 einzustellen. Viele dieser Slowmos und Stimmungsbilder sind von mir aus nicht nötig und können die Spannung durchaus killen. Ansonsten konkurriert Ruhe natürlich nicht unbedingt mit Spannung. Aber egal, soll ja nicht Hauptkritikpunkt sein.
[Editiert von rem am 2012-01-06 12:05:25]
Grundsolider Film, der mit den Genre-Elementen des Actionkinos spielt und sie stylisch inszeniert. Die Offenbarung ist der Film aber nun wahrlich nicht.
Denn normalerweise ist Ruhe ja gleich Langeweile.
"Tough shit, paddy"
[Editiert von El Chupanebrey am 2012-01-06 00:31:57]
Der Film startet ruhig und schafft es trotzdem, Spannung aufzubauen. Man folgt einer Liebesgeschichte, die erahnen lässt, dass sie durch kriminelle Einflüsse in Gefahr gerät. Die Protagonisten werden sympathisch und man lässt sich auf die Geschichte ein. Dann ...
[Editiert von rem am 2012-01-06 00:20:43]
Grossartiger Film in der Tradition von Don Siegel, Clint Eastwood, John Ford, Jean-Pierre Melville und Sam Peckinpah (und auch ein Hauch von Taxi Driver schwingt mit), aber dennoch komplett eigenständig. Wunderbar, dass es noch derartige Filme gibt, die so mit Melancholie und bittersüsser Romantik operieren.
Hervorragend inszeniert, grandios gespielt (Brooks! Cranston! Und Gosling als Inkarnation der grossen, santftstimmingen, ruhigen Men with No Name des Kinos!) und brillanter Spannungsbogen. Auch ist das Ganze sehr ruhig, Refn arbeitet überragend mit langen Einstellungen (die Schlusssequenz...
), und die - toll gemachten - Fahrszenen verkommen nie zum Selbstzweck. Ebenso die Gewalt, die zwar kompromisslos, aber in ihrer Härte nicht verherrlichend, sondern abstossend rüberkommt - Scorsese und Peckinpah nicht unähnlich.
Ich könnte noch lange weitermachen, aber lassen wirs mal dabei. 6 Sterne für den ersten Film, den ich 2012 im Kino gesehen habe. Fängt gut an.
Der Film wirkt ein bisschen zu gewollt stylish, und schwankt immer zwischen fantastischem 80er Noir-Film mit super Soundtrack und amerikanisch-gekünsteltem Indie-Film mit gewaltigen und extrem naiven Löchern in der Story.
Carey Mulligan nervt, allerdings bin ich nicht sicher ob das alles an ihr liegt oder nicht auch sehr fest an ihrer Rolle. Und Ron Perlman wirkt ein bisschen lächerlich. Ryan Gosling macht seine Sache gut, (so solide halt, wie das bei der holprigen Story möglich ist) In Lars and the Real Girl oder United States of Leland war er besser. Einzig Christina Hendricks (aus Mad Men) mit ihrer Mini-Rolle ist absolut fantastisch.
[Editiert von kiri am 2012-01-05 02:35:48]
Der Titelsong kommt vom französischen Electrodude Kavinsky und heisst Nightcall (wurde bei allem Ärger ebenfalls bei The Lincoln Lawyer eingesetzt).
Echte Fans dürfen sich das Replica der Jacke von Ryan Gosling nicht entgehen lassen: http://goo.gl/fWtld - Was sind schon rund $160?
Ich habe mich dieses Films vor 3 Monaten und ohne grosse Erwartungen in England angenommen und wurde durchaus positiv überrascht. Anstatt einer Actionorgie mit Rennelementen, wie der Titel oder das Filmposter zuerst vermuten lässt, bedient sich der Streifen vieler melancholischer und bildgewaltiger Aufnahmen, die, für Hollywood-Verhältnisse, bedächtig unter die Haut gehen.
Wo man es nicht erwartet, spritzt hie und da mal der Lebenssaft eines Filmgauners in die Kamera, andersorts wird die Angehimmelte des Protagonisten wieder geliebkost um gleich wieder einen Bösewicht spektakulär über den Jordan zu schicken. Die Handlung erweist sich hierbei als relativ unvoraussehbar, was diesen Streifen gleich noch sympathischer macht. Den Machern ist hiermit definitv ein etwas anderes Werk gelungen als, was der neuzeitliche Mainstream von heute zu bieten hat. Auch der Titel-Soundtrack "Real Hero" von College versprüht dem Film noch echtes 80er-Feeling und tut sein Bestes daran.
Der Mix aus einigen Splatterszenen, gemächlichen Fahrtaufnahmen und einem Racheplot weiss durchaus zu überzeugen. Filmproleten die sich aber eines Fast 5 erhoffen, werden mit Drive arg enttäuscht werden. Zum Glück.
8/10
Refn liefert mit Drive ein unglaublich stylisches und cinematografisch hochstehendes Werk ab. Passieren tut nicht viel, Dialog ist rar und die Story ist dünn gesäht (was eigentlich passt aber hie und da trotzdem enttäuschen kann). Nun denn... dafür bleibt mehr Zeit, sich an den Bildern, coolen Autos und dem absolut grandiosen Soundtrack zu ergötzen. Ryan Gosling überzeugt (einmal mehr) und spielt den Rest des Casts locker an die Wand. McQueen und Dean lassen grüssen.
4.5 Sterne
WTF, erst so spät?? Nun ja, dann muss ich mich halt noch ein wenig gedulden.....
Der D-CH-Kinostart ist jetzt klar: 05.01.2012
Wer nicht mehr warten kann, geht ins Welschland. Kinostart dort ist 12.10.2011
Wow, der Film rockt wirklich gewaltig. Nicht der Action-Thriller, den ich erwartet hätte (Action-Szenen gibt es eigentlich relativ wenige), dafür ein sehr stylischer Neo-Noir-Film, der erfrischend unverbraucht daherkommt.
Das grösste Plus ist aber Ryan Gosling, der einmal mehr beweist, dass er einer der besten Schauspieler seiner Generation ist: Zwar spielt er einen stahlharten Typ, doch wenn er mal den Mund aufmacht, dann liefert er eben nicht coole One-Liner, wie man es von einem "normalen" Actionheld erwarten würde, sondern murmelt etwas in sich hinein, beinahe schon wie ein verlegenes Kind. Gerade diese Mischung aus Badass und Verschlossenheit/Introvertiertheit macht seine Figur irgendwie so faszinierend.
Freu mich sehr auf den Film, Refn ist ein Top-Regisseur und Cranston hat eine Nebenrolle, besser gehts nicht. :D
Ein wahnsinnig stylischer Actionfilm mit brutalen Gewaltausbrüchen und einem coolen Ryan Gosling. Die ganze Geschichte mit dem Rennfahrerteam hätte es aber nicht wirklich gebraucht und Ron Perlman ist fast schon etwas peinlich. Aber sonst 1A-Unterhaltung mit sensationellen letzten 30 Minuten, in denen Refn alles richtig gemacht hat, was er hat richtig machen können.